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Durchblutungsstörungen Wie hilft die Naturheilkunde, um die Durchblutung zu fördern?

Die Naturheilkunde schult Patienten mit chronischen Durchblutungsstörungen in der Praxis eines gesundheitsfördernden Lebensstils.

Von: Uli Hesse

Stand: 10.12.2019

Ein Mann und eine Frau strecken die Arme weit aus und genießen die Natur. | Bild: picture-alliance/dpa

Selbst wenn die Naturheilkunde im Akutfall keine große Rolle spielt, kann sie vorbeugen, ein Fortschreiten der Erkrankung beeinflussen und Beschwerden lindern. Vor allem können Patienten mit ihrer Hilfe ihre Risikofaktoren minimieren und z.B. die Behandlung ihrer arteriellen Hypertonie unterstützen.

Fünf Säulen der Naturheilkunde

Klassische Naturheilkunde beruht auf den sogenannten fünf Säulen:

  • Ordnungstherapie - Gesundheitsbewusstsein
  • Ernährung
  • Bewegung
  • Pflanzenheilkunde
  • Wasseranwendungen

Die Naturheilkunde arbeitet darauf hin, dass jeder Patient eine eigene Gesundheits-Kompetenz entwickelt und dadurch langfristig seinen Lebensstil ändert, um gesund zu bleiben oder im Rahmen einer Erkrankung die Gesundung zu fördern. Das nennt man Ordnungstherapie. Die Risikofaktoren gelten als Signale des Körpers, die Patienten selbst erkennen und minimieren sollten.

"Wir können uns nicht nur um den Patienten kümmern, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Wir sollten die Risikofaktoren und deren Auswirkungen nicht nur mit Medikamenten behandeln, sondern auf eine Verhaltensänderung, eine Veränderung der Lebensführung hinwirken."

Dr. Artur Wölfel

Medikamente

Patienten in der Sekundärprophylaxe – also nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer arteriellen Durchblutungsstörung der Beine – müssen ihre Risikofaktoren wie Bluthochdruck und erhöhte Blutfette vermindern und bestimmte Grenzwerte einhalten.

"Grundsätzlich kläre ich immer mit dem Patienten, ob er mit seiner Lebensführung und -gestaltung nicht etwas dazu beitragen kann, dass er wenigstens Medikamente einsparen kann. Das Ziel muss aber immer sein, dass er diese Grenzwerte der Sekundärprophylaxe erreicht. Wenn er das nicht mit Hilfe der Naturheilkunde und Veränderung der Lebensführung schafft, muss er Medikamente einnehmen."

Dr. Artur Wölfel


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