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Rettungsgasse & Co. Die drei wichtigsten Regeln auf der Autobahn

Auf der Autobahn können schon kleine Fehler fatal sein – für die Sicherheit im Straßenverkehr und den eigenen Geldbeutel. Die drei wichtigsten Regeln, die Sie auf der Autobahn beachten sollten.

Von: Monika Köstlin

Stand: 16.05.2018

Symbolbild: Blick eines Autofahrers durch die Windschutzscheibe auf der Autobahn | Bild: colourbox.com

Autobahn-Regel 1: Nicht auf dem Seitenstreifen anhalten!

Halten auf dem schmalen Seitenstreifen der Autobahn ist lebensgefährlich und wird nur ausnahmsweise geduldet, zum Beispiel bei einer Reifenpanne – oder in absoluten Notsituationen, etwa wenn dem Fahrer schlecht wird. Dringende Bedürfnisse des Nachwuchses oder gar Telefonate sind keine Notsituation und müssen bis zum nächsten Parkplatz warten.

Autobahn-Regel 2: Nicht rechts überholen!

Auf dem Einfädelungsstreifen darf man kurzfristig schneller sein als der Verkehr auf der Hauptfahrbahn – man darf also sozusagen rechts überholen, um sich einzuordnen. Ansonsten ist rechts überholen außerhalb von Ortschaften streng verboten. Auf der linken Spur zu fahren oder gar zu überholen, ist für Fahrzeuge wie Sprinter, SUVs und Vans auch ohne Anhänger in vielen Baustellenbereichen nur dann erlaubt, wenn sie nicht über zwei Meter breit sind – und zwar mit den seitlichen Außenspiegeln. Im Fahrzeugschein steht nur die Fahrzeugbreite ohne Seitenspiegel. Vorsichtshalber einmal nachzumessen, könnte sich für manche Autofahrer lohnen, denn zwei Meter inklusive Seitenspiegel erreicht inzwischen bereits so manche Limousine. Dann heißt es: Rechts bleiben!

Autobahn-Regel 3: Rettungsgasse bilden!

Das Bußgeld für Rettungsgassen-Blockierer wurde 2017 verzehnfacht.

Die Rettungsgasse ist zwar dazu da, dass Rettungsfahrzeuge durch einen Stau fahren können. Gebildet werden muss sie jedoch zwingend und immer, sobald der Verkehr ins Stocken kommt – egal aus welchen Gründen. Und zwar – auf dreispurigen Fahrbahnen – nach der "Rechte-Hand-Regel": Der Daumen, sprich die linke Spur, geht so weit wie möglich nach links – und alle anderen Finger, sprich Spuren, gehen so weit wie möglich nach rechts an den Fahrbahnrand. Der Seitenstreifen soll möglichst frei gehalten werden. Verkehrsteilnehmer, die Rettungskräfte im Einsatz behindern, müssen seit 2017 eine Geldbuße von mindestens 200 Euro bezahlen, erhalten einen Monat Fahrverbot und einen Punkt in Flensburg. Vorher lag die Strafe bei 20 Euro.


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