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Voraussetzungen Wer kann zur Impfung gehen?

Wer zum Impfen geht, sollte gesund sein, sich wohlfühlen und vielleicht nicht für die nächsten Tage größere sportliche Wettkämpfe planen. Im Prinzip kann aber jeder, der nicht gerade einen schweren Infekt mit mehr als 38,5 Grad Fieber und entsprechenden Begleitsymptomen hat, eine Impfung durchführen lassen.

Von: Holger Kiesel

Stand: 03.04.2019

Eine Krankenschwester hält einen Kombi-Impfstoff gegen Masern, Röteln und Mumps. | Bild: picture-alliance/dpa

Liegt nur ein leichter Infekt vor und die Impfung muss nicht unbedingt gemacht werden, kann sie auch sicherheitshalber verschoben werden. Ist die Impfung dringend notwendig (etwa weil eine Reise bevorsteht), kann aber auch in einem solchen Fall durchaus geimpft werden.

Wann nicht geimpft werden sollte

Auf eine Lebendimpfung verzichtet werden sollte, wenn Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffes vorliegen oder wenn Patienten krankheitsbedingt ihr Immunsystem unterdrücken müssen (Immunsuppression). Dies ist häufig bei HIV, schweren Darmerkrankungen, akuter Nierenfunktionsstörung oder rheumatischen Erkrankungen der Fall. Außerdem dürfen in der Schwangerschaft keine Lebendimpfungen durchgeführt werden (in Deutschland wird in der Schwangerschaft bislang generell nur gegen Grippe geimpft).

Wichtig: Heute sind nur noch sehr wenige Impfungen Lebendimpfungen!

Welche Impfung wie oft

Viele Impfungen müssen nach einer bestimmten Zeitspanne einmal wiederholt werden, damit sie wirksam sind (Masern, Mumps, Röteln, HPV). Eine Ausnahme ist die Gelbfieberimpfung, die laut WHO nur ein einziges Mal im Leben gemacht werden muss. Andere Impfungen werden dreimal durchgeführt, Tetanus beispielsweise alle zehn Jahre aufgefrischt.

Gegen welche Erreger kann man überhaupt impfen?

Manche Erkrankungen (z.B. Tetanus) werden nur von einem einzigen Erreger ausgelöst, bei der Kinderlähmung sind es schon drei verschiedene Arten eines Erregers, bei HPV über 150 (von denen gegen neun geimpft werden kann). Ob gegen einen Erreger ein wirksames Serum entwickelt werden kann, hängt vor allem davon ab, ob ein charakteristischer Bestandteil herausgeschnitten werden kann, den das Immunsystem im Ernstfall auch erkennt, so dass er in einem Impfstoff wirken kann. Auch die Form der Einbringung in den Körper und die verwendeten Zusatzstoffe spielen dabei eine Rolle. All diese Faktoren machen die Entwicklung eines Impfstoffes zur äußerst komplexen und langwierigen Angelegenheit.


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