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Wenn das Blut nicht richtig fließt Was sind Durchblutungsstörungen?

Störungen treten auf, wenn sich Arterien verengen oder sie durch Ablagerungen blockiert sind. Dann kann das sauerstoffreiche Blut nicht mehr die Extremitäten, das Herz oder das Gehirn erreichen und ausreichend versorgen.

Von: Uli Hesse

Stand: 10.12.2019

Ultraschalluntersuchung einer Halsschlagader | Bild: picture-alliance/dpa

Venen dagegen weiten sich aus und schaffen es nicht mehr, das sauerstoffarme Blut zurück vollständig zum Herzen zu pumpen. Es kommt zu Stauungen und "schweren Beinen".

Besonders betroffen sind Menschen, die an Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfetten leiden. Auch Rauchen kann Durchblutungsstörungen verursachen und verschlimmern.

Akute arterielle Durchblutungsstörungen

Diese können zu Schlaganfällen, Herzinfarkten und plötzlichem Herztod führen. Bei einer Embolie bildet sich beispielsweise ein kleines Blutgerinnsel; wird es in den Kopf gespült, kommt es zum Schlaganfall.

"Die Naturheilkunde kann bei akuten Durchblutungsstörungen nicht helfen."

Dr. Artur Wölfel

Achtung:

Akute Durchblutungsstörungen müssen immer sofort und oft auch interventionell behandelt werden, da sie lebensbedrohliche Folgen haben können. Dieses Dossier behandelt chronische Störungen, die bereits mit etablierten Maßnahmen behandelt werden. Die Naturheilkunde bietet dafür ergänzende Maßnahmen für einen therapeutischen Zusatznutzen an.

Unterschiede zwischen arteriellen und venösen Störungen

Grundsätzlich gibt es einen qualitativen Unterschied: Bei einer arteriellen Durchblutungsstörung ist es wichtig, dass diese konsequent behandelt wird – sonst kann es zum Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen. Patienten mit einer schlecht behandelten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit riskieren beispielsweise eine Amputation.

Ein wichtiger Einsatzbereich für die Naturheilkunde ist bei den Arterien vor allem die sogenannte Sekundärprophylaxe. Das ist die Vorbeugung weiterer Schädigungen nach einem bereits eingetretenen "Gefäßereignis" – also einer Embolie, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Venenerkrankungen haben seltener lebensgefährdende Konsequenzen als arterielle Durchblutungsstörungen. Naturheilkundliche Maßnahmen können in jedem Stadium eingesetzt werden um die Beschwerden zu lindern und ein schnelles Fortschreiten zu verhindern.

Risikofaktoren

Die wichtigsten Risikofaktoren für arterielle Durchblutungsstörungen sind:

  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • erhöhte Blutfette
  • Zuckerkrankheit
  • Stress
  • zu viel Bauchfett
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel, inklusive Fernsehen und langes Sitzen

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