Bayern 2


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Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel Was sagen Sie zu 42-Stunden-Woche oder Rente mit 70?

Was tun, wenn Arbeitskräfte fehlen? Wer arbeitet, der könnte länger als bisher arbeiten. Ein nachvollziehbarer Gedanke? Die Anruferinnen und Anrufer im Tagesgespräch haben über 42-Stunden-Wochen und die Rente mit 70 diskutiert.

Stand: 21.06.2022

Das Tagesgespräch hat auf die Debatte um eine 42-Stunden-Woche bezeihungsweise auf ein mögliches Renteneintrittsalter von 70 geschaut. Eine längere Wochenarbeitszeit "wäre sicherlich leichter umzusetzen als eine allgemeine Einführung der Rente mit 70", hatte Siegfried Russwurm, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), vor einigen Tagen gesagt.

42-Stunden-Woche, Rente mit 70 - sinnvolle Ideen?

Auch der Wirtschaftsforscher Prof. Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hatte sich für eine 42-Stunden-Woche als Regelarbeitszeit ausgesprochen. "Die Stunden werden natürlich bezahlt - es geht nicht darum, durch die Hintertür am Lohn zu kürzen", betont er. In der Schweiz werde pro Woche bereits zwei Stunden mehr gearbeitet als in Deutschland, in Schweden eine Stunde mehr. "Wenn man das aufsummiert, dann würde man bis 2030 den demografisch bedingten Verlust an Arbeitsvolumen kompensieren." Widerspruch kam von den Gewerkschaften: DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel empfindet längere Arbeitszeiten als "billige Scheinlösungen" für die Alterssicherung. Sie warnte vor "überlangen Arbeitszeiten", die auf Dauer krank machten. Um die Rentenversicherung stattdessen zukunftsfähig aufzustellen, seien eine flächendeckende tarifliche Entlohnung und eine Sozialversicherungspflicht ab dem ersten verdienten Euro nötig.

Das Tagesgespräch hat die Anruferinnen und Anrufer gefragt: Was sagen Sie zur Idee einer 42-Stunden-Woche? Was würde ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren bedeuten? Wäre auch eine Reduzierung der Arbeitszeit möglich? Unter welchen Voraussetzungen?

Zu Gast bei Moderatorin Birgit Kappel im Tagesgespräch waren IW-Direktor Michael Hüther und Luise Klemens, die Landesbezirksleiterin der Gewerkschaft Verdi in Bayern.

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