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Impfen von Anfang an Was passiert beim Impfen?

Beim Impfen werden Teile eines Krankheitserregers bzw. abgeschwächte oder abgetötete Erreger in den Körper gegeben. Unser Immunsystem erkennt dann diese Erreger und bildet Antikörper gegen sie.

Von: Holger Kiesel

Stand: 02.06.2020

Ein Impfausweis der DDR (links) und ein internationaler Impfausweis liegen nebeneinander. | Bild: picture-alliance/dpa

Trifft der Körper dann später auf den wirklichen Erreger, kann unsere Immunabwehr entsprechend reagieren und ihn abtöten. Die Krankheit bricht dann entweder nicht aus oder verläuft zumindest sehr viel schwächer.

Warum Impfen nötig ist

Natürlich könnte unser Körper diesen 'Lernprozess' auch vollziehen, indem er die Erkrankung durchmacht. Da Krankheiten, gegen die geimpft wird, aber häufig sehr schwer verlaufen, heftige Folgeschäden verursachen oder gar tödlich enden können, ist das ein sehr riskanter Weg.

Der Impfpass

Jeder sollte von frühester Kindheit an einen Impfpass besitzen. Auf den vorderen Seiten dieses Dokumentes finden sich in der Regel international relevante Impfungen wie etwa Gelbfieber oder Pocken. Weiter hinten stehen dann in modernen Impfpässen alle Impfungen, die im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter durchgeführt wurden. Alle empfohlenen Impfungen sind bereits vorgegeben und müssen quasi nur noch abgehakt werden, nachdem sie durchgeführt wurden. So sollte der Impfpass möglichst lückenlos den Impfstatus eines Menschen dokumentieren. Das kann insbesondere auch bei Antritt einer Reise oder einer neuen Arbeitsstelle von Bedeutung sein. In absehbarer Zukunft soll ein elektronischer Impfpass (e-Impfpass) das Dokument aus Papier ersetzen.

Der Beginn der Impfhistorie

Die Impfhistorie eines Menschen beginnt bereits im Säuglingsalter. Die ersten Impfungen werden im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen mit etwa acht Wochen durchgeführt. Gerade in diesem frühen Lebensalter sollte auch ein relativ strikter Zeitplan eingehalten werden, damit das kindliche Immunsystem möglichst optimal reagieren kann.


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