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Hintergrund Arthrose

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Eigeninitiative Was man selbst bei Arthrose tun kann

Arthrose-Patienten dürfen nicht nur auf Medikamente und Operation setzen, sondern sie müssen auch selbst aktiv werden.

Von: Monika Dollinger

Stand: 01.03.2018

Frau auf einem Fitnessgerät | Bild: Getty Images

Gibt es eine Arthrose-Diät?

Bei vielen Patienten hilft eine Diät, weil sie dadurch Gewicht abnehmen und die Gelenke nicht mehr so schwer tragen müssen. Jedes Kilo weniger ist weniger Belastung für die Gelenke.

"Ich kenne jedoch keine Diät, die tatsächlich speziell gegen Gelenkverschleiß wirkt. Wenn es sie gäbe, würden wir sie bei uns in Regensburg sofort auch anbieten."

Prof. Grifka, Direktor des Lehrstuhls und der Klinik für Orthopädie für die Universität Regensburg

Tipp: Kühlen kann Linderung verschaffen

"Bei uns im Krankenhaus bekommen die Patienten Kühlbeutel, die sie auf das Gelenk (am besten zehn Minuten auf eine Stelle) legen, dann das Gelenk wieder warm werden lassen, und wieder zehn Minuten kühlen. Wenn man kühlt, kann man die Reizung der Schleimhaut, die vermehrt Flüssigkeit ins Gelenk pumpt, reduzieren."

Prof. Grifka

Prothesen

Es gibt verschiedene Formen von Prothesen. Wichtig ist, dass man die kleinstmögliche Prothese wählt, sodass erst später eine größere eingesetzt werden muss, also möglichst Knochen sparen und die eigenen Bänder erhalten.

Tipp: regelmäßige Bewegung

Wer an Arthrose erkrankt ist, sollte sich regelmäßig gezielt bewegen. Damit wird die Muskulatur trainiert und kann dem Gelenk den notwendigen Halt geben.


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