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Viele positive Aspekte Vorteile minimalinvasiver Operationen

Minimalinvasive Verfahren haben zahlreiche gewichtige Vorteile: Die Schnitte werden deutlich kleiner, die Genesung verläuft schneller, es kommt seltener zu Narbenbrüchen.

Von: Holger Kiesel

Stand: 19.07.2018

Bei der Diagnose der Herzkrankheiten setzt der Kardiologe häufig erfolgreich den Herzkatheter ein, eine minimalinvasive medizinische Untersuchung über die Arm - oder Beinvenen. Die Aufnahme entstand im evangelischen Krankenhaus mit moderner digitaler Technik, hier über die Beinvene bei einem Patient. | Bild: picture-alliance/dpa

Dass der Anteil der minimalinvasiv durchgeführten Eingriffe immer mehr zunimmt, ergibt sich aus zahlreichen deutlichen Vorteilen dieser neuen Technik gegenüber konventionellen 'offenen' Operationen:

  • Die Schnitte sind wesentlich kleiner.
  • Es kommt seltener zu Narbenbrüchen (Bruch der Bauchwand nach einem Schnitt in die Bauchmuskulatur).
  • Die Patienten haben deutlich weniger Schmerzen (während UND nach der Operation), dadurch sinkt der Schmerzmittelbedarf.
  • Die Betroffenen erholen sich rascher und können so schneller in ihren Beruf und ihr privates Umfeld zurückkehren.

Die Narkose

Die Narkoseführung ist bei minimalinvasiven Eingriffen im Bauchraum einfacher, da die Patienten weniger Schmerzen empfinden und auch weniger auskühlen. Die meisten Schlüsselloch-OPs im Bereich der allgemeinen, der Viszeral- und Thoraxchirurgie und ein Großteil der Arthroskopien werden unter Vollnarkose durchgeführt. Arthroskopien können jedoch auch in sogenannter 'regionaler Anästhesie' (Leitungsanästhesie oder Rückenmarksnarkose) durchgeführt werden. Bei der letztgenannten Form der Betäubung wird ein dünner Katheter in den Rückenmarkskanal eingelegt und durch Einleitung von Schmerzmitteln die Schmerzempfindung in der unteren Körperhälfte ausgeschaltet.

Die Genesung geht schneller

Die Genesung der Patienten verläuft nach minimalinvasiven Eingriffen deutlich schneller als nach offenen Operationen. Nach einer konventionellen OP hat ein Patient in der Regel drei bis fünf Tage lang erhebliche Schmerzen, die nur durch die Verabreichung von potenten Schmerzmitteln wirksam bekämpft werden können. Nach minimalinvasiven Eingriffen ist diese Zeitspanne merklich kürzer und auch der Verbrauch an Schmerzmitteln viel geringer. Auch der Klinikaufenthalt von minimalinvasiv operierten Patienten verkürzt sich in der Regel deutlich.

Den richtigen Operateur finden

Es gibt heute für nahezu jedes minimalinvasive Verfahren ausgewiesene Spezialisten. Wer einen solchen Eingriff durchführen lassen muss, kann sich über die wissenschaftlichen Fachgesellschaften, die Qualitätsreports der Kliniken, das Internet oder auch Ärztelisten ein Bild über die Erfahrung einzelner Kliniken und Operateure mit verschiedenen minimalinvasiven Techniken machen.


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