Bayern 2


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Ursachen und Therapie frauenspezifischer Krankheitsbilder

Von: Beate Beheim-Schwarzbach

Stand: 12.06.2018

Patientin im Gespräch mit ihrer Frauenärztin | Bild: picture-alliance/dpa

Die Gynäkologie (Frauenheilkunde) beschäftigt sich generell mit allen frauenspezifischen Krankheiten, mit den Störungen der Sexual- und Fortpflanzungsorgane, sowie mit der Brust.

Außerdem beraten Gynäkologen Frauen bei der Familienplanung, leisten Aufklärung und führen Vorsorgeuntersuchungen durch.

Untersuchungsmethoden

Expertinnen:

PD Dr. Vanadin Seifert-Klauss und Dr. Monika Schmidmayr, Oberärztinnen der Frauenklinik und Poliklinik der TU München und Co-Leiterinnen des Endometriosezentrums am Klinikum rechts der Isar in München und
Prof. Dr. Marion Kiechle, ehemalige Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) und Inhaberin des Lehrstuhls für Gynäkologie und Geburtshilfe

Um den weiblichen Unterleib zu untersuchen, müssen sich Patientinnen in der Regel in den gynäkologischen Stuhl begeben, eine Art besondere Liege. Darauf spreizen sie die Beine und lagern die Unterschenkel auf zwei voneinander getrennten Polstern. Bei der Untersuchung wird ein Spekulum in Scheide eingeführt um diese zu entfalten und um z. B. den Muttermund zu beurteilen und Abstriche vom Muttermund zu machen. Außerdem setzt der Gynäkologe Ultraschall zur Darstellung der Genitalorgane ein, und tastet das kleine Becken und die Brust ab. Ergänzend wird manchmal auch eine Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt um Tastbefunde weiter abzuklären.

"Wenn junge Mädchen zum ersten Mal kommen, haben viele Bedenken vor der frauenärztlichen Untersuchung. Dann muss man ihnen erklären, wie die Untersuchung abläuft. Wenn man ihnen erst theoretisch zeigt, wie alles funktioniert, dann ist die Angst schon kleiner. Und wenn sie das einmal erlebt haben, ist der zweite Besuch schon nicht mehr so mit Angst besetzt."

Prof. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik Klinikum rechts der Isar

Dem folgenden Text liegt ein Interview mit Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) und Inhaberin des Lehrstuhls für Gynäkologie und Geburtshilfe, zugrunde.

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