Bayern 2


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Früherkennung Untersuchungen in der Hausarztpraxis

Für viele Maßnahmen zur Früherkennung ist es nicht notwendig, zum Facharzt zu gehen. Auch in der Hausarztpraxis sind Tests möglich: z.B. Kinder- und Jugendlichen-Vorsorge, Hautkrebsscreening, Prostata-Krebs-Vorsorge und andere.

Von: Sabine März-Lerch

Stand: 26.11.2018

Ein Arzt untersucht mithilfe eines Spezialgeräts den Rücken eines Patienten auf verdächtige Hautveränderungen hin. | Bild: picture-alliance/dpa

Zu beachten ist, dass sich die Angebote der Krankenkassen für Früherkennungsuntersuchungen nach Altersgrenzen oder Laborwerten unterscheiden können - je nachdem, ob ein Patient an einem Hausarztmodell im Rahmen der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) teilnimmt oder nicht. Auch unterscheiden sich die Angebote von Kasse zu Kasse – ein Vergleich ist für Patienten angesagt. Das Folgende bezieht sich auf den generellen allgemeinen Anspruch von gesetzlich Versicherten.

Kinder- und Jugendlichen-Vorsorge

Auch Hausarztpraxen können Kinder und Jugendliche vorsorglich betreuen, wenn eine Erfahrung in Kinderheilkunde vorliegt. Vor allem, wenn in ländlichen Gegenden im näheren Umkreis keine Kinderarztpraxis besteht, ist dies hilfreich. Häufig aber steigen Hausärzte mit der Jugenduntersuchung J1 ein, weil sie am Übergang vom Kindes- ins Jugendalter steht und Jugendliche dann lieber nicht mehr im Wartezimmer eines Kinderarztes sitzen.

"Gegenüber den Untersuchungen bei Erwachsenen haben Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen vor allem das Ziel, neben Erkrankungen auch Entwicklungsverzögerungen oder -gefährdungen rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zur Frühbehandlung und Frühförderung einzuleiten."

Bundesgesundheitsministerium

Hautkrebsscreening

Ebenso wie beim Hautarzt kann das Hautkrebsscreening beim Hausarzt erfolgen – gescreent wird vom Scheitel bis zur Sohle nach Veränderungen und Auffälligkeiten der Haut. Alle zwei Jahre und ab dem Alter von 35 haben Patienten und Patientinnen Anspruch auf diese Untersuchung.

Prostata-Krebs-Vorsorge

Männer ab 45 Jahren können einmal jährlich die Tast-Untersuchung als Leistung des gesetzlichen Früherkennungsprogramms in Anspruch nehmen, Männer mit familiärer Vorbelastung ab dem 40. Lebensjahr. Hausärzte wie Urologen bieten an.

Beratungsangebote und Neue Leistungen

Zur Vorsorge in der Hausarztpraxis zählt auch die Beratung zur Darmkrebsvorsorge und zum Krebsvorsorgeprogramm grundsätzlich. Dazu gehört auch die Ausgabe des Stuhltests auf verborgenes Blut im Stuhl. Seit 2017 können Hausärzte (neben Urologen, Internisten, Chirurgen und Radiologen) Männern im Alter ab 65 Jahren einmal im Leben eine Ultraschalluntersuchung auf ein Bauchaortenaneurysma (eine gefährliche Ausstülpung der Hauptschlagader) anbieten.


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