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Essen vor und in der Schule Was Eltern beeinflussen können

Das Angebot der Schulmensen können Eltern nicht beeinflussen, aber sie können die Ernährung ihrer Kinder in der Schule trotzdem steuern.

Stand: 10.04.2018

Übergewichtige Kinder beim Orangensaftpressen innerhalb des Hamburger Gesundheitsprogramms Mobby Dick | Bild: picture-alliance/dpa

Kein Frühstück

40 Prozent der Schulkinder gehen ohne Frühstück aus dem Haus; andere frühstücken das Falsche. Beides beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit: Wenn man morgens einen Toast mit Schokoaufstrich isst, schießt der Blutzuckerspiegel kurzfristig nach oben, sinkt dann aber relativ schnell wieder. Wenn der Blutzuckerspiegel eines Schulkindes um 8.30 Uhr schon wieder im Keller ist, sinkt damit aber die Konzentration.

Richtig frühstücken

Satt essen kann sich ein Kind, wenn es ein Müsli frühstückt, zum Beispiel mit Haferflocken, naturbelassenem Joghurt, frischem Obst und ein paar Nüssen. Durch den hohen Ballaststoffgehalt sättigt das Müsli für zwei bis drei Stunden, also bis zur Pause.

Vielfalt in der Pause

Ernährungsexpertin Streber rät, die Kinder bei der Auswahl der Pausenbrotzeit mitentscheiden zu lassen. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, dem Kind einmal in der Woche freie Wahl zu lassen, auch zu erlauben, dass sich das Kind etwas in der Pause kaufen darf. An den anderen vier Tagen kann man variieren: Einmal Vollkornbrot mit Schinken, einmal mit Käse, dann einmal Süßes oder auch ein fertiges Müsli, wenn möglich immer auch etwas Obst und Gemüse. Als Getränk empfehlen sich Wasser oder stark verdünnte Saftschorlen mit einem Mischungsverhältnis von eins zu drei.

Flüssige Dickmacher

Die Expertin warnt vor Limonaden. In den Getränken stecken Kalorien in ungeheuerem Umfang. Diese Kalorien sind besonders gefährlich, denn ein halber Liter Limonade ist in wenigen Minuten getrunken, ohne dass die aufgenommene Energie zu einer Sättigung führt - im Gegenteil: Der erhöhte Blutzucker verursacht erneuten Heißhunger.


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