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Therapien und Lebenshilfe bei Brustkrebs

Von: Susanne Pfaller

Stand: 02.12.2019

Jede achte bis zehnte Frau in Europa erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs - im Bild: Brustgewebe auf Mammographie-Bild | Bild: picture-alliance/dpa

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Dabei wandeln sich Brustdrüsenzellen in bösartige Zellen um. Diese Tumorzellen können auch in den Körper streuen, wobei zum Beispiel Knochen-, Lungen- oder Lebermetastasen entstehen: Das sind Krebs-Zellen aus der Brust, die sich bösartig verändert und Absiedlungen gebildet haben.

Studiogast:

Professor Dr. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums der Universität München (LMU)

Brustkrebs betrifft etwa jede achte bis zehnte Frau in Europa. In Deutschland gibt es nach aktuellen Angaben des Robert-Koch-Institutes eine Neuerkrankungsrate von etwa 70.000 Frauen pro Jahr. Jedes Jahr sterben circa 15.000 bis 17.000 Frauen an Brustkrebs. Genaue Zahlen liegen nicht vor, ein bundesweites Krebsregister wird gerade eingeführt. In der Region München und Oberbayern gibt es das Tumorregister des Tumorzentrums München.

Fest steht jedoch, dass meist Frauen ab dem 50. Lebensjahr an Brustkrebs leiden, aber auch junge Frauen können erkranken. Wegen der Häufigkeit und der Gefährlichkeit, aber auch dem Bezug zur weiblichen Brust ist diese Krebsart wie wenige andere mit Ängsten befrachtet. Doch die Heilungschancen steigen.

Dem Dossier liegt ein Interview mit Professor Dr. Nadia Harbeck zugrunde, der Leiterin des Brustzentrums der Universität München.

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Nur jede zehnte Frau geht regelmäßig zur Brustkrebsfrüherkennung. Dabei lautet die Devise: Je früher man die Erkrankung entdeckt, desto besser. [mehr]

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Vorsorge ist bei Brustkrebs sehr wichtig - im Bild: Mammographieuntersuchung mit neuer Digital-Technik | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Diagnose Brustkrebs Therapien bei Brustkrebs

Diagnose Brustkrebs - das ist eine ungeheure psychische Belastung für jede Frau. Ängste kommen auf: vor der Lebensbedrohung Krebs, dem Verlust der Brust, aber auch vor den verschiedenen Therapien. [mehr]

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Eine Chemotherapie birgt immer ein Risiko: Bis zu zwei Prozent der Patientinnen erleiden schwere Nebenwirkungen. Deswegen gilt die Regel: Eine Chemotherapie wird nur eingeleitet, wenn die Patientin ein Rückfallrisiko von über zehn Prozent über zehn Jahre hat. [mehr]

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Die vorbeugende (adjuvante) Anti-Hormontherapie bei hormonrezeptor-positiven Tumoren wird in der Regel über mindestens fünf Jahre durchgeführt. Bei einem hohen Rückfallrisiko (und guter Verträglichkeit) können auch zehn bis zu zehn Jahre Einnahme sinnvoll sein. [mehr]

Bei Brustkrebs sind Antikörpertherapien eine der zahlreichen Behandlungsmöglichkeiten - im Bild: Brustkrebs-Gewebe unter dem Mikroskop | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Diagnose Brustkrebs Antikörpertherapien

Die Antikörpertherapie wird speziell ausgerichtet auf die Eigenschaften der Tumorzellen, die bei der einzelnen Patientin vorliegen. [mehr]

Für Brustkrebspatienten gibt es mittlerweile viele Angebote bei psychischer Überlastung - im Bild: Sorgenvolle Patientin beim Arzt | Bild: colourbox.com zum Artikel Diagnose Brustkrebs Angst und Sorgen bei Brustkrebs

Eine Krebsdiagnose stürzt viele Frauen in ein tiefes Loch. Denn natürlich machen sie sich Sorgen, wie es gelingt, den Tumor zu bekämpfen. Und auch die Angst vor Nebenwirkungen der Therapien und Schmerzen taucht auf. [mehr]

Eine Brustoperation kann bei Brustkrebs notwendig sein, dabei muss aber nicht zwangsläufig die Brust entfernt werden - im Bild: Tumor auf Mammographie-Bild | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Diagnose Brustkrebs Brustoperation

Bei jeder Brustkrebserkrankung ohne Fernmetastasen gehört eine Operation zur Therapie dazu. Für viele Frauen eine Schreckensvision. Dabei kann die moderne Medizin bei mehr als drei Viertel der Frauen die Brust erhalten. [mehr]

Bei Brustkrebs ist eine Amputation nur bei rund einem Drittel der OP-Patientinnen notwendig - im Bild: Brust-OP | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Diagnose Brustkrebs Brustaufbau

Die Brust als sichtbares Zeichen der Weiblichkeit zu verlieren, ist viel mehr als nur ein körperlicher Akt. Jede Frau lernt auf ihre Weise, damit zu leben. [mehr]


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