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Plastik, Klima, Fluchen Sieben alternative Fastenideen

Die Fastenzeit beginnt. Da wir auf Süßes, Kaffee und Alkohol nicht verzichten können, haben wir uns sieben Alternativen angeschaut, denen man auch freiwillig entsagen kann.

Von: Eva Deinert

Stand: 06.03.2019

Eine Maus, die in einen Coffee-to-go-Becher kriecht. | Bild: Unsplash/Mert Guller

Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten oder Fleisch wegzulassen, kennt jeder. Aber in unserer digitalen Zivilgesellschaft kann man auch Gewohnheiten ablegen, die weh tun – die uns aber umweltbewusster und achtsamer machen. Hier unsere Vorschläge:

1. Plastikfasten

... ist seit ein paar Jahren fast schon ein Klassiker unter den Fastenvorhaben. Der Verbrauch von Plastiktüten ist seit der Einführung der Gebühr in Deutschland zwar zurückgegangen, doch Plastik bleibt eines der größten Umweltprobleme weltweit. Wie wäre es denn, 40 Tagen bewusst zu verzichten auf Coffee-to-Go-Becher (lieber Mehrwegbecher mitnehmen) oder in Folien verpacktes Gemüse (lieber frisch vom Gemüsehändler).

2. Klimafasten

Auch gut für die Umwelt: Sieben Wochen das Auto stehen lassen. Stattdessen aufs Fahrrad umsteigen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Zumindest in größeren Städten dürfte das doch machbar sein. Und auch der Verzicht auf Flugreisen in den nächsten Wochen wäre ein Beitrag fürs Klima.

3. Fluchenfasten

An den Internettroll in dir: 7 Wochen ohne  Sch… oder F***. Scheint erstmal gar nicht so schwer zu sein. Zumindest solange, bis der Bus vor der Nase wegfährt (siehe 2. Klimafasten) oder der Rechner das Windows-Update automatisch startet.

4. Lügenfasten

Auf die kleinen Lügen im Alltag zu verzichten, schafft zumindest ein Bewusstsein dafür, in wie vielen Situationen wir flunkern. Laut Studien lügen wir nämlich mehrmals am Tag. Sieben Wochen ehrlich sein – da müssen sich sicher auch unsere Mitmenschen daran gewöhnen, denn ein Grund fürs Schwindeln ist: aus Höflichkeit.

5. Online-Shopping-(und-Retouren)-Fasten

Im Internet einkaufen ist so schön einfach. Aber ein Verzicht auf Online-Shopping schon die Umwelt, hilft dem Einzelhandel, schafft ein Bewusstsein für unsere Wegwerfgesellschaft und entlastet außerdem unseren Geldbeutel.

6. Serienfasten

… ist das Fernsehfasten des 21. Jahrhunderts. Aber gibt es einen Grund aufs Bingen zu verzichten? Außer vielleicht, dass das Internet ebenfalls ein großer Energiesünder ist? Man könnte stattdessen mal wieder ein Buch lesen oder rausgehen. Wer sich in der Zeit von Netflix abmeldet, spart außerdem Geld.

7. Digital Detox

Und zum Schluss haben wir – falls Ihr danach das Internet abschaltet – noch Digital Detox:  Statt Zombie Scrolling mal für 40 Tage die Social-Media-Apps vom Smartphone löschen oder das Handy gleich ganz zu Hause lassen. Laut einer Forsa-Umfrage versucht das inzwischen jede*r Vierte während der Fastenzeit. Erstaunlich wieviel Freizeit man dadurch gewinnt.


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