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Regisseur Eugene Jarecki über "The King - Mit Elvis durch Amerika" "Elvis ist eine Metapher – er steht für die Widersprüchlichkeit des American Dream"

"The King - Mit Elvis durch Amerika" ist ein musikalisches Road-Movie von Eugene Jarecki. Der Regisseur macht sich 2016 in Elvis' Rolls Royce auf eine Reise quer durch die USA. Im Interview erklärt er, dass der Film gar nicht so sehr um Elvis geht, sondern dass Elvis eher Mittel zum Zweck war.

Von: Jan Heiermann

Stand: 29.03.2018

Wir schreiben das Jahr 2016. Vierzig Jahre nach Elvis' Tod reist der US-amerikanische Autor und Regisseur Eugene Jarecki in Elvis' Rolls Royce von New York über Las Vegas bis in den tiefen Süden der USA. 2016 ist auch Wahlkampfjahr. Der Dokumentarfilmer trifft auf seiner Fahrt von der Ost- an die Westküste auf prominente Mitreisende wie auch auf zufällige Tramper, die in der altehrwürdigen Limousine über Elvis und ihre Heimat Amerika sinnieren und diskutieren.

Szene aus dem Film: "The King - Mit Elvis durch Amerika", Musiker Matt Ward (re.) spielt in der Limousine von Elvis

So entsteht eine Parallelaufnahme über den Aufstieg des Sängers und Abstieg seines Geburtslandes. "So wie Elvis sich verführen ließ und an dem Giftcocktail von Geld und Größenwahnsinn zugrunde ging, wird auch das Land von einem extensiven Raubtierkapitalismus ausgehöhlt", an dessen Spitze heute ein Spielkasinobesitzer und Reality-TV-Star das Präsidentenamt innehat.

"The King - Mit Elvis durch Amerika" ist zugleich politische Bestandsaufnahme und kulturelles Porträt der facettenreichen gesellschaftlichen Landschaft der USA.


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