Bayern 2 - Zündfunk


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Podcast: Die neue alte Wohnungsnot Wie wir die Wohnungsnot überwinden - oder auch nicht

Eine Stunde lang rund ums Bauen und Wohnen. Wir treffen einen Architekten, der statt Villen inzwischen lieber Mietshäuser plant, besuchen Bauwagen-Bewohner, die sich nicht vertreiben lassen wollen, und fragen Bauministerin Ilse Aigner, was die Staatsregierung für bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum tut.

Von: Oliver Buschek

Stand: 05.07.2018

500.000 Wohnungen braucht Bayern bis zum Jahr 2025. Das Ziel hat Ministerpräsident Markus Söder bei seinem Amtsantritt ausgegeben. 500.000 Wohnungen, um den Bedarf vor allem in den Ballungszentren zu decken. Denn dass Wohnungen fehlen, hat sich herumgesprochen. Die Not ist mancherorts so groß, dass jemand, der sich keine Mondmieten leisten kann, schon froh sein muss, wenn er überhaupt etwas kriegt. Denn eine schicke Architektenwohnung für günstig - das geht natürlich nicht. Oder vielleicht doch? In unserem Podcast haben wir mit dem Augsburger Architekten Titus Bernhard gesprochen. Der war lange Zeit nur für seine großen Villen-Projekte bekannt, widmet sich jetzt aber der größten Herausforderung im deutschen Baugewerbe: gut und günstig bauen.

Statt sich von einem Architekten für viel Geld ein Haus bauen zu lassen, kann man aber auch anders leben. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Bauwagen? Zwar ohne fließend Wasser, dafür aber mit viel Freiheit. Diesen alternativen Lifestyle findet man nicht nur in Berlin, sondern auch im aufgeräumten München. Hier gibt es Orte, an denen sich die Bauwagenbewohner für mehrere Jahre niederlassen können - bevor das Gebiet bebaut wird und sie zur Weiterreise gezwungen sind. Jetzt steht bald wieder ein Umzug bevor - wir haben mit den Bewohnern gesprochen.

Dann noch ein Blick in die Haupstadt. Denn Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der Republik, sondern auch die Hauptstadt der Investoren. Sie kaufen, sanieren, reißen ab, bauen neu - und alles mit Dollarzeichen in den Augen. Aber es gibt in diesem Immobilienwahnsinn durchaus die eine oder andere Oase, und eine ist sogar zum Vorzeigeprojekt geworden: Der Holzmarkt im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Dort haben alternde Technohippies haben ein Gelände erworben und es zu einer Utopie umgebaut: Natur, Wirtschaft und Kultur wird dort seit 2011 zusammengedacht. Möglich gemacht haben das ein gewogener Investor und eine kooperative Stadtverwaltung. Doch nun droht dem Vorzeigeprojekt das Aus.

Eine Stunde Zündfunk Podcast zur Wohnungsnot. Eine Stunde über neue und alte Ideen des Wohnens. Jetzt hier zum nachhören.


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