Bayern 2 - Zündfunk

Generator Podcast Warum wir bald Menschenrechte für Tiere und Maschinen brauchen

In einem neuen Diskurs um "Multispecies Communities" geht es um Gesellschaftsentwürfe, die alle Seinsarten mit einbeziehen, neben Tieren und Pflanzen auch Roboter und sogenannte künstliche Intelligenzen. Der Begriff "Leben" muss neu definiert werden.

Von: Markus Metz

Stand: 01.04.2022

Als der Wissenschaftler und Science Fiction-Autor Isaac Asimov vor 80 Jahren seine „Gesetze der Robotik“ formulierte, war eine soziale, gar auch psychologische Beziehung zwischen Menschen und Maschinen noch ferne Gedankenspielerei. Seitdem ist schon manche Fiction zu Science geworden. In einem neuen Diskurs um „Multispecies Communities“ geht es – angesichts von Artensterben und Klimaerhitzung – um Gesellschaftsentwürfe, die alle Seinsarten mit einbeziehen, neben Tieren und Pflanzen auch Roboter und sogenannte künstliche Intelligenzen.

Der Begriff "Leben" muss neu definiert werden

Aus der anthropozentrischen Vorstellung vom Menschen als "Krone der Schöpfung" entwerfen Multispecies Communities die Utopie einer prinzipiellen Gleich- Wertigkeit: Menschenrechte, Tierrechte und die Rechte denkender Maschinen müssen eine neue Einheit bilden. Daraus entstehen sowohl ein neues Gesellschaftsmodell – kreative Zusammenarbeit an Stelle des Menschen, der sich Tiere wie Maschinen untertan macht und als Sklaven behandelt – als auch ein neues Welt-Modell. Es erscheint ein neues Subjekt der Geschichte, aus dem Anthropozentrismus wird ein vernetztes globales Bewusstsein. Der Weg zu einer solchen solidarischen Gemeinschaft, in der auch der Begriff „Leben“ neu definiert werden muss, verläuft nicht ohne Konflikte und Widerstände, aber auch nicht ohne theoretische Fallen.

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