Bayern 2 - Zündfunk


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Too much of anything Warum die Kulturindustrie so viel produziert

Allein in den USA kamen 2018 ca. 500 neue TV-Serien heraus, Gesamtdauer: Etwa 8.000 Stunden, ein neuer Rekord. Der Tag hat aber nach wie vor exakt 24 Stunden. Warum haben sich die Angebote derartig vermehrt - und wie gehen wir damit um?

Von: Roderich Fabian

Stand: 23.05.2019

Allein in den USA kamen 2018 ca. 500 neue TV-Serien heraus, Gesamtdauer: Etwa 8.000 Stunden, ein neuer Rekord. Trotz rückläufiger Leserzahlen erschienen 2017 in Deutschland gut 72.000 Bücher. 2018 wurden in deutschen Kinos 641 Kinofilme uraufgeführt (488 Spielfilme & 153 Dokus) - das sind 22 Prozent mehr als 2008. Gleichzeitig ging die Anzahl der Kinos zurück und im letzten Jahr auch die Anzahl der Besucher. Dank Satelliten-, Online- und Kabelanschlüssen können viele Zuschauer mittlerweile zwischen Tausenden von Fernseh- und Radioprogrammen wählen. Dazu kommen die vielen neuen Streaming-Angebote, die sich im Lauf des Jahres 2019 noch vermehren werden, wenn Apple, Amazon und Disney ihre Portale eröffnen. Musik gibt’s z.B. via Spotify mit ca. 35 Millionen angebotenen Titeln sowie den zurzeit boomenden Playlisten.

Thomas Rathnow von Random House in seinem Büro | Bild: BR

Thomas Rathnow, Chef der Verlagsgruppe Random House

Neuerdings kommen verstärkt die Online-Audio-Podcasts hinzu. Nicht zu vergessen: Social-Media-Angebote wie Youtube, Instagram, Facebook usw. Das Problem für den Nutzer: Der Tag hat nach wie vor exakt 24 Stunden, von denen der durchschnittliche Deutsche fünf Stunden mit der Nutzung von Medien bzw. zur Unterhaltung und zur Pflege seiner sozialen Kontakte zur Verfügung hat. An diesem Budget hat sich seit Jahren nicht viel verändert.

Warum also haben sich die Angebote derartig vermehrt? Das wollen wir in dieser Sendung herausbekommen, uns aber auch fragen, wie wir sinnvoll mit den vielen Angeboten umgehen können, ohne das Gefühl der Überforderung.

Produzentin Irene Graef | Bild: BR

Produzentin Irene Graef

Wir sprechen Wissenschaftlern von der TU Berlin über eine Studie zur veränderten Aufmerksamkeitsökonomie, mit Thomas Rathnow, dem Chef der Verlagsgruppe Random House und der Filmregisseurin und Produzentin Irene Graef. Sie betrachten das Phänomen jeweils aus ihren Positionen heraus.

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