Bayern 2 - Zündfunk


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Zündfunk präsentiert Ja, Panik

"Die schönste Revolution bringt nichts, wenn man dazu nicht tanzen kann". Ja, Panik haben nach sieben Jahren mit "Die Gruppe" ein neues Album veröffentlicht, im Herbst kommen sie auf Tour...

Stand: 16.06.2022

Ja, Panik | Bild: Max Zerrahn

25 Oktober

Montag, 25. Oktober 2021, 20:00 Uhr

Strom, Lindwurmstrasse 88, 80337 München:

Tickets ab 24,65 €

Ja, Panik klingt zwar etwas ungewöhnlich, hört man aber die Songs der österreichischen Jungs, eröffnet sich der Sinn des Bandnamen. Die schönste Revolution bringt nichts, wenn man dazu nicht tanzen kann. Mit Alben wie „DMD KIU LIDT (ausgeschrieben: Die Manifestation des Kapitalismus in unseren Leben ist die Traurigkeit)“ oder „Libertatia“ wollen Ja, Panik nicht nur die bestehenden Systemverhältnisse kaputthauen, sondern viel mehr eine bessere Welt schaffen. Bei Ja, Panik ist aufrütteln angesagt!

Ihre Mischung aus Rock, Pop-Synthesizer-Selbstversuchen, Gospel und zutiefst poetischen Lyrics, sorgt für ein kreatives Spannungsfeld, das mittlerweile den deutschsprachigen Musikmarkt ordentlich aufwühlt. Live hat die Band sichtlich Spaß an ihrer Musik und liebt es gemeinsam mit ihrem Publikum zu feiern.

Ja, Panik ist ein Erlebnis, sowohl auf CD als auch live, denn wer nicht nur auf stumpfe und sinnfreie Mainstreammucke steht, kommt bei dem musikalisch-intertextuellen Autorenpop ganz auf seine Kosten.

Ja, Panik bestehen 2021 aus Andreas Spechtl, Stefan Pabst (Bass), Laura Landergott (Keyboards & Gitarre) und Sebastian Janata (Schlagzeug). Als Gast ist auf dem neuen Album "Die Gruppe" Rabea Erradi dabei, die offiziell nicht zur Besetzung gehört, als Saxophonistin für die neue Musik jedoch eine absolut tragende Rolle spielt. Die elf Stücke wurden 2019 fertiggeschrieben, die Demos entstanden im Frühjahr 2020 in Tunesien, die Pandemie verzögerte dann die eigentlichen Aufnahmen im Burgenländischen Heimstudio bis in den Herbst hinein. „Die Gruppe“, das nach „Libertatia“ von 2014 insgesamt sechste Album, ist zudem das erste überhaupt, das Andreas Spechtl ganz ohne fremde Hilfe produziert hat.

Damit könnte es zu tun haben, dass diese Platte vom ersten Song „Enter.Exit“ bis zum finalen, seit seiner Veröffentlichung an Neujahr bereits bekannten „Apocalypse or Revolution“ einen komplett originären Hallraum eröffnet. Einen Soundkanal der fantastischen Zwischenzustände, eine geradezu begehbare Installation, in der Geräusche durch die Luft schwirren, surren und fräsen. Wo nichts wirklich so klingt, wie es scheint, wo die Phrasen, Gebilde und Echos, die einem dann doch vertraut vorkommen, allerhöchstens kleine Kuschelkissen sind, auf denen man den Kopf ablegen und nach oben gucken kann. Ins seltsam gefärbte Himmelszelt, an dem eine sich daherschlängelnde Schnuppe ebenso gut eine innerstädtische Free-Jazz-Linie wie eine Kalahari-Wüstenoboe sein könnte.

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Ja, Panik - Die Gruppe (Official Video) | Bild: Bureau B (via YouTube)

Ja, Panik - Die Gruppe (Official Video)

Wie gesagt erzählt „Die Gruppe“ aber auch Geschichten, die hängengeblieben sind zwischen Traum und Wachsein. Fragmente vom Erlebnis der autobiografischen Digitalisierung, vom Riss in der Welt, der plötzlich durch ein gecracktes Smartphone-Display aufplatzt, vom popkulturell kodierten Topos des Arztbesuches und, beinahe selbstverständlich bei Ja, Panik, vom Kapitalismus. „The only cure from capitalism is more capitalism“, singt der Gruppenchor in „The Cure“, immer wieder, zum Auswendiglernen – und bevor wir jetzt erklären, was das soll, weisen wir lieber darauf hin, dass das Wort „Band“ in diesem Text noch kein einziges Mal vorgekommen ist.

Warum? Weil Ja, Panik auf diesem in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen neuen Album eben gerade nicht so klingen oder strategisch agieren, wie es sich seit den 50ern und 60ern, seit der Erfindung von Teenager- und Popkultur, ins Prinzip der Band eingeschliffen hat. Die Gruppe Ja, Panik ist „Die Gruppe“. Oder, wie Andreas Spechtl es hier kurz vor dem großen Finale singt:„Secret groups/ secret gangs/ organise inside my head.“

Leute, bildet Gruppen! Und hört diese Musik dabei. Und davor. Und danach. Unbedingt.

Joachim Hentschel

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Ja, Panik - Apocalypse Or Revolution | Bild: Bureau B (via YouTube)

Ja, Panik - Apocalypse Or Revolution

Wir verlosen zeitnah Tickets für bestimmte Konzerte im Zündfunk-Magazin ab 19.05 Uhr, Bayern2.

Veranstalter: CLUBZWEI Konzert AG. Mehr Infos unter: https://strom-muc.de/event/ja-panik/

präsentiert von Bayern 2/ZÜNDFUNK


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