Bayern 2 - Zündfunk

Generator Podcast Wie wir das Kino im Zeitalter des Streaming retten können

Streamingdienste sind heute das bequemste Verbreitungsmedium für Filme. Ist das Kino also tot? Bleibt ihm nur noch ein Dasein als museale Nische? Wie übersteht – nach Fernsehen, VHS-Cassette und DVD – das Kino wieder einmal eine Existenzkrise?

Von: Markus Metz

Stand: 16.12.2021

Die Zeiten, in denen man ins Kino gehen musste, um einen Film zu sehen, sind längst vorbei. Mehr als 213 Millionen Abonnenten hat Netflix weltweit, Streamingdienste bieten massenhaft Filmen und Serien im Abo, YouTube oder Vimeo gratis einen gewaltigen audiovisuellen Gemischtwarenladen. Und auch die Fernsehsender haben in ihren Mediatheken reichlich Stoff für alle möglichen Seh-Süchte. Bleibt da dem Kino nur noch ein museales Nischendasein? Als kultureller Raum ist das Kino womöglich wichtiger denn je. Denn es macht aus Film erst ein Erlebnis, das mit Kommunikation und Gemeinschaft verbunden Film-Kultur werden kann. Wie kann ein Kino der Zukunft aussehen? Und welche Möglichkeiten gibt es, auch mit Streamingdiensten Alternativen zum massenkompatiblem Mainstream anzubieten?

Kino als Ort der Auseinandersetzung

Auf eine schlichte Dualität – schlechter Streamingdienst, gutes Kino – läßt es sich nicht reduzieren. Es geht eher darum, die eine mit der anderen Art des Filme-Sehens zu verbinden, anstatt ausschließlich als Konkurrenz um Rechte und Einspielergebnisse zu kämpfen. Ein lebendiges Kino wird sicher mehr sein als eine Abspielstätte. Das Kino muss sich als Ort der Auseinandersetzung und der Vielfalt neu erfinden. Es muss sich erweitern und erneuern, ein produktiver Raum werden, von dem auch neue Impulse ausgehen. Ein Generator auf der Suche nach einem Platz für das Kino in der schönen neuen Streaming-Welt.

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