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Generator Podcast Dieser irische Autor hat darüber geschrieben, wie John Lennon eine einsame Insel kaufte

Noch ist der irische Schrifsteller Kevin Barry relativ unbekannt. Zu Unrecht, denn er ist ein veritables Pop-Phänomen. Der Generator-Podcast porträtiert einen Autoren, der einen gestressten John Lennon aus dem Beatles-Alltag auf eine einsame Insel fliehen lässt.

Von: Markus Metz

Stand: 07.07.2022

Kevin Barry ist ein veritables Pop-Phänomen. Barry, 1969 in Limerick geboren, ist der irische Schriftsteller, der die verrücktesten Crossovers wagt. Stets gewinnt er aus ‚trivialen‘ Zutaten höchste literarische Finesse. Seine Romane übernehmen Erzählformen populärer Genres wie Krimi-Pulp Fiction, Science Fiction, Western. Sie enthalten zahllose Anspielungen auf Rock- und Popmusik, zur realistisch/surrealistischen Schilderung seiner Figuren gehören detaillierte Mode und Stil-Finessen. Mit seinem ersten Roman „Dunkle Stadt Bohane“ verbindet Barry 2011 Gangdrama, Science Fiction und Trash zu einer literarischen Collage.

Mit John Lennon auf einer einsamen Insel zur Seelenforschung

In seinem zweiten Roman „Beatlebone“ zieht er sich mit John Lennon auf eine einsame irische Insel zur Seelenerforschung zurück. Sein dritter Roman „Nachtfähre nach Tanger“, nominiert für den Booker Prize, begleitet zwei irische Drogenschmuggler auf eine lange Reise in die Vergangenheit. Kevin Barrys Kurzgeschichten und Romane sind mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden, es war nur eine Frage der Zeit, bis ihn jetzt auch das Kino entdeckt hat. Romane und Erzählungen schreibe er, sagt Kevin Barry, weil er nicht gut genug singen könne, um als Popmusiker auf der Bühne zu stehen. Alles in seinen Geschichten ist immer zugleich Literatur mit hohem Reflexionsgrad und Rock’ n’ Roll von purer Sinnlichkeit.

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