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Filmtipp Fünf Filme, die Ihr auf dem DOK.fest München sehen solltet

Es ist mittlerweile das größte Dokumentarfilmfestival Deutschlands: Vom 8. bis zum 19. Mai findet in München das DOK.fest statt: 159 Filme aus 51 Ländern an 20 Spielorten. Hier fünf Filme, die Ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Von: Roderich Fabian

Stand: 08.05.2019

DOK.fest 2019 - Filmstill aus "Lovemobil" | Bild: Lovemobil/DOK.fest München

Der Dokumentarfilm verändert sich. Das kann man an den Beiträgen des diesjährigen Festivals sehr schön erkennen. Anders als noch vor kurzer Zeit sind viele der Protagonisten hier erstens erfahrener darin, vor einer Kamera zu agieren. Zweitens besteht wohl auch ein größeres Bedürfnis vorhanden zu sein, sein privates Leben öffentlich auszustellen. Woran das wohl liegen mag?

Push (Schweden, 2019)

Wohnungskrise weltweit: Der Film begleitet die UN-Sonderberichterstatterin Leilani Farha durch diverse Städte der Welt. Überall stößt sie auf das gleiche Phänomen: Gentrifizierung, Explosion der Immobilienpreise, Vertreibung der alteingesessenen Bevölkerung – Kapitalismus im Endstadium.

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DOK.fest 2019 | PUSH

Lovemobil (Deutschland, 2019)

Reality Attack: Prostitution auf die harte Tour - wir sehen zwei Frauen, die ihre Dienste in Wohnmobilen am Straßenrand in Niedersachsen anbieten. Eine Ex-Kollegin vermietet die Fahrzeuge. Sogar Freier treten auf. Und als ob dieser Job nicht schon hart genug wäre, wird auch noch eine Kollegin der beiden ermordet.

A Dog called Money (Irland, UK, 2019)

PJ Harvey im Studio: Wir sehen die Sängerin bei den Aufnahmen ihres Albums „The Hope Six Demolition Project“ im Studio in London, aber auch bei Reisen in den Kosovo, nach Kabul und Washington DC. Ein Porträt über die Arbeit und die Recherchen einer außergewöhnlichen Künstlerin.

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DOK.fest 2019 | A DOG CALLED MONEY

Another Reality (Deutschland, 2019)

The true dogs of Berlin: Porträts von Mitgliedern arabischer Klans in verschiedenen deutschen Großstädten. Erstaunlich, wie nahe das Filmteam den Protagonisten in dieser Doku gekommen ist. Es fragt sich allerdings, ob der Titel in Ordnung geht, denn die Leute hier sind ja Teil unserer Wirklichkeit.

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DOK.fest 2019 | ANOTHER REALITY

Woodstock (USA, 2019)

Die ganze Story: Anders als der berühmte Woodstock-Film von 1970 wird hier die Geschichte des Festivals nacherzählt und der Blick eher auf  die Besucher als auf die auftretenden Bands gerichtet. Auf erstaunliche Weise erscheint die Sehnsucht nach einer „Counter Culture“ heute wieder sehr zeitgemäß.


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