Bayern 2 - Zündfunk

Artists To Watch Diese neun Künstler*innen solltet ihr 2023 auf dem Schirm haben

2022 liegt hinter uns, die Jahrescharts sind ausgezählt, Zeit für neue Heldinnen und Helden, die uns Hymnen für 2023 schenken. Auf diese Pop-Hoffnungen setzen wir für dieses Jahr!

Von: Zündfunk

Stand: 12.01.2023

Die Rapperin Ice Spice aus New York. | Bild: Edwig Henson

Was nach den Feiertagen traditionell immer anwächst: der Bauch und die Zahl der Bands, die man im letzten Jahr verpasst hat. Dabei stehen Newcomer für das neue Jahr schon in den Startlöchern. Eine Liste mit Produzentinnen haben wir euch schon präsentiert, Zeit für Pop-Hoffnungen, die wir schon länger auf dem Radar haben, aber 2023 ihren großen Durchbruch feiern könnten.

1. Ice Spice

Isis Gaston – so heißt Ice Spice mit bürgerlichem Namen – kommt aus der Bronx in New York City. Und dort spielt auch das Musikvideo zu ihrer Breakout-Single „Munch“, mit der Ice Spice 2022 einen viralen Hit gelandet hat, inklusive Wortneuerfindung: „Munch“ beschreibt laut der Rapperin einen männlichen Loser, der ihr nicht das Wasser reichen kann. Die Brooklyn-Drill-Beats und die flexenden Bars von Ice Spice kommen gut an, auch ihre nachfolgenden Singles werden bei Spotify und Youtube millionenfach gestreamt. Wir sind bereit für das Album! (Alba Wilczek)

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Ice Spice - Bikini Bottom (Official Music Video) | Bild: WORLDSTARHIPHOP (via YouTube)

Ice Spice - Bikini Bottom (Official Music Video)

2. Nia Archives

Sie bringt Drum n Bass und Jungle zurück in die Clubs. Die britische Produzentin, Sängerin und Songwriterin Nia Archives stammt aus dem nordenglischen Leeds, lebt in London und hat 2021 ihre Debüt-EP "Headz Gone West" über ihr eigenes Lable HIJINXX herausgebracht. 2022 folgten dann mehrere Singles und die zweite EP "Forbidden Feelingz". Nias Produktionen können leise und smooth, aber auch treibend und clubtauglich sein. Sie steht für eine junge Generation Schwarzer Artists, die ihre kulturellen Wurzeln neu interpretieren. Eine Liste mit außergewöhnlichen Producerinnen für 2023 findet ihr hier! Natürlich zählt Nia Archives auch dazu! Unbedingt merken! (Alba Wilczek)

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Nia Archives - So Tell Me… | Bild: NiaArchivesVEVO (via YouTube)

Nia Archives - So Tell Me…

3. Uche Yara

Man verbindet ja viel mit Linz, aber als Plattform für R’n’B und Soul war die österreichische Stadt nicht bekannt. Bis jetzt! Uche Yara verbindet beide großen Genres und spielt sich mit energiegeladenem E-Gitarrenspiel in unsere Herzen. Mit erst 19 Jahren hat sie schon eine unglaubliche Bühnenpräsenz und schreibt ganz groß auf ihre Homepage: „I Write, I Play, I Produce“. Alles selber machen steht ja gerade voll im Trend und das ist nur einer von vielen Anzeichen, dass 2023 ihr großes Jahr werden kann. Das haben auch die jetzt-schon-großen Bilderbuch erkannt und sie gleich mit auf ihre Tour genommen. (Moritz Jelting)

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UCHE YARA (Solo) - Baby Boy (Live at Belvedere Museum Wien) | DIFFUS | Bild: DIFFUS (via YouTube)

UCHE YARA (Solo) - Baby Boy (Live at Belvedere Museum Wien) | DIFFUS

4. Blumengarten

In Zeiten von TikTok kann man schon mal vergessen, dass es auch andere Social-Media-Plattformen gibt, um bekannt zu werden. Das Duo Blumengarten aus der Nähe von Essen hat mit einem Instagram Reel zu ihrem Lied „Paris Syndrom“ einen kleinen viralen Hit gestartet, der gleich mal ganz gezielt die Ohren von so wichtigen Playern wie Casper, Longus Mongus oder Paula Hartman erobert hat. Sänger Ryan singt dabei mit fesselnder Engelsstimme und Produzent Sammy bastelt die Umrahmung mit einer Mischung aus Indie, Pop und Hip-Hop. Bei so viel Kompetenz in Sachen Social Media, Connections und aktueller Musik muss das ja was werden mit dem Durchbruch. Pro-Tipp: Die Akustik-Version mit Paula Hartmann. (Moritz Jelting)

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Blumengarten & Paula Hartmann - paris syndrom (dach session) | Bild: Blumengarten Official (via YouTube)

Blumengarten & Paula Hartmann - paris syndrom (dach session)

5. Nein Danke

Wenn 2023 zum Jahr des Punks ausgerufen wird, warum dann nicht auch gleich die frühe Neue Deutsche Welle mitnehmen. Also nicht Nena und Co, sondern die post-punkigen und new-wavigen Anfänge des Genres von den Fehlfarben oder der Deutsch-Amerikanischen-Freundschaft. Die Band „Nein Danke“ aus Koblenz kann hier absolut punkten und hat mit ihrer EP „Acid Punk“ 2022 schon vorgelegt. Wummernd programmierte Beats, Retro-Synthesizer und konsequent übersteuerter Gesang. Klingt angepisst, tanzbar und trotz viel Inspiration von damals unglaublich fresh. (Moritz Jelting)

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Nein Danke - Blind Date mit der Zeit | Bild: Nein Danke (via YouTube)

Nein Danke - Blind Date mit der Zeit

6. Edwin Rosen

Edwin Rosen mit BR-Startrampe-Moderator Fridolin Achten.

So ein textsicheres und euphorisches Publikum wie beim Auftritt von Edwin Rosen auf dem NBG Pop Festival 2022 in Nürnberg habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Der Stuttgarter Künstler bringt den 80ies-Pop-Sound ins neue Jahrtausend, seine melancholisch-authentischen Texte drücken Knöpfe, deren Existenz man schon lang vergessen hat. Sehnsucht kommt auf, Sehnsucht nach mehr von dem sympathischen Hünen mit der Synthiebeats-Machine. (Alba Wilczek)

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Edwin Rosen - 21 Nächte wach (Official Video) | Bild: Edwin Rosen (via YouTube)

Edwin Rosen - 21 Nächte wach (Official Video)

7. Anish Kumar

Anish Kumar kommt aus Washington, UK, hat indische Wurzeln und ist angehender Tierarzt. Außerdem ist er eine der großen Club-Hoffnungen im United Kingdom, da dieser Mann die Lücke zwischen DJ Koze und Caribou schließen könnte - falls es da je eine Lücke gab. Diese Referenzen hat man allerdings im Kopf, beim Hören seiner bemerkenswerten EP "Bollywood Super Hits". Jetzt fällt mir ein: Four Tet hat die Lücke schon geschlossen. Egal. Anish Kumar ist trotzdem super. Bitte hören! (Thomas Mehringer)

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Anish Kumar - Sadhana | Bild: Anish Kumar (via YouTube)

Anish Kumar - Sadhana

8. O.

Und jetzt noch was für Fans von Black Country, New Road, black midi und dem Speedy Wunderground-Label aus UK: Das Eklektiker-Duo mit dem rundesten aller Buchstaben im Namen war 2022 mit black midi auf Tour. Ihr Sound hat Jazz, hat Krautrock, hat Ambient - und vor allem hat es ein Saxofon, dass den Teufel gesehen hat. Nur eines hat das Duo nicht: Google-Treffer. (Thomas Mehringer)

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O. - OGO | Bild: O. The Band (via YouTube)

O. - OGO

9. Edna Million

It's all about the voice. So sind die Kolleg:innen von FM4 auf die 21-jährige Wienerin und in Berlin studierende Edna Million aufmerksam geworden, sprich sie haben sie diesen Rohdiamant entdeckt. Weil man immer gerne hinhört, wenn junge Frauen Tom Waits singen. Das kann sie - und zwar mit Prädikat Gänsehaut. Nach einer ersten EP wird es aber 2023 spannend, wohin Edna Million ihre Stimme hinentwickelt. Kommen die Beats drunter oder bleibt es bei der Akustik-Gitarre? Ich weiß nur, was Tom Waits sich wünschen würde. (Thomas Mehringer)

Alle hier aufgelisteten Künstlerinnen und mehr sind auch auf dieser Zündfunk-Playlist zu finden.