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Album der Woche: "Green Balloon" Warum Tank And The Bangas verdammt nochmal die coolste Band der Stunde sind

Eine Minute, ach was, zehn Sekunden brauchte diese Band, um sich ins Herz unserer Autorin zu spielen! Tank And The Bangas bewiesen beim Tiny Desk Concert Witz, Charme und Skillz. Nun haben sie ihr erstes Album beim Major rausgebracht. Ein Heidenspaß!

Von: Alba Wilczek

Stand: 06.05.2019

Ladies and Gentlemen! Tank And The Bangas! Das ist die Band, die sich mit ihrem herausragenden Tiny Desk Concert auf Youtube in mein Herz gegroovt hat. Nun, zwei Jahre später, ist es endlich soweit: Die Band hat ihr erstes Major-Album veröffentlicht. Auf Verve Records, dem traditionsreichen Jazz-Label. Und das ist ein Heidenspaß, der so eigentlich nur aus einer Stadt kommen kann: New Orleans, Baby. Der Stadt des Jazz. Der Stadt des Mardi Gras. Die Stadt der Second Line Parade.

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Tank And The Bangas: NPR Music Tiny Desk Concert

Witz, Charme und so verdammt beeindruckende Songwriter-Skillz

Tank And The Bangas sind eigentlich zu zehnt. Sie haben sich - wo sonst - auf einer Open Mic-Session kennengelernt. Ein immens talentierte Haufen Musiker mit einer Frau als Leadsängerin. Das allein ist schon verdammt cool. Und dann ist Tarriona „Tank“ Ball auch noch ein echtes Knallbonbon. Sie hat nicht nur ein weites Gesangspektrum und kann ausgezeichnet rappen. Nein. Ball's got it all: Witz, Charme und so verdammt beeindruckende Songwriter-Skillz, dass einem glatt schwindelig wird. Auf „Green Balloon“ gibt uns die Künstlerin einen Einblick in die bunte Welt in ihrem Kopf. Auf Instagram schreibt sie, dass ihre Texte von verschiedenen Versionen und Personas ihrer selbst handeln.

New Orleans, Baby!

So wie die Texte, sind auch die musikalischen Strukturen auf „Green Balloon“ wahnsinnig vielseitig. Und voller Überraschungen. Hier ein Hip-Hop-Beat, dort ein Jazz-Schlagzeug, da ein Kinderchor. Das macht unheimlich Spaß. Und lässt die Platte ein bisschen wie ein cooles Musical wirken. Immer wieder gibt es auf „Green Balloon“ Interludes, musikalische Verschnaufpausen, wie das klangvolle „Floating“.
Es ist wirklich verrückt, wie viele Einflüsse hier unterwegs sind, dem musikalischen Schmelztiegel New Orleans sei Dank. Trotzdem geht alles wie von selbst ineinander über. Aufregend virtuos, ja. Aber fließend. Und immer als perfekte Untermalung der ebenfalls vielseitigen Lyrics.

Aufregend virtuos, verblüffend ungezwungen

„Green Balloon“ kommt absolut gekonnt, aber verblüffend ungezwungen daher. Die Platte ist einzigartig. Und bleibt im Gedächtnis. Einfach, weil sie alles hat, was es braucht: Melancholie, Popo-Shaker, Atemholen und Überraschungsmomente. Tank And The Bangas haben jede Menge Soul und Groove. Sie sind die verdammt nochmal coolste Band der Stunde. Und wer das jetzt immer noch nicht kapiert habt, der muss dorthin, wo alles angefangen hat. Vor einem kleinen Schreibtisch auf Youtube – zum Tiny Desk Concert.

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Tank And The Bangas - Quick


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