Bayern 2 - Zündfunk


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Generator Podcast Afroshops – Haare, Haut und Schwarzes Deutsches Unternehmertum

Der Zündfunk nimmt euch mit auf eine Reise, die auch mal persönlich wird: in Afroshops. Es geht um Selbsthass und Hautaufhellungsmittel, oder chemische Haarglättung, aber auch um geschützte Räume, wo Schwarze Menschen Energie tanken können.

Von: Kokutekeleza Musebeni & Malcolm Ohanwe

Stand: 20.02.2020

Mit ihren Afroshops bieten die portraitierten UnternehmerInnen Salima Munganga und Oscar Onyekachi Ohanwe Räume, in denen Schwarze Menschen Energie tanken und sich sicher und verstanden fühlen können. Beide leben jeweils seit knapp 30 Jahren in München und kamen als afrikanische Einwandernde ohne Sprachkenntnisse ins Deutschland der späten 1980er und sind mit ihren Klein-Unternehmen nun erfolgreich selbstständig. Heute haben sie eine treue Kundschaft und werden den spannenden Weg ihres Aufstiegs erzählen.

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workin_germany 27.02.2020 | 17:55 Uhr Das erste Mal in Kontakt mit verschiedenen Afro-Frisuren und Friseur*innen für Afrohaare ist Koku gekommen, als sie ihre Tante in England besucht hat. Da gab es überall diese Shops. Produkte, die einfach für Schwarze Menschen gemacht sind: für Haare, Haut etc.. . . Der Afroshop von Salima Munganga war mit 15 Jahren der erste Afroshop den Koku in München gefunden hat. 😳 . . . Malcolm ist praktisch in Afroshops aufgewachsen. Seit seiner frühesten Kindheit war er umgeben von allerlei Perücken, von Haar- und Hautcremes, von westafrikanischen Friseur*innen, die virtuos komplexe Zopfmuster flechten, von so vielen unterschiedlichen Schwarzen Menschen, die Tigrinya, Twi, Portugiesisch, Somaali, Yoruba oder Igbo sprechen. . . . Noch heute verbringt er viel Freizeit im Afroshop, im Friseursalon und Kosmetik-Geschäft seines Vaters Oscar Onyekachi Ohanwe.💇🏾‍♂️ . . . #afroshops #afroshop #goodvibes #love #hairstyle #hairlove #haarpflege #afro #braids #braiding #blackgirlmagic

Das erste Mal in Kontakt mit verschiedenen Afro-Frisuren und Friseur*innen für Afrohaare ist Koku gekommen, als sie ihre Tante in England besucht hat. Da gab es überall diese Shops. Produkte, die einfach für Schwarze Menschen gemacht sind: für  Haare, Haut etc..
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Der Afroshop von Salima Munganga war mit 15 Jahren der erste Afroshop den Koku in München gefunden hat. 😳
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Malcolm ist praktisch in  Afroshops aufgewachsen. Seit seiner frühesten Kindheit war er umgeben von allerlei Perücken, von Haar- und Hautcremes, von westafrikanischen Friseur*innen, die virtuos komplexe Zopfmuster flechten, von so vielen unterschiedlichen Schwarzen Menschen, die Tigrinya, Twi, Portugiesisch, Somaali, Yoruba oder Igbo sprechen.
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Noch heute verbringt er viel Freizeit im Afroshop, im Friseursalon und Kosmetik-Geschäft  seines Vaters Oscar Onyekachi Ohanwe.💇🏾‍♂️
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#afroshops #afroshop #goodvibes #love #hairstyle #hairlove #haarpflege #afro #braids #braiding #blackgirlmagic | Bild: workin_germany (via Instagram)

Salimas Laden „AfroKunst“ spezialisiert sich auf Flechtfrisuren und Haarverlängerungen, während man bei Oscar zusätzlich allerlei Kosmetikprodukte und westafrikanische Textilien kaufen kann. Selbstverständlich machen beide dies auch für weiße Kund*innen – ein erster Konfliktpunkt, denn für einige Schwarze Menschen ist das Aneignen von afrikanischen Frisuren durch weiße Menschen ein beleidigender Akt.

Weiße können sich Diskriminierungen aufgrund von Hairstyles immer wieder ablegen - Schwarze nicht

Der Schwarze Reporter Robin Droemer und die Schwarze DJ Enyonam Tetteh-Klu erzählen von massiver Diskriminierung wegen ihrer afrikanischen Hairstyles. Weiße können sich diese Diskriminierung natürlich immer wieder ablegen. Werden Salima und Oscar, die Weißen tagtäglich „afrikanische“ Frisuren machen, diese Vorwürfe junger Schwarzer nachvollziehen können? Und warum verkaufen so selbstbewusste afrikanische Business People noch immer gesundheitsschädigende Hautaufhellungsmittel oder Haarglättungen? Wie wirken diese chemischen Mittel eigentlich und was machen sie mit den Kund*innen? Dazu sprechen wir auch mit Schwarzen Betroffenen wie Hawanatu Mansarray und Joel Kitangu, Afrohaar-Expertinnen wie Ciania Sophia Hoeder und Esther Donkor und der Dermatologin Ephsona Shencoru. Außerdem konfrontieren wir die großen deutschen Drogerie-Geschäfte und Friseur-Ausbildungen mit der Tatsache, dass sie noch immer nicht ausreichend Schwarze Menschen mitdenken.

Mehr Infos zum Thema gibt es auf Instagram unter Workin' Germany.


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