Bayern 2 - Tagesgespräch


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Gefangen in Syrien Muss Deutschland die IS-Kämpfer zurücknehmen?

US-Präsident Trump hat Europa aufgefordert, hunderte IS-Kämpfer, die in Syrien gefangen gehalten werden, aufzunehmen und sie vor Gericht zu stellen. Geschieht das nicht, seien die USA gezwungen, die Kämpfer freizulassen. Deswegen diskutierten wir mit Ihnen zusammen: Muss Deutschland die IS-Kämpfer zurücknehmen?

Stand: 20.02.2019

Die Bundesregierung hat auf Trumps Forderung zurückhaltend reagiert. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, dass die IS-Kämpfer und ihre Familien nur unter strikten Voraussetzungen nach Deutschland zurückkehren dürften. So müsse die Identität der Betroffenen zweifelsfrei geklärt sein und sie dürften kein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko darstellen. Zudem will Seehofer verhindern, dass IS-Kämpfer, die schwerer Straftaten verdächtigt werden, in Deutschland abtauchen. "Wir müssen klipp und klar wissen, welche Ermittlungsergebnisse es in Deutschland gegen die jeweilige Person gibt", sagte er.

Deutsche Sicherheitsbehörden gehen nach dpa-Informationen bisher von gut 40 im syrischen Kurdengebiet gefangenen IS-Kämpfern mit deutschem Pass aus. Darunter seien Menschen, die entweder nur die deutsche Staatsangehörigkeit oder diese und eine weitere hätten, hieß es.

Wir fragten: Gefangen in Syrien - Muss Deutschland die IS-Kämpfer zurücknehmen? Zu Gast im Tagesgespräch bei Moderatorin Christine Krueger war Christoph Safferling, er unterrichtet am Lehrstuhl für internationales Straf- und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

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