Bayern 2 - radioWissen


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Download-Service Einsatz im Unterricht

Stand: 20.02.2014 | Archiv

Vorarbeit

Impuls: Das Allgemeingut Psychoanalyse

Die Schüler sammeln Begriffe, die sie Freud zuschreiben können: Unterbewusstsein, Psychoanalyse, Erogene Zone, Über-Ich, Lustprinzip, Verdrängung, Wiederholungszwang. Ist völlig klar, worum es sich handelt? Stellt es ein Problem dar, dass Freuds Vokabular in die Alltagssprache übergegangen ist?

Problemorientierung: Eine Wissenschaft von der Seele - kann es das geben?

Wo liegen die Probleme einer Wissenschaft, die kaum messbare Ergebnisse vorzeigen kann? Wie lauten gängige Vorurteile? Was gilt als erwiesen? Was war zu Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts neu an Freuds Arbeitsweise?

Themenfrage: Schöpfer und Übervater - Freuds Funktion für die Seelenforschung

Manche Vorstellungen gelten als abwegig, andere bestehen bis heute: Freuds enormer Einfluss auf die Erforschung seelischer Vorgänge und psychischer Krankheiten ist unumstritten. Was sind die wichtigsten Errungenschaften seiner Arbeit? Biografische Aspekte: Inwiefern hat Freud "Krankheiten und Symptome" seiner Zeit erkannt und begleitet (etwa die Moralvorstellungen)? Inwieweit hat er alte Denkmuster festgeschrieben?

Einsatz im Unterricht

Der Beitrag "Freud - Auf der Suche nach der Seele" wird angehört. Währenddessen machen sich die Schülerinnen und Schüler Notizen zu folgenden Fragen:

  • Was zeichnet die Persönlichkeit Freuds aus?
  • Welche Neuerungen hat Freud gebracht?
  • Was waren und sind die besonderen Verdienste Freuds?

Ergebnissicherung

Die Schüler tragen die Ergebnisse ihrer Überlegungen vor. Ergänzend wird ein Tafelbild erstellt, um die wichtigsten Inhalte festzuhalten und zu sichern. Anschließend lösen die Schüler das Kreuzworträtsel:

Das Über-Ich

Zentraler Gedanke Freuds Arbeit war das sog. "Drei-Instanzen-Modell", das anhand der Infografik im Plenum diskutiert und hinterfragt wird:

Projekt

Die Schüler teilen sich in zwei Gruppen. Eine Gruppe führt Straßeninterviews durch und konfrontiert Passanten mit Begriffen aus der Freud-Zeit - etwa: das Unbewusste, Zwanghaftigkeit, Hysterie. Die Schüler fragen nach der wirklichen Bedeutung der Begriffe und nach der persönlichen Meinung über den Sinn von Psychoanalyse. Die zweite Gruppe sucht nach auskunftsfreudigen Psychiatern, Psychotherapeuten und Psychologen und befragt sie danach, welchen Stellenwert Freud und sein Werke für sie und ihre Arbeit haben. Die Ergebnisse werden in Form einer Präsentation, eines Hörbeitrages o. Ä. vor der gesamten Klasse gezeigt.

Literatur und Film

Wie hat Freud auf die Kunst gewirkt? Wie haben Zeitgenossen auf sein Werk reagiert (etwa die Surrealisten)? Wie spätere Künstlergenerationen (z.B. Francis Bacon oder Woody Allen)? Eventuell ist es möglich, den Film "Freud" von John Huston aus dem Jahr 1962 vorzuführen.

Fragen & Antworten

Eventuell zur Bearbeitung als Hausaufgabe

Lehrplanbezug

Lehrplan für das bayerische Gymnasium: Ethik, Deutsch ab 10. Jgst.


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