Bayern 2 - radioWissen


3

Download-Service Einsatz im Unterricht

Stand: 22.07.2015 | Archiv

Vorarbeit

Lernziele: Märchen sind wichtige Geschichten. Und sie sind wahre Geschichten im Gewand des Unwirklichen. Sie erzählen in einer traumnahen Bildersprache von wesentlichen Erfahrungen des menschlichen Lebens, von Ängsten, Hoffnungen, Konflikten, Reifungskrisen, vom komplizierten und oft schmerzhaften Prozess der Ich-Werdung.
Durch die Beschäftigung mit der Geschichte von "Dornröschen" lernen die Schülerinnen und Schüler, diese untergründige, in Symbolen und Bildern vermittelte Botschaft der Märchen exemplarisch wahrzunehmen und zu deuten.
Sie werden angeregt, die symbolischen Ebenen und Aussagen wesentlicher Handlungselemente, Personen, Gegenstände und Tiere der Märchenwelt zu erkunden,

  • erkennen, dass die Tiefenpsychologie verschiedene Arten der Bedeutungsentschlüsselung anbietet,
  • begreifen, warum das Märchen "Dornröschen" vom Erwachen der Sexualität erzählt,
  • verstehen, dass die Geschichte in ihrer Tiefenschicht von der Verletzung durch ein überforderndes sexuelles Erlebnis handelt,
  • erfahren, dass der Hundertjährige Schlaf und die Dornenhecke bildhaft für eine psychische Schutz- und Abwehrreaktion auf diese unverarbeitete Verletzung stehen,
  • lernen die psychologische Bedeutung der Begriffe "Dornröschen-Adoleszenz" und "Dornröschen-Frau" kennen,
  • begreifen, dass die Geschichte vom Dornröschen ein Verständnismodell für die Gefahren einer überbehütenden Erziehung und die Symptome einer durch psychische Verletzungen ausgelösten seelischen Erstarrung bietet,
  • erhalten Einblick in psychotherapeutische Ansätze zur Überwindung der "Dornröschen-Symptomatik".

Einsatz im Unterricht

Hinführung zum Thema: Als Einstieg in die Stunde kann die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler auffordern, das Märchen von Dornröschen zu erzählen. Alternativ oder ergänzend können die Lehrkraft oder ein Schüler / eine Schülerin das Märchen vorlesen. Anschließend werden die Schüler aufgefordert, Vermutungen über die Botschaft des Märchens anzustellen: "Worum geht es in dieser Geschichte?", "Was wird hier erzählt?".
In einem nächsten Schritt kann die Lehrkraft den Realitätsgehalt der Geschichte erfragen: "Kann sich das so zugetragen haben?", "Ist das eine wirkliche Geschichte?". Da die Schüler diese Frage aller Wahrscheinlichkeit nach verneinen werden, kann die Lehrkraft nachhaken: "Wenn das keine wirkliche Geschichte ist, warum wird sie dann erzählt?", "Welche Absicht steckt dahinter?"
Um die Klasse auf die richtige Spur zu bringen, kann die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler mit einer zentralen Aussage Bruno Bettelheims konfrontieren: "Ein amerikanischer Psychotherapeut und Märchenforscher meint, dass uns Geschichten wie die vom Dornröschen in einer Traum- und Symbolsprache etwas Wichtiges über uns selbst, über unsere Ängste und Hoffnungen erzählen. Dieser Forscher sagt: "Jedes Märchen ist ein Zauberspiegel, in dem sich gewisse Aspekte unserer inneren Welt und der Stufen spiegeln, die wir in unserer Entwicklung von der Unreife zur Reife zurücklegen müssen. Märchen sind eine wichtige Lebenshilfe, um die chaotischen Spannungen unseres Unbewussten zu bewältigen".
Nach diesem Hinweis leitet die Lehrkraft auf das gemeinsame Hören des Beitrags über: "Was es mit diesen geheimen, verborgenen Botschaften des Märchens auf sich hat, erfahren wir in einer Radiosendung, die wir uns jetzt miteinander anhören."

Nacharbeit

Nachbearbeitung: Die Arbeitsblätter und Arbeitsaufträge dienen der Festigung des im Radiobeitrag vermittelten Wissens und der Vertiefung aufgeworfener Fragen im Unterrichtsgespräch. Sie können entweder in Einzelarbeit, von Arbeitsgruppen oder im Klassenverband beantwortet oder als Hausaufgabe aufgetragen werden. Die Ergebnisse werden im Plenum ergänzt und korrigiert. Die Sendungsausschnitte können zur Motivation und thematischen Strukturierung des Unterrichtsgesprächs oder als Unterstützung für das Ausfüllen der Arbeitsblätter eingesetzt werden. Das Glossar erläutert zentrale Begriffe des Beitrags.
Arbeitsblatt 1: "Symbolische Welten: Räume, Dinge und Personen im "Dornröschen". Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Aussagen zur tiefenpsychologischen Deutung von Räumen, Personen, Tieren und Gegenständen im "Dornröschen". Arbeitsblatt 2: "Wie das Ding so lustig herumspringt!" - Handlungssymbole im "Dornröschen". Das Arbeitsblatt hält die im Radiobeitrag vorgeschlagene tiefenpsychologische Deutung von Handlungen im "Dornröschen" als Ausdruck seelischer Prozesse und Konflikte fest. Hilfestellung bei der Bearbeitung und ergänzende Informationen bieten Audio-Ausschnitt 2: "Der Stich mit der Spindel - Die Gefahr sexueller Überforderung" und Audio-Ausschnitt 3:"Dornenhecke und Seelenschlaf - Die Dornröschen-Frau". Arbeitsblatt 3: "Überbehütet, in Watte verpackt, kokoniert - Das Drama der Dornröschen-Adoleszenz". Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Phänomen der Dornröschen-Adosleszenz und den negativen Folgen einer überbehütenden Erziehung. Hilfestellungen bei der Bearbeitung und ergänzende Informationen bieten Audio-Ausschnitt 1: "In Watte verpackt: Das Drama der Dornröschen-Adoleszenz", Audio-Ausschnitt 2: "Der Stich mit der Spindel - Die Gefahr sexueller Überforderung" und Audio-Ausschnitt 3: "Dornenhecke und Seelenschlaf - Die Dornröschen-Frau". Arbeitsblatt 4: "Die Dornröschenfrau - Der Schatten des Ungelebten". Das Arbeitsblatt rekapituliert die tiefenpsychologische Deutung des Hundertjährigen Schlafs und der Dornenhecke als bildhafte Beschreibung einer seelischen Erstarrung, die durch ein schmerzhaftes, bedrohliches sexuelles Erlebnis ausgelöst wurde. Die Schülerinnen und Schüler halten fest, dass sich "Dornröschen-Frauen" zum Schutz vor weiteren (sexuellen) Verletzungen durch einen undurchdringlichen Panzer schützen. Hilfestellungen bei der Bearbeitung und ergänzende Informationen bietet Audio-Ausschnitt 3: "Dornenhecke und Seelenschlaf - Die Dornröschen-Frau". Arbeitsblatt 5: "Weck´ den Prinzen in dir! - Die Dornröschenfrau und der Kuss des Lebens". Die Schülerinnen und Schüler skizzieren psychotherapeutische Ansätze zur Behandlung der "Dornröschen-Symptomatik". Sie lernen zwischen der subjektiven und objektiven Deutung des "Prinzen" im Märchen zu unterscheiden.

Lehrplanbezug

Lehrplan für die bayerische Mittelschule
7. Jahrgangsstufe
Ethik 7.1 Sich selbst entdecken. 7.1.1 Der Einzelne vor dem eigenen Urteil: Eigenschaften, die bei der Bewältigung des Alltags helfen: verborgene Kräfte entdecken, Mut und Hoffnung durch Zuspruch und Stärkung von außen gewinnen, z. B. durch Familie, Freunde. 7.1.2 Der Einzelne und das Urteil anderer: Selbstfindung: Wie finde ich meine Rolle als Bub, als Mädchen? Der Einfluss von Eltern, Familie, Gleichaltrigen, Schule und Medien
Katholische Religionslehre, 7.5 Wer bin ich, wie will ich werden? - Auf der Suche nach sich selbst. 7.5.2 Wir sind mitten in einer Entwicklung - Kein Mensch ist vollkommen: nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen; Frau und Mann werden: Pubertät als wichtiger personaler Reifungsprozess
7.2 Darstellen, Verändern, Übertreiben: Typen und Charaktere: Rollen und Erscheinungsbilder: Helden und ihre Widersacher: Helden, Typen und Stars aus Sage und Märchen, der Film- und Popszene; Körperproportionen und -haltungen, Beschreiben von Aussehen, Haltung, Mimik. 7.7 Rollen erleben und darstellen: Wer bin ich - wer könnt' ich sein? Personales Spiel und Maskenspiel
8. Jahrgangsstufe
Katholische Religionslehre, 8.3 Miteinander gehen ­ Freundschaft und Liebe. 8.3.1 Auf der Wunschliste ganz oben ­ einen Freund oder eine Freundin finden: Erfahrungen mit Freundschaft; was Jungen und Mädchen voneinander erwarten: Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen. 8.3.2 Sich selbst annehmen ­ auf dem Weg zum Frau- bzw. Mannsein: Geschlechtlichkeit, ein kostbares Gut (z. B. eine Ausdrucksmöglichkeit von Zärtlichkeit und Liebe; Geschlechtlichkeit, ein Wunder der Natur; Wertschätzung und Verantwortung als Anspruch an  Sprache und Verhalten); menschenwürdige Gestaltung der Sexualität (z. B. persönliche Würde, Schamgrenzen und Intimsphäre); als Mann und Frau leben: füreinander geschaffen. 8.3.3 Liebe verändert ­ mit anderen Augen sehen: vom Verliebtsein zur Liebe (z. B. Entwicklungs- und Reifungsprozess, was alles zur Liebe gehört; einander nicht drängen, warten können; Problematik früher Sexualbeziehungen und früher Dauerbindungen
Evangelische Religionslehre, 8.2 Suche nach Sinn - Sehnsucht nach Leben. 8.5 - Probleme des Heranwachsens: z. B. Unsicherheit "Wer bin ich? Wer will ich sein?".
Ethik, 8.4 Einen Freund, eine Freundin finden. 8.4.2 Freundschaft, Liebe und Sexualität. 8.4.1 Erfahrungen und Wünsche Jugendlicher: Veränderungen bei Mädchen und Buben, auch in ihrer Beziehung zueinander; rollenspezifische Verhaltensweisen erkennen, z. B. im persönlichen Umfeld und in Medien; Wünsche, Träume und Hoffnungen zu Liebe und Geborgenheit gegenseitig ernst nehmen. 8.4.2 Freundschaft, Liebe und Sexualität: Erwartungen an einen Freund oder eine Freundin, Umgang mit Enttäuschungen
Kunst, 8.6 Vor und hinter der Videokamera: Szenen wie im Film: Entwurf kurzer Spielhandlungen ("Drehbuch"), Themen zur Anregung, ggf. mit inhaltlichen Beiträgen auch aus anderen Fächern
9. Jahrgangsstufe
Ethik, 9.4 Partnerschaft von Mann und Frau. 9.4.1 Mann und Frau: - gesellschaftliche Erwartungen früher und heute an Frau und Mann bei uns, Einstellungen und Erwartungen der Schülerinnen und Schüler bezüglich des eigenen und anderen Geschlechts. 9.4.2 Partnerschaft - Leitbild für Ehe und Familie: Erwartungen und Vorstellungen an eine Partnerschaft, z. B. Verständnis, Geborgenheit, Liebe, Sexualität
Evangelische Religionslehre, 9.1 Auf der Suche nach Partnerschaft und Liebe. 9.1.1 Sehnsucht nach Liebe: Einstellungen und Erwartungen der Schüler zu Liebe und Partnerschaft. 9.1.2 Beziehung gestalten: Merkmale einer Liebesbeziehung wie Hingabe, Vertrauen, Treue, Verständnis, Offenheit, Achtung, Rücksicht, Versöhnungsbereitschaft; Gründe für Probleme in einer Partnerschaft benennen: z. B. es nicht ernst meinen, sich übermäßig anpassen, den anderen unter Druck setzen, Gewalt, nicht nachgeben; Lösungsansätze vorschlagen: z. B. Aussprache, Schuldeingeständnis, Verzeihen, Trennung. 9.1.3 Partnerschaft verantworten: Liebe und Sexualität als Gabe Gottes wahrnehmen: Sexualität als Ausdruck von Liebe; Liebe und Sexualität in der Partnerschaft von Mann und Frau; Annahme des Partners mit seinen Wünschen, Träumen, Ängsten, Schwächen und Stärken
Katholische Religionslehre, 9.5 "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt" ­ Partnerschaft, Ehe und Familie. 9.5.1 Liebe ­ Voraussetzung für Freundschaft und Partnerschaft: Einstellungen und Erwartungen in Bezug auf Freundschaft und Partnerschaft: 9.5.2 In Partnerschaft leben ­ offen für Ehe und Familie: Voraussetzungen und Grundlagen gelingender Partnerschaft (z. B. Selbstannahme, gegenseitige Ergänzung, Gleichwertigkeit von Mann und Frau; Grundhaltungen und Regeln für partnerschaftliches Verhalten)

Lehrplan für die bayerische Realschule
6. Jahrgangsstufe
Ethik, 6.3 Lektüre kindgemäßer Texte als Teil- oder als Ganzschrift: Märchen, Sagen und Fabeln aus verschiedenen Epochen und Kulturen
Evangelische Religionslehre, 6.4 Ich brauche andere Menschen, andere brauchen mich: Familie und Freundschaft: mit Schwierigkeiten und Veränderungen umgehen: im Verhältnis zu Eltern, Geschwistern, Trennungserfahrungen
7. Jahrgangsstufe
Ethik, 7.2 Konflikte im Alltag: Spannungen in Familie, Schule und Freundeskreis, tiefer liegende Motive und Ursachen, z. B. Wunsch nach Anerkennung, Selbstständigkeit
Evangelische Religionslehre, 7.4 Ich werde erwachsen: an Grenzen stoßen, Defizite spüren, Pubertätsprobleme, Auseinandersetzung mit den Geschlechtsrollen, stark bleiben und die eigene Person schützen können, Mut, Vertrauen und Selbstvertrauen für das Leben gewinnen
8. Jahrgangsstufe
Ethik, 8.1 Erwachsen werden: Bewusstmachen von persönlichen Fähigkeiten, Wünschen, Träumen, Zweifeln und Ängsten als Voraussetzung vernünftiger Selbsteinschätzung; Lebensbereiche Jugendlicher (Schule, Freundeskreis, Lehrstelle), in denen sie u. U. versagen, über Ursachen des Versagens nachdenken: z. B. familiäre Probleme, Freund/in, Ablenkung, Trägheit, mangelndes Selbstvertrauen, überzogene Ansprüche (selbst-, fremdbestimmt), Krankheit, Behinderung. 8.2 Verantwortung für Mensch und Umwelt: Freundschaft, Liebe und Sexualität: Erwartungen und Begründungen von Jungen und Mädchen zum Thema Liebe; Sexualität als natürliches menschliches Grundbedürfnis und Ausdruck erfüllter Liebe; Enttäuschung und Eifersucht als Folgen unerwiderter Liebe
Evangelische Religionslehre, 8.4 Ich gestalte meine Beziehungen: Freundschaft, Liebe, Sexualität: unterschiedliche Erwartungen und Einstellungen, Sexualität als Geschenk Gottes, Verantwortung für sich selbst und das Gegenüber übernehmen
Katholische Religionslehre, 8.1 Auf dem Weg zu sich selbst und anderen: Sexualität als Sprache der Liebe; die eigene Individualität wahrnehmen: Ringen um Kontakt und Anerkennung; Sexualität menschlich gestalten, z. B. Vertrauen aufbauen, Schüchternheit und Hemmungen ernst nehmen, gegenseitige Rücksichtnahme, Grenzen wahren
9. Jahrgangsstufe
Ethik, 9.1 Selbstfindung, Loslösung und Konflikte: Selbstfindung und Loslösung von Autoritäten als Kern der Persönlichkeitsentwicklung im Jugendalter; Erscheinungsformen der Loslösung und Bewusstmachung im Rollenspiel, in Gruppenarbeit (z. B. Schwierigkeiten; sich eine eigene Meinung bilden, sich einer Clique anschließen, einen eigenen Lebensstil zu entwickeln); Folgen der Loslösung bedenken (z. B. Unsicherheit, Überreaktion bei Konflikten)
Evangelische Religionslehre, 9.4 Meine Lebenswünsche und Ziele: Den eigenen Lebensweg als Mann oder Frau suchen; Partnerschaft: Ehe und andere Lebensformen, Sexualität

Lehrplan für das bayerische Gymnasium
7. Jahrgangsstufe
Ethik, 7.1 Erwachsen werden: die zunehmende Bedeutung der Sexualität in der Wahrnehmung des anderen
Katholische Religionslehre, 7.1 "Ich bin doch kein Kind mehr!" – Fragen des Jugendalters: sich in seiner Individualität und Geschlechtlichkeit wahrnehmen: Gespür für charakterliche und körperliche Stärken und Schwächen entwickeln, Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung erkennen; Chancen ergreifen: Interessen und Begabungen entdecken; Ich-Stärke und Selbstbewusstsein fördern: die eigene Meinung vertreten
8. Jahrgangsstufe
Ethik, 8.2 Verantwortung für sich und andere: Umgang mit Erwartungen anderer (Eltern, Gleichaltrige, Schule); Merkmale der Liebe; Verantwortung und Wahrung der Würde des Partners als Grundlagen aller mitmenschlicher Beziehungen; Folgen unerwiderter Liebe; ­Sexualität als menschliches Grundbedürfnis und Ausdruck erfüllter Liebe
Evangelische Religionslehre, 8.2 Leben in vielfältigen Familienformen; Familienleben zwischen Geborgenheit und Konflikthaftigkeit, Nähe und Distanz; Rollen und Beziehungen, wie Mann und Frau, Geschwister, Generationenverhältnis, Erfahrung mit Erziehung
9. Jahrgangsstufe
Ethik, 9.3 Geschlechterrolle, Partnerschaft, Familie: Sexualität als fundamentaler Bestandteil des menschlichen Lebens
Evangelische Religionslehre, 9.3 Liebe — der Himmel auf Erden?: sich mit den verschiedenen Vorstellungen von Liebe und Sexualität auseinandersetzen; gängige Vorstellungen von Liebe, Erotik und Sexualität; Liebe als grundlegende, sinnstiftende menschliche Erfahrung; mögliche Ausdrucksformen; sich selbst und andere annehmen: z. B. Schwärmen, Schüchternheit, "Nein-sagen-Können"
Katholische Religionslehre, 9.4 Zwischen Öffentlichkeit und Intimität: Freundschaft, Liebe und Sexualität: Erfahrungen im Jugendalter: sexuelle Lust, Neugierde und Unsicherheit; zu Partnerschaft und Liebe reifen: Grundaspekte, z. B. Sexus, Eros, Agape; christliche Kriterien für Sexualität, z. B. Ausdruck von Personalität und Liebe, Sensibilität für den anderen, Stufen der Zärtlichkeit, Treue; Homosexualität; Sprache der Liebe, z. B. in der Bibel (1 Kor 13, Hoheslied), in der Literatur, in der Jugendkultur; verantwortungsvolle Gestaltung von Sexualität und Partnerschaft: Probleme und Lösungsansätze an Fallbeispielen oder Dilemmageschichten, z. B. überhöhte Erwartungen an Sexualität
11. Jahrgangsstufe
Ethik, 11.2 Freiheit und Determination, 11.2.1 Psychologie und Soziologie: S. Freud (psychischer Apparat, das Unbewusste)
Evangelische Religionslehre, 11.2 Wer bin ich? – Das christliche Verständnis vom Menschen: Voraussetzungen des menschlichen Daseins wahrnehmen (Faktoren der Identitätsbildung wie Kultur, Familie, Tradition; Diskussion über das Verhältnis von Anlagen und soziokultureller Prägung); ein Beitrag aus Biologie oder Psychologie  oder Philosophie zur gewählten Fragestellung
Katholische Religionslehre, 11.4 Der Mensch im Horizont des Gottesglaubens: christliches Menschenbild: Lebensstile und Sinnoptionen in der Gesellschaft: Ausdruck von Grundaspekten des Menschseins und seiner Ambivalenz, z. B. Liebe und Aggressivität, freier Wille und Determination, Glück, Gelingen und Schuld; Deutung des Menschseins in der Moderne: Psychologie, z. B. S. Freud, C. G. Jung


3