Bayern 2 - radioWissen


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Nutztier und Kultfigur Einsatz im Unterricht

Stand: 22.01.2013 | Archiv

Vorarbeit

  • Lernziele: Interesse für das Thema kann bei den Schülerinnen und Schülern geweckt werden, indem ein Bezug zum alltäglichen Leben der Kinder hergestellt wird: Wo trefft ihr im täglichen Leben auf Produkte, die von der Kuh stammen? Hier ist in erster Linie das Rindfleisch (Stichwort: Hamburger) zu nennen und die Milch mit allen ihren Nebenprodukten wie Joghurt, Käse, Sahne und Quark. Rindertalg ist aber auch eine wichtige Basis für die Herstellung von Seifen, Salben und Lippenstiften. Hörner werden auch zu Klaviertasten und Kämmen verarbeitet. Ein anderer möglicher Einstieg ist über die Geschichte von der Kuh "Yvonne", die im Sommer 2011 durch ihre Flucht Berühmtheit erlangte und einen eigenen Eintrag auf Wikipedia hat. Mit den Schülerinnen und Schülern kann diskutiert werden, warum "Yvonne" innerhalb kurzer Zeit so populär wurde anhand der Frage: "Inwiefern unterscheidet sich Yvonnes Verhalten von dem Bild, das wir normalerweise von Kühen haben?" Hier kann verwiesen werden auf das negative Image, das von der Kuh in der Umgangssprache erzeugt wird, wie zum Beispiel durch die Schimpfwörter "blöde Kuh" oder "Rindvieh".

Nacharbeit

Nachbearbeitung: Den Schülerinnen und Schülern wird das Kunstwerk "Eat my Fear" des amerikanischen Filmemachers und Malers David Lynch vorgestellt (zahlreiche Abbildungen sind im Internet zu finden).
Lynch wurde im Jahre 2000 gebeten, einen Beitrag für die Kunstaktion Cow Parade in New York zu leisten. Er bearbeitete die Kuh aus Fiberglas allerdings nicht nur an der Oberfläche: Lynch hackte der Kuh ihren Kopf ab, platzierte ihn auf dem Rücken, in den er zuvor eine tiefe Wunde geschlagen hatte. Anschließend rammte er der Kuh eine Handvoll Messer und Gabeln in den Leib. Dann übergoss er Haupt und Wunde der Kuh mit roter Farbe und schrieb den Satz "eat MY fear" auf ihre Flanken. Das Kunstwerk wurde mit Entsetzen aufgenommen und Lynch wieder ausgeladen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen diskutieren, was Lynch mit seinem Kunstwerk ausdrücken wollte und Mutmaßungen anstellen, warum dieses Kunstwerk auf keine Gegenliebe stieß.

Lehrplanbezug

Lehrplan für die bayerische Hauptschule
Evangelische Religionslehre
5. Jahrgangsstufe
5.6.3 Der Mensch als Verwalter der Schöpfung Gottes
Katholische Religionslehre
5. Jahrgangsstufe
5.1.1 Menschen, Tiere, Pflanzen …- die Welt in der ich lebe
PCB
5. Jahrgangsstufe
5.3 Tiere und Pflanzen in unserer Umgebung
5.3.1 Säugetiere in unserer Umgebung
- Körperbau, Lebensweise und typisches Verhalten eines Säugetiers am Beispiel eines Haustiers: Heimtier oder Nutztier
- Verantwortung des Menschen für eine artgemäße Haltung und Umwelt

Lehrplan für die bayerische Realschule
Biologie
5. Jahrgangsstufe
5.4 Körperbau und Lebensweise von Säugetieren
Die Schüler lernen an ausgewählten Säugetieren kennen, wie sich Nahrungsgrundlage, Körperbau und Lebensweise gegenseitig bedingen. Sie betrachten Säugetiere in einer ganzheitlichen Weise und erweitern so ihre Vorstellung von der engen Beziehung zwischen den Lebewesen und deren Umwelt. Die Schüler erfahren, wie der Mensch Säugetiere nutzt. Sie erkennen die besondere Verantwortung des Menschen für Lebewesen, die sich in seiner Obhut befinden. Die Schüler erarbeiten sich Merkmale der Säugetiere und erweitern dabei ihre Kenntnisse von Säugetierarten.
Menschen leben mit Säugetieren
• Säugetiere als Nahrungs- und Rohstofflieferanten, artgerechte Haltung [UE]
• Tierzucht: Ziele (z. B. Fleischqualität, Milchleistung, Aussehen), verantwortlicher Umgang mit züchterischen Möglichkeiten
Evangelische Religionslehre
5. Jahrgangsstufe
5.1 Schöpfung: Unser Leben und unsere Welt
Schöpfung als unabgeschlossener Prozess
Gottes Werk und menschliche Verantwortung für die Schöpfung, bewusster Umgang mit der Natur

Lehrplan für das bayerische Gymnasium
Natur und Technik
5. Jahrgangsstufe
5.2.3 Körperbau und Lebensweise von Säugetieren
Lebensbilder eines Heimtiers (Fleischfresser) und eines Nutztiers (Pflanzenfresser)


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