Bayern 2 - radioWissen


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Was gerecht ist, ist nützlich!"

Von: Michael Reitz

Stand: 03.06.2009 | Archiv

Ethik und Philosophie / Soziale und politische BildungHS, RS, Gy

Der Sozialphilosoph John Stuart Mill vertrat die Auffassung: Gerechtigkeit kann nur gewährleistet sein, wenn Staat und Gesellschaft sich in ihrem Handeln an dem größtmöglichen Glück der größtmöglichen Anzahl von Menschen orientieren.

John Stuart Mill: Der englische Gentleman, Philosoph, Politiker, Volkswirtschaftler und Sozialreformer begründete Mitte des 19. Jahrhunderts neben dem Pragmatismus und dem Empirismus die bedeutendste Richtung ökonomischer Theorien angelsächsischer Prägung: den Utilitarismus. Beeinflusst durch seinen Vater James Mill und dessen Freund Jeremy Bentham entwickelte John Stuart Mill, zu jener Zeit Abgeordneter der Liberalen im britischen Unterhaus, sein sozialphilosophisches Gedankengebäude, nach dem Nützlichkeit und Gerechtigkeit für den Einzelnen stets im Zusammenhang mit dem kollektiven Gesamtwohl der ganzen Gesellschaft zu betrachten sind. Bis heute wird Mills Denksystem diskutiert. Gerade neueste gesellschaftliche Entwicklungen zeigen ganz konkrete Interessenskonflikte zwischen dem Glücksstreben des Einzelnen und dem Nutzen für das Gemeinwohl.


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