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Glossar Zur Aktualität daoistischer Ideen

Stand: 12.08.2008 | Archiv

BegriffErklärung
adäquatangemessen
AltruismusSelbstlosigkeit; Haltung, die die Bedürfnisse anderer in Rechnung stellt
AntagonismusWirkungsweise von gegeneinander gerichteten Kräften; Widerstreit
apeirongriechisch: "Das Grenzenlose". Zentraler Begriff in den antiken griechischen Theorien über Entstehung und Aufbau der Welt. Bezeichnet bei Anaximander das Prinzip aller Dinge, aus dem die seienden Dinge entstehen und in das sie zurückgehen.
Ära der Streitenden Reiche (475-221 v. Chr.)Kriegerische und unruhige Zeit, in der China in 44 Feudalstaaten zersplittert war, die von unabhängigen Prinzen und Adeligen beherrscht wurden. Die große Nachfrage nach weisen Ratschlägen für überforderte Herrscher beförderte die Entstehung wirkungsmächtiger philosophischer Schulen wie Daoismus und Konfuzianismus.
archéBegriff aus der antiken philosophischen Philosophie, besonders der Vorsokratiker. Der Urgrund aller Dinge, der die Welt schafft und lenkt. Hat eine mythische Dimension, funktioniert bei Anaximander aber schon nach rational erfassbaren Gesetzen, zielt auf Ausgleich polarer Kräfte, offensichtlich von den zyklischen Perioden der Natur ausgehend. Er nennt es auch "apeiron".
aristotelischDenkweise, die sich an den Lehren des großen griechischen Philosophen Aristoteles ausrichtet
ataraxiaSeelenruhe. Freiheit von Furcht in der Seele. Wünschenswertes Ziel in der Philosophie des griechischen Philosophen Epikur
AttraktorBegriff stammt unter anderem aus der statistischen Physik und der Chaostheorie. Bezeichnet den Endzustand eines dynamischen Systems beim Ablauf eines Ausgleichsprozesses, einer Phasenumwandlung oder eines sonst wie gearteten evolutionären Prozesses.
Ba Gua (= Acht Trigramme)Acht Trigramme, acht Zeichen, die die Grundlage des "Buches der Wandlungen" (I-Ging) bilden und aus denen sich dessen 64 Hexagramme ableiten. Die wichtigsten zwei der Trigramme stellen reines Yin und reines Yang dar.
bipolarEigenschaft, die auf das Vorhandensein zweier gegensätzlicher Pole hinweist
Buddhismuseine im 5. oder 6. Jahrhundert im nördlichen Vorderindien von Buddha gestiftete Religion, die heute in verschiedenen Formen vor allem in Asien weit verbreitet ist. Im Mittelpunkt steht das Bestreben, den ständigen Wechsel von Werden und Vergehen, das leidvoll Vergängliche im rechten Streben, im sich Versenken, in der Erleuchtung zu überwinden.
Chaos1. allgemein: völliges Durcheinander, allgemeine Auflösung. 2. in der Naturphilosophie der Antike: der Abgrund. Später der ungeordnete und unbestimmte Urstoff, aus dem der wohlgeordnete Kosmos entstand.
ChaosforscherMenschen, die sich beruflich mit Chaostheorie befassen: also Systeme erforschen, die durch Zufallsverhalten und die Ausbildung chaotischer Strukturen gekennzeichnet sind. Chaosforschung ist mittlerweile nicht nur in Naturwissenschaft und Technik am Werk, sondern wird auch zur Lösung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Fragen herangezogen.
Daodejing (auch Tao Te King)Grundlagenwerk des Daoismus. Wird dem Laozi (auch Laotse, Lao Tse) zugeschrieben. Entstanden an der Jahrhundertwende vom 4. zum 3. Jahrhundert v. Chr. Behandelt zum ersten Mal das Dao in der Bedeutung von "letzter Wahrheit" und begründet die Lebenshaltung, die bis heute Ideal der daoistischen Weisen ist.
Daoist im Daoismus ein Potenzial, das der Schöpfung und dem Sein vorausgeht: der äußerste Ursprung aller Dinge, das ewige, ungeteilte Eine, das aus sich selbst hervorgeht und niemals benannt oder beschrieben werden kann. Schwer zu übersetzen, am ehesten wohl mit "Straße", "Pfad", "Weg".
Daoismusgehört zu den "Drei Lehren" der chinesischen Tradition - neben Buddhismus und Konfuzianismus. Entstanden um 500. v.Chr. Im Mittelpunkt steht das Dao. Der Daoismus nahm eine verschlungene Entwicklung und hat viele Ausprägungen.
Dechinesisch: Tugend
deduktivdas Besondere aus dem Allgemeinen ableitend
deterministischDeterminismus ist eine Lehre, die der Willensfreiheit widerspricht, indem sie von einer Bestimmung des Willens durch innere oder äußere Umstände ausgeht. Deterministisch ist also eine Haltung, die die Willensfreiheit verneint.
diachronBetrachtungsweise, die sich an der Geschichte und der Entwicklung einer Sache orientiert
dialektischEigenschaft einer Argumentation oder Betrachtungsweise, die sich durch die Gegenüberstellung von Gegensätzen entwickelt, gemäß der Methode der Dialektik. Dialektik bezeichnete ursprünglich die Kunst, in der Unterhaltung durch Rede und Gegenrede Widersprüche aufzudecken und zu überwinden.
DifferentialgleichungGleichung, in der neben einer Funktion auch ihre Differentialquotienten oder Ableitungen auftreten
digitalDaten und Informationen in Ziffern darstellend, Gegensatz zu analog, einen Wert durch eine physikalische Größe darstellend
dualistischDenkhaltung, die auf dem Prinzip gegensätzlicher Zweiheiten beruht
Elementenlehre"Element" bezeichnet in Naturphilosophie und Naturwissenschaft den einfachste Bestandteil, aus deren Zusammenfügung oder Trennung die Körperwelt entsteht oder vergeht. Griechische Philosophen gingen von den Grundelementen Feuer, Luft, Wasser, Erde aus. Aristoteles kannte noch einen fünften: den Himmelsbaustoff Äther. In der chinesischen Philosophie gibt es 5 Elemente: Wasser, Feuer, Holz, Metall, Erde. Alles Geschehen in der Natur und in der Welt geht darauf zurück, wie sie sich wandeln und gegenseitig ergänzen.
eo ipsolateinisch = 1. eben dadurch. 2. von selbst, selbstverständlich
EpikureerAnhänger der Philosophie des pikur
EremitEinsiedler
euklidischgemäß den Lehren des Euklid
extraterrestrischaußerirdisch
Fachinesischer Ausdruck für juridisches Gesetz
FluktuationWechsel, Schwankung
formalisierte LogikDenksystem, das seinen Facettenreichtum und die Vielfalt seiner Möglichkeiten und Ausdrucksformen begrenzt und systematisiert hat, um präzise formulierte Regeln zu erhalten
fraktale Geometriebefasst sich mit den komplexen Gebilden und Erscheinungen, wie sie auch in der Natur vorkommen (Oberfläche der Gebirge, Adernetz der Lungen etc.). Gegenpol zur euklidischen Geometrie, die sich mit einfachen Formen wie Gerade, Kreis, Würfel etc. befasst.
Furienrömische Rachegöttinnen
Hedonismusethische Richtung, begründet in der Philosophie des Epikur: Als höchstes sittliches Prinzip gilt der Glückszustand der Seele.
HexagrammHexagramme sind die 64 verschiedenen Linienzusammenstellungen aus dem I-Ging. Ein Hexagramm besteht aus sechs waagerechten Linien, die entweder ungebrochen (hart, durchgehend) oder gebrochen (weich, in der Mitte unterbrochen) sein können. Aus diesen sechs Linien lassen sich 26, d. h. vierundsechzig Hexagrammkombinationen bilden. Jedes dieser 64 Hexagramme steht für einen Vorgang, einen Wechsel, usw.
Hippie-Ärabegann in der 2. Hälfte der 1960er Jahre in den USA. Protestbewegung, in der Jugendliche ihrem Überdruss an der sinnentleerten Konsumgesellschaft durch eine gewaltlose Suche nach einem von Glück und sinnlichen Genüssen geprägten Dasein Ausdruck verliehen.
Homonym, HomonymieWort, das ebenso wie ein anderes geschrieben und gesprochen wird und dennoch eine völlig andere Bedeutung hat: Bank (zum Hinsetzen) - Bank (zum Geldanlegen)
I Ging (auch Yi Jing)"Buch der Wandlungen" (I/Yi bedeutet auf Chinesisch "Wandlung") Eine der ältesten Schriften Chinas, verfasst an der Wende vom 2. zum ersten Jahrtausend v. Chr. Wesentliche Gedanken entstammen dem Konfuzianismus, aber auch daoistische Gedanken sind eingeflossen. Basiert auf der Vorstellung zweier polarer Kräfte, Yin und Yang, deren Interaktionen alle Dinge ihr Dasein verdanken. Wird im Westen meist als Weisheits- und Wahrsagebuch verstanden.
IdeogrammSchriftzeichen, das einen ganzen Begriff bildhaft darstellt. Man findet sie in der ägyptischen Hieroglyphenschrift, in der Keilschrift und in der indonesischen Schrift.
inhärentetwas anderem innewohnend, eingeschlossen bzw. einbezogen durch etwas anderes
IntonationVeränderung der Tonhöhe oder Lautstärke beim Sprechen von Silben oder Sätzen. Art der Tongebung bei Sängern oder Instrumentalisten.
Jadegrüner, manchmal auch weißer Stein, häufig für Schmuck, früher auch für Waffen verwendet. Häufigstes Vorkommen in Burma und China
JesuitenGesellschaft Jesu, gegründet von Ignatius von Loyola und 1540 vom Papst bestätigt. Streng hierarchisch gegliedert, Bildung spielt eine große Rolle, früher großer Einfluss im politischen, kulturellen und künstlerischem Bereich
juridischder Rechtswissenschaft entsprechend, juristisch
kausalursächlich, das Ursache-Wirkung-Verhältnis in Rechnung stellend
kognitivFähigkeiten und Eigenschaften betreffend, die mit Verstand, Einsicht, Erkenntnis über Sachverhalte und Gegenstände in Zusammenhang stehen.
KomplementErgänzung
komplementärsich gegenseitig ergänzend
Komplementaritätwechselseitige Entsprechung der Struktur zweier Größen
konformistischist jemand, der sich nach Mehrheitsmeinungen richtet.
konsistent1. dicht, fest. Beschaffenheit einer Masse, die aus fest zusammenhängenden Teilen besteht. 2. In übertragenem Sinne: widerspruchsfrei
kontingentzufällig, wirklich oder möglich, aber nicht zwangsläufig und wesensnotwendig
KorrespondenzsystemZusammenhang von Dingen, die zueinander in einer Beziehung stehen, einander entsprechen
kosmopolitischweltbürgerlich
KosmosWeltraum, Weltall
LegalismusSystem, hervorgebracht von Ministern zur Zeit der Streitenden Reiche, als die Regenten ständig in blutige Konflikte verstrickt waren. Die Lehren des Legalismus befassen sich mit den Gesetzen und den Methoden zur Erhaltung der zentralen Macht im Staate.
LegalistenAnhänger des Legalismus, einer recht pragmatischen philosophischen Schule des alten China. Verzicht auf die Suche nach hehren menschlichen Idealen, Ablehnung des komplizierten konfuzianischen Moralsystems, stattdessen Konzentration auf das konkret Machbare
Lidie dynamische Ordnung der komplexen Wirkungsgefüge des Kosmos. In der Lehre des Konfuzius gutes Benehmen, die korrekte Einordnung in ein soziales Umfeld.
LiangName mehrerer chinesischer Dynastien
linguistischsprachwissenschaftlich
machiavellistischnach der Lehre des Machiavelli (italienischer Staatsmann, gestorben 1527), der die Erfordernisse der Politik über die Moral stellte
MagnetfeldZustand des Raumes in der Umgebung eines Magneten. Hier wirken Anziehungs- und Ausrichtungskräfte auf andere Magneten oder Eisenteile.
Mandarinbezeichnet im europäischen Sprachgebrauch die hohen Beamten des ehemaligen Kaiserreiches
mandarin-chinesischhochchinesisch. Dialekt von Peking
Mikrobekürzerer Ausdruck für Mikroorganismus: ein einzelliges Lebewesen, das man nur unter dem Mikroskop erkennen kann.
Monadedas Einfache, nicht Zusammengesetzte, Unteilbare. Nicht ausgedehnte, äußeren mechanischen Einwirkungen entzogene Substanzen.
MonadenlehreAbhandlung des Philosophen Leibniz aus dem Jahre 1714: Lehre über die Tätigkeit und Harmonie der vielen einzelnen geschaffenen und unteilbaren Substanzen (Monaden), über das Verhältnis der Monaden zueinander und den Veränderungen, denen es unterliegt
Mont Blanchöchste Berggruppe der Alpen, an der französisch-italienisch-schweizerischen Grenze
NuklearbombeBombe, deren Wirkung auf der Energie beruht, die durch Spaltung oder Verschmelzung von Atomkernen frei wird. Verursacht schwere gesundheitliche Schäden.
paradoxwidersprüchlich
Pharisäervor allem in griechischen Quellen (Neues Testament, Josephus) Bezeichnung für Vertreter einer jüdischen Religionspartei zwischen etwa 150 v. bis 70 n. Chr. Die Pharisäer legten großen Wert auf die Befolgung der biblischen Gebote (Thora) und erweiterten sie um eine "mündliche" Tora (Mischna). Zur Sicherung der jüdischen Existenz suchten sie einen Ausgleich mit der herrschenden römischen Macht und, wurden daher von Radikalen als "Heuchler" beschimpft.  Im Neuen Testament taucht diese Wertung mehrfach auf. Sie ging in mit diesem ungerechtfertigt negativen Beigeschmack in den allgemeinen Sprachgebrauch über.
Phonemkleinste sprachliche Einheit, die bedeutungsunterscheidend wirkt, aber selbst nicht bedeutungstragend ist: Bein / Pein (B und P)
Piktogrammein grafisches Symbol, das international verständlich ist und daher geeignet, sprachliche Verständigungsschwierigkeiten zu vermeiden, z. B. eine durchgestrichene Zigarette als Zeichen für: "Rauchen verboten!"
PolaritätGegensätzlichkeit; Vorhandensein zweier Pole
PyrenäenHochgebirge zwischen der Iberischen Halbinsel und dem restlichen Europa, dem Atlantischen Ozean und dem Mittelmeer. Über die Hauptkämme verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Spanien.
Quantein nicht weiter teilbares Energieteilchen, das verschieden groß sein kann
Rebirthingvon engl. rebirth, Wiedergeburt. Therapie, mit der Ereignisse vor oder während der Geburt bewusst gemacht und damit verbundene Traumata gelindert werden sollen.
Renchinesisch: Menschlichkeit. War eines der Ausbildungsziele des Konfuzius in seiner "Schulung" zukünftiger junger Staatsdiener. Die Zielsetzung des Meisters lässt sich kurz und schlagwortartig durch vier Begriffe umreißen: ren, Menschlichkeit; yi, Rechtschaffenheit; chi, Aufrichtigkeit, li, gutes Benehmen.
RepressionUnterdrückung, politische Gewaltanwendung
rigidestreng, unnachgiebig
silent majorityengl: schweigende Mehrheit
simultangemeinsam, gleichzeitig
Sinologejemand, der sich beruflich mit Sinologie befasst. Sinologie ist die Wissenschaft von chinesischer Kultur, Sprache und Literatur.
soziokulturellkulturelle Verhaltensweisen betreffend, die Ausdruck und Selbstdarstellung einer sozialen Gruppe prägen.
stoisch1. allgemein: gleichmütig, nicht aus der Ruhe zu bringen. 2: auf der Philosophie der Stoa beruhend. Stoa heißt eine Schule der altgriechischen Philosophie (gegründet um 300 v. Chr.). Gelehrt wurden die Einhaltung als nützlich und richtig erkannter ethischer Gesetze mit dem Ziel, die unerschütterliche Seelenruhe (ataraxia) zu erreichen.
subsumierbareinzuordnen. Grundform subsumieren: einordnen, unterordnen
suggerierenbeeinflussen, jemandem etwas einreden
synchrongleichzeitig erfolgend, gleichlaufend
synoptischzu Vergleichszwecken nebeneinander oder gegenüberstehend, z. B. synoptische Evangelien
syntaktischdem Satzgefüge (Syntax) entsprechend
synthetischzusammensetzend
Tai Chi (Chuan)traditionelle chinesische Bewegungsmeditation, die auf der Philosophie des Taoismus aufbaut. Soll die körperliche und seelische Balance erhalten
Taosiehe Dao
Taoismussiehe Daoismus
transzendentdie Grenzen der sinnlichen Erfahrung überschreitend
Trigramm8 Trigramme bilden die Grundlage des "Buches der Wandlungen" (I-Ging). Sie bestehen aus der Kombination von jeweils drei Yin- oder drei Yang-Linien. Die Trigrammen Qian und Kun nehmen dabei eine besondere Stellung ein, weil sie reines Yang (männliche Energie) bzw. reines Yin (weibliche Energie) verkörpern. Es sind die Urkräfte, aus denen alle Erscheinungen entstehen
Universalien1. Allgemeinbegriffe, allgemeine Ideen (Philosophie)
2. Eigenschaften, die alle Sprachen gemeinsam haben, z. B. Vokale (Sprachwissenschaft)
Wu Wei wörtlich: Nicht-Tun. Erscheint zum ersten Mal im Daodejing des Laozi. Bedeutet das Nicht-Eingreifen in den Lauf des Dao. Der Weise soll seine Umwelt nicht verformen und ihr nicht seinen Willen aufzwingen, sondern sich in sie einfügen. Laozi verband mit der Lehre des Wu Wei vor allem das Modell für eine gute Staatsführung.
YangYang hingegen bezeichnet die Natur des Himmels, ist ständig in Bewegung, steht für Kontinuität und Wandel, für das schöpferische Prinzip. Yang ist: das Warme, Harte, Geistige, Männliche, der Himmel, die Bewegung und die ungeraden Zahlen.
Yin und YangDie Yin-Yang-Polarität ist ein wesentliches Prinzip in allen Schulen der chinesischen Philosophie, nicht nur für den Taoismus Qualitäten der Lebensenergie, durch deren Wirken sich die Chinesen die Naturphänomene erklärte. Prozess der Teilung des Einen (Dao), durch die dieses erst als Lebensenergie (qi) in der Welt erkennbar wird. Yin ist nachgebend und weich, Yang hart und expandierend. Beide Kräfte kreuzen und vermischen sich unaufhörlich, bringen sich gegenseitig hervor.
Yindas Kalte, Weiche, Stoffliche, Weibliche, die Erde, die Ruhe und die geraden Zahlen
zyklischringförmig, regelmäßig wiederkehrend

Personen

NameWerdegang
Alexander der Große (336-323 v. Chr.)König von Makedonien. Besiegte mit einem griechisch-makedonischen Heer die Perser, eroberte Ägypten und gründete die Stadt Alexandria. Hinterließ das größte Reich in der antiken Welt, ermöglichte die weltweite Kultur des Hellenismus.
Anaximander (610-550 v. Chr.)Griechischer Philosoph. Fragte nach dem Ursprung der Welt und dachte die beiden Größen Weltentstehung und Weltherrschaft in eins. Verwendete vermutlich als Erster den Begriff arché als philosophischen Begriff. Identifiziert in ihm den Beginn des Weltprozesses, aus dem alles hervorgeht, mit der Macht, die den Kosmos beherrscht.
Aristoteles (384 v. Chr. – 322 v. Chr.)Einer der einflussreichsten Denker des Abendlandes. Neben Platon, seinem Lehrer, Begründer der Metaphysik. Griechische Philosophen fragten nach dem Wesen der Dinge, nach dem Verhältnis von Idee und Einzelding. Aristoteles wurde zum Gegner Platons.
Bataille, Georges (1897-1962)Französischer Schriftsteller und Theoretiker. Schrieb Romane und Erzählungen, aber auch soziologische, philosophische, ökonomische Abhandlungen. Skandalumwitterter Autor, im Leben wie im Werk sehr an Grenzüberschreitungen, Entgrenzungen und Exzessen interessiert. Erforschte die Erotik als Grenzüberschreitung und Seinsereignis.
Qin Shi Huang Di (259-210 v. Chr.)Kaiser von China. Begann als Fürst eines Feudalstaates, besiegte in zehnjährigen Feldzügen andere Feudalstaaten und vereinigte sie zum ersten chinesischen Einheitsstaat. Verfolgte die konfuzianischen Gelehrten.
Zhuangzi (auch Chuang-tzu, 365 - 290 v. Chr)war ein daoistischer Philosoph und Schriftsteller, stark vom Konfuzianismus beeinflusst, von dem er sich im Lauf seiner Entwicklung abwandte. Hauptwerk: "Das wahre Buch vom südlichen Blütenland". Nach Laozi der bedeutendste chinesische Philosoph.
Epikur (341 v. Chr. – 271 v. Chr.)Definierte die Philosophie als eine Tätigkeit, die durch Argumente und Gespräche das glückselige Leben verschafft. Hielt die sinnliche Wahrnehmung für die Basis aller Erkenntnis.
Euklid (lebte um 300 v. Chr.)Griechischer Mathematiker und Philosoph, dessen Geometrie für das abendländische Geistesleben bahnbrechend war. Hauptwerk: "Stoicheia", die Elemente.
Kant, Emmanuel (22.4.1724 – 12. 2. 1804)Bahnbrechender Philosoph der deutschen Aufklärung. Leitete eine Revolution des Denkens in die Wege, indem er bei der Begründung der Leistungen menschlicher Erkenntnis nicht länger nur vom Objekt, sondern von den Erkenntnisbedingungen im Subjekt ausging.
Konfuziuslatinisierte Form des Namens Kong Fuzi, "Meister Kong". Der Überlieferung zufolge 551 v. Chr. geboren. Begründer des Konfuzianismus, einer der wichtigsten und erfolgreichsten philosophischen Schulen des klassischen China, die stets in Spannung zum Daoismus stand - wechselseitige Vermischungen dennoch nicht ausgeschlossen. Konfuzius entwickelte Regeln des Zusammenlebens und der Staatenführung, die sich an der idealisierten Vergangenheit der Chou-Zeit orientieren. Sah sich als Bewahrer der Tradition und wollte vielseitig gebildete junge Menschen heranziehen, die fähig sind, im Staatsdienst Aufgaben zu übernehmen.
Laozi(andere Schreibweise: Lao tse) Soll um 500 v. Chr. gelebt haben Ob es ihn wirklich gegeben hat, ist nicht sicher. Dennoch gilt er als zentrale Gestalt und wichtigster Weiser, als Urvater des Taoismus, für den liturgischen Taoismus sogar als einer der drei höchsten Götter. Verfasste der Legende zufolge das Daodejing.
Leibniz, Gottfried Wilhelm (1664 – 1716)Deutscher Philosoph. Hauptthema: Einheit der göttlichen und menschlichen Vernunft. Lehren über die Substanz und ihren Elementcharakter.
Liezi (auch Liä Dsi, Lieh-tzu)Daoistischer Philosoph der Zeit der Streitenden Reiche und der Tradition nach Verfasser des gleichnamigen Werks, das auch den Titel "Das wahre Buch vom Quellenden Urgrund" trägt. Ob es wirklich von Liezi stammt oder nicht erst viel später, in der Jin-Dynastie (265-420 n.Chr.) entstanden ist, ist umstritten. Das siebte Kapitel enthält den einzigen überlieferten Abriss der Lehren Yang Zhus.
Mark Aurel, eigentlich Marcus Aurelius Antonius (121-180 n. Chr.)Musste in dauernden Kriegen das Reich vor dem Zusammenbruch bewahren. Hoch gebildet, geprägt von der stoischen Philosophie. Verfasser der "Selbstbetrachtungen".
Menzius(latinisierte Form von Mengzi oder Meng-tsu). Konfuzianischer Philosoph aus der Ära der "Streitenden Reiche". Gab dem Konfuzianismus eine idealistischere Ausrichtung, indem er lehrte, dass der Mensch ein angeborenes Wissen des Guten besitze.
Pascal, Blaise (1623-1662)Berühmtester Denker der französischen Klassik. Befasste sich mit theologischen, philosophischen, logischen, mathematischen und physikalischen Fragen. Nach seinem Erweckungserlebnis am 23. November 1654 bezweifelte er die Möglichkeit wirklich sicherer Erkenntnis durch die mathematische Vernunft und entwickelte in seinem Denken und in seinem Leben eine christlich-spirituelle Grundhaltung.
Rousseau, Jean-Jacques (28. 6. 1712 – 2.7. 1778)Einer der berühmtesten Vertreter der Aufklärung. Philosoph, Schriftsteller und Pädagoge, Musiker und Musiktheoretiker. Gesellschaftskritiker. Ging von einem "Naturzustand" aus, in dem die Menschen seiner Meinung nach frei, gut und einander gleich waren.
Wilhelm, Richard (1873-1930)Theologe, Pfarrer, Missionar, Pädagoge, Übersetzer chinesischer Texte. Bewunderte die chinesische Kultur, wandte sich gegen eine eurozentrische Sichtweise, wandte sich mehr und mehr von der Missionstätigkeit ab.
Yang Zhu(andere Schreibweise: Yang Chu) Lebte um das 4.-3. Jahrhundert v. Chr. Daoistischer Philosoph, Gegner der konfuzianischen Schule, lehrte die Wertschätzung des Lebens und die Achtung des Selbst. Sein Werk ist nicht erhalten. Grundrisse seiner Lehre sind überliefert im Liezi, dem "Wahren Buch vom Quellenden Urgrund"
Yao (2333-2234, nach anderer Rechnung 2356-2255 v. Chr.)Einer der legendären fünf Kaiser Chinas (chin. Wu Di). Jedem der 5 Kaiser ist eines der 5 Elemente zugeordnet. Die Wu-Di-Gruppierung spiegelt das System kosmologischer Zuordnung wider.

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