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Ende der Welt Hund und Herrchen

Politiker haben gerne Hunde als Haustiere. Und oft passen Hund und Herrchen ja auch wunderbar zusammen. Doch welcher Hund passt gut zu einer Partei? Ein Schäferhund für die AfD? Der vom Aussterben bedrohte Großspitz für die SPD? Und was haben Zwergkanninchen und Löwen damit zu tun? Eine Glosse von Astrid Himberger.

Von: Astrid Himberger

Stand: 09.09.2019

Quizfrage: Was haben Boris Johnson, Bodo Ramelow und Wladimir Putin gemeinsam? Ja sie sind alle drei Männer. Aber das meine ich nicht. Eine Idee? Auch die Queen und der ehemalige US Präsident Harry Truman gehören dazu. Sie alle hatten oder haben Hunde. Harry Truman hat mal gesagt, „wenn Du in Washington einen Freund haben willst, musst du dir einen Hund zulegen“. Das mag sich in der vergangenen Woche wohl auch Boris Johnson gedacht haben und holte sich aus dem Tierheim medienwirksam einen Hundewelpen.

Interessant ist, dass Politiker, wenn sie überhaupt ein Haustier haben meistens einen Hund haben. Oder kennen sie einen der stolz seinen Zwerghamster präsentiert? Oder seinen Rennmäusen einen Twitteraccount einrichtet? Nein, Hunde sind die Tiere der Wahl für Politiker, um zu zeigen wie wahlweise tierlieb sie sind oder wie groß und stark sie sind – fragen sie mal Herrn Putin. Da sagt das Bild von Mann und Hund mehr als jedes Wahlplakat.

Das wäre es doch überhaupt – jeder Partei ihren Hund. Denn die Parteien sind ja angeblich so verwechselbar geworden, da wäre doch ein Hund quasi als Markenkern ideal. Aber welcher Hund passt zu welcher Partei? Gut bei der AfD wäre das relativ simpel. Was außer einem deutschen Schäferhund käme da in Frage. Selbstverständlich reinrassig unter gar keinen Umständen ein Mischling.

Bei der CDU irgendwas, was optisch gut zu ihrer Chefin passt. Vielleicht der Deutsch Kurzhaarhund? Die Rasse heißt wirklich Deutsch Kurzhaar.

Für die SPD würde der Großspitz passen. Der Großspitz ist vom Aussterben bedroht. Denn er war ursprünglich ein Arbeitshund der Haus und Hof bewacht hat. Und da niemand mehr so richtig viel Haus und Hof hat, sondern eher Mietskaserne gibt es nicht mehr so viele von ihnen. Arbeiterhunde und Arbeiterparteien haben es eben schwer.

Für die Grünen muss irgendwas Beliebtes her. Die französische Bulldogge ist – glaubt man dubiosen Seiten im Internet – der beliebteste Hund in Deutschland. Wenn man sich allerdings Fotos von Bulldoggen anschaut, sollten die Grünen vielleicht doch lieber bei Robert Harbeck bleiben. Knuffiger als der, kann kein Hund schauen.

Der Ostdeutsche mochte lieber Zwergkanninchen

Bei der FDP ist die Hunderasse weniger wichtig, als die Funktion. Die FDP ist auf jeden Fall ein Begleithund. Jahrelang hat sie wahlweise die CDU begleitet oder die SPD. Als sie dann allerdings die SPD und die Grünen begleiten sollte, war ihr das irgendwie zu viel. Man darf halt einen Begleithund nicht überfordern.

Und Die Linken. Nun in der DDR waren Hunde nicht besonders beliebt. Vermutlich hat ihnen ihr Job an der Mauer keine Symphatiewerte eingebracht. Der Ostdeutsche mochte lieber Zwergkanninchen. Ist doch auch ein schönes Tier für die Linke.

Bleibt im Parteienspektrum noch die CSU. Das Tier, dass die CSU am ehesten versinnbildlicht ist natürlich kein Hund sondern der Löwe. Ist doch klar. Der ist groß, reißt das Maul auf und brüllt laut. Aber auch da ist es oft wie bei den Hunden. Denn Hunde und Löwen die bellen, beißen nicht.


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