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Ende der Welt - Die tägliche Glosse Klassenclown fürs Weltall

NASA-Forscher haben herausgefunden: Jede Marsmission braucht einen Crew-Clown. Was die Forscher nicht ahnen: Bayern will sogar einen Chef-Clown in Personalunion auf die Reise schicken – den Chef-Bavarionauten! Eine Glosse von Johannes Marchl.

Von: Johannes Marchl

Stand: 20.02.2019

Sind Sie auch manchmal auf Mamiweb unterwegs?! Mamiweb – dieser Online-Ratgeber in Sachen Erziehung… So wie zum Beispiel die Mami von Julian (fast vier)?! Sie hat ein großes Problem. Denn Julian lässt sich im Kindergarten nicht bändigen. Er spielt den Gruppenclown und sucht immerzu Aufmerksamkeit. Die Schimpfwörter der Großen kann er alle und benutzt sie auch. Julians Mami ist echt verzweifelt, sagt sie.

Aber Trost naht! Denn vielleicht wird doch nochmal was aus Julian, dem Gruppenclown. Vielleicht fliegt er sogar zum Mars. Denn so wie es ausschaut, sucht die NASA demnächst genau solche Gruppenclowns. Also demnächst, 2033. Denn dann werden – so der Plan – erstmals Astronauten zum Mars starten. Und weil es in der Kapsel nicht nur eng ist, sondern der Flug auch ordentlich Überlänge hat und wenn es keine Verspätung gibt mindestens drei Jahre dauert, braucht´s für die Crew dringend einen Crew-Clown. Jede Gruppe braucht einen Clown, so sagen die NASA-Forscher, damit aus der Gruppe ein Team wird.

Und so ein Schelm hat ja durchaus Tradition: Schon die Herrscher im Mittelalter haben sich einen Hofnarren gehalten. Der in seiner Narrenfreiheit Kritik üben durfte, die Anwesenden Hochwohlgeborenen parodierte und seine Späße treiben konnte – zumeist unbestraft. Quasi das Politikerderblecken des Mittelalters. Schwierig wird es erst dann, wenn die Politiker die Narrenrolle übernehmen und selbst das Derblecken anfangen, wie das der Markus Söder als Finanzminister noch getan hat, aber jetzt ist er ja Herrscher. Und Ministerpräsident und Hofnarr gleichzeitig – also bitte!

Wer braucht schon Ground Control, wenn man Söder heißt?!

Wobei: Vielleicht ist alles eine lang angelegte Strategie! Erinnern Sie sich an seine „Bavaria One“-Aktion kurz vor der Landtagswahl?! Major Markus strebt ins Weltall mit der bayerischen Raumfahrtstrategie „Bavaria One“. Völlig losgelöst – wer braucht schon Ground Control, wenn man Söder heißt?! Dazu noch sein Vorhaben, das Ministerpräsidentenamt auf zehn Jahre zu begrenzen – wo kommen wir da raus?! Genau – „Langfriststrategie“ - ungefähr 2030. Söder will auf den Mars! So schaut´s aus! Und das gleich in Personalunion, als Chef-Clown! Mit der Bavaria One der NASA eine Nase zeigen, das wärs doch. Markus, der Chef-Bavarionaut!

Jetzt ist nur noch das Problem mit den 400 Millionen Kilometern, den drei Jahren und denen die mitwollen… Weil ja engster Raum und vielleicht kommt doch ein Alien vorbei und so. Aber wie haben es die NASA-Forscher so schön formuliert: Auf der langen Reise zum Mars ist die größte Herausforderung nicht das Weltall, sondern der Mensch. Also, Scheuer, Dobrinth, wie schaut´s aus?


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