Bayern 2 - Notizbuch


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Zeugnisse Promis und ihre Schulzeit

Wer verschaffte sich den nötigen Respekt, indem er seinen Peiniger vor versammelter Klasse vermöbelt hat? Und wer hatte Angst vor Handarbeit? Promis stehen Rede und Antwort.

Stand: 26.07.2019

Schlechte Noten, große Karriere: Thomas Gottschalk und Günther Jauch | Bild: picture-alliance/dpa

Urban Priol

"Mut zur Lücke", das war die Devise des Kabarettisten, Schriftstellers und Moderators. Die daraus entstandene Fähigkeit zum ständigen Improvisieren, so glaubt er, hat er aus der Schule mitgenommen. Genauso wie eine große Portion Fantasie, weil er sich immer wieder "fabelhafte Ausreden" einfallen lassen musste. Sein schönstes Schulerlebnis habe auf einem englischen Fußballplatz stattgefunden, nämlich als er in der elften Klasse in England war und - von allen belächelt - als Tore schießender Vorstopper brillierte. "Danach war ich der König", meint Priol.

Christine Neubauer

Schon im Kindergarten hat es der Schauspielerin und Autorin nicht besonders gut gefallen: "Ich war gern zu Hause". Auch in der Schule musste sie am Anfang die Tränen unterdrücken. Richtig schön wurde es immer dann, wenn sie - schon in der Volksschule ganz die Schauspielerin - während der Mathestunde fürs Schultheater proben durfte. Wie Amelie Fried wusste sich auch Christine Neubauer gegen aufdringliche Mitschüler zu wehren. Aus der finalen großen Schlägerei auf dem Schulhof ging sie, nach eigenen Angaben, als Siegerin hervor.

Michaela May

Noch ganz genau erinnert sich die Schauspielerin an diesen "typischen Schulgeruch" an ihrem ersten Tag. Weil sie schon als Kind öfters schauspielerte, blieb ihr der dann aber immer mal wieder für einige Zeit erspart. Nicht erspart blieb ihr dagegen die Angst vor den Handarbeitsstunden. Beim Topflappen-Häkeln habe sie immer zu fest angezogen. Und die Lehrerin lauerte schon mit dem Lineal in der Hand.

Georg Hackl

Der ehemalige Rennrodler kann sich an seinen ersten Schultag nur noch ganz dunkel erinnern. Ein "großer Menschenauflauf" ist ihm im Gedächtnis geblieben und das Gefühl, jetzt "in die große weite Welt hinaus zu können" - was bei sechs Olympia-Teilnahmen ja auch irgendwie funktioniert hat. Bei der Frage nach seinem schönsten Erlebnis in der Schulzeit bleibt Schüler Hackl ganz pragmatisch: Natürlich der jeweils letzte Tag vor den Sommerferien.

Amelie Fried

Die Autorin und Fernsehmoderatorin erinnert sich noch heute an ein Foto von ihrem ersten Schultag - im Dirndl. "Sehr besorgt" habe sie da ausgesehen. Dazu gab es aber dann eher weniger Grund. Die nach eigener Aussage "ganz gute, aber nicht brillante Schülerin" Amelie Fried hat immerhin zwei Klassen übersprungen. Die Internatsschule im hessischen Heppenheim hat, wie sie selbst sagt, ihr Leben stark beeinflusst. Noch heute, mehr als 30 Jahre nach dem Abitur, pflegt sie enge Freundschaften zu ehemaligen Mitschülern. Ob allerdings der Junge dazugehört, den sie wegen permanenten Mobbings "öffentlich" verdroschen hat, wissen wir nicht.

Günther Jauch und Thomas Gottschalk

Zusammen erreichten sie Kultstatus. Thomas Gottschalk und Günther Jauch "erquasselten" sich ihre Karriere. Besonders mit den "B3-Radioshow"-Übergaben prägten sie einen ganz eigenen Stil: Von 1985 bis 1989 moderiert Gottschalk die "B3-Radioshow", danach übernimmt dann Günther Jauch die Regler und informiert über die Themen des Tages. Und dazwischen klopfen die beiden Sprüche, was das Zeug hält. Wenn's sein muss, auch über alte Zeugnisse.


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