Bayern 2 - Notizbuch


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Tipps für den Haushalt Mit einfachen Tricks Energie einsparen

Immer mehr Geräte haben Energielabels. Doch neben dem, was die Industrie an Energie einsparenden Produkten hervorbringt, spielt das Nutzerverhalten immer noch die wichtigste Rolle.

Von: Walter Kittel

Stand: 06.02.2019

Energie sparen-Anzeige leuchtet | Bild: picture-alliance/dpa

Überprüfung der Leuchtmittel

Energieberater Matthias Schütt von den Stadtwerken München überprüft zunächst die Leuchtmittel in den Fassungen der Lampen. Denn ab und zu verbergen sich dort noch immer alte Glühbirnen. Diese sollten so bald wie möglich ausgetauscht werden. Denn der durchschnittliche Stromverbrauch einer alten 60 Watt Birne kostet im Jahr rund 16 Euro, eine entsprechende LED verbraucht jedoch nur für rund 2 Euro Strom.

Ein Austausch der sich lohnt: LEDs statt Glühbirnen

LEDs passen mittlerweile in alle gängigen Fassungen. Und die Lichtfarben reichen von gemütlichem Warmweiss fürs Wohnzimmer bis zu kühlem Licht für Arbeitsplätze.

Sparduschköpfe installieren

Im Bad wird oft viel Energie verschwendet. Denn das Duschwasser zu erhitzen, erfordert erheblichen Einsatz von Ressourcen. Energieberater Schütt empfiehlt deshalb Sparduschköpfe. Die sorgen dafür, dass Wasser mit viel Luft versetzt wird und der Verbrauch deutlich sinkt.

"Es gibt Sparduschköpfe, die nur ungefähr die Hälfte des Wassers durchlassen wie die normalen Duschköpfe. Zwischen 6 und 9 Liter, das sind diese Sparduschköpfe."

Michael Schütt, Energieberater SWM

Sparsam Duschen klappt mit einem Sparduschkopf

Von außen sieht man Duschköpfen jedoch nicht immer an, ob sie sparsam sind oder nicht. Durch das Messen des Wasserverbrauchs kann das aber leicht getestet werden. Läuft ein 10 Liter Eimer bei aufgedrehtem Hahn nach einer Minute randvoll, handelt es sich um keinen Sparduschkopf.

Waschen mit 30 Grad

Auch mit Waschmaschinen kann viel Energie gespart werden. Denn die meisten Maschinen sind heute in der Lage, eigentlich fast alles mit 30 Grad sauber zu bekommen. Im Vergleich zu einem 60 Grad Waschgang wird so nur die halbe Menge Energie verbraucht. Zudem können Waschmaschinen problemlos an Warmwasserleitungen angeschlossen werden. Auch das ist effizienter, als kaltes Wasser komplett in der Maschine aufzuheizen.

Standby-Betrieb

Nicht immer sind Geräte im Standby Modus Stromfresser. Wird jedoch zum Beispiel ein Netzteil warm, kann das ein Hinweis auf einen hohen Stromverbrauch sein. In solchen Fällen sollten die Geräte nicht dauernd angeschlossen sein.

Energie sparen in der Küche

Wer einen Gasherd hat, egal ob es sich um ein älteres oder neues Modell handelt, kann beim Kochen jede Menge sparen. Denn Strom ist im Vergleich zu Gas rund viermal teurer.

"Ich koche mit Gas immer billiger. Und die Wärme geht natürlich auf in den Raum. Im Sommer habe ich nichts davon, aber im Winter."

Michael Schütt, Energieberater SWM

Beim Kühlschrank gilt: Energieeffizienzklasse beachten und Öffnungszeiten minimieren

Auch mit Kühlschränken sollte vernünftig umgegangen werden, damit sie sich nicht zu Energiefressern entwickeln. Deshalb nie zu lange die Tür offen stehen lassen und warten, bis die ganze kalte Luft rausgefallen ist. Auch das ist ein ganz einfacher Trick, um Strom zu sparen.


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