Bayern 2 - Notizbuch


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Umfassender Schutz durch Vorsorge

Stand: 16.09.2019

Mädchen wir geimpft | Bild: picture alliance / Sven Simon

Wie lange hält ein Impfschutz vor, kann ich trotzdem erkranken, sind mit einer Impfung Risiken verbunden? Soll man sich gegen Grippe impfen lassen? Einfache Antworten auf diese Fragen gibt es nicht, denn verschiedene Impfungen werden aus unterschiedlichen Gründen empfohlen. In jedem Fall sollte eine ausführliche Beratung durch den Haus- beziehungsweise Kinderarzt obligatorisch sein.

Überprüfen Sie Ihren Impfschutz - zum Schutz der Gemeinschaft

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt, den eigenen Impfschutz von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Um die Bevölkerung vor der Ansteckung mit gefährlichen Erregern zu schützen, erneuert die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) deshalb stets ihre empfohlenen Schutzimpfungen.

Neue Impfempfehlungen der STIKO

Zu den wichtigsten Neuerungen bei den aktuellen Impfempfehlungen der Kommission am RKI gehört die Impfung gegen Influenza (sogenannte Grippeimpfung) mit dem Vierfach-Impfstoff - er soll gegen vier Grippevirusvarianten schützen und wird insbesondere Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranken empfohlen.

Weitere neu hinzugekommene Impfempfehlungen sind die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes zoster) - ebenfalls für Menschen ab 60 Jahren - und die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV). Diese Impfung wird nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. HP-Viren werden hauptsächlich durch Sexualkontakte übertragen und können vor allem Krebs am Gebärmutterhals verursachen. Sie gelten aber auch als tumorgefährdend für After, Penis, Mund und Rachen.

Impfungen zum Schutz der Gemeinschaft

Das Ziel von Impfungen ist, nicht nur den Geimpften selbst vor Krankheiten zu schützen, sondern auch eine Ausbreitung von zum Teil lebensbedrohlichen Erregern in der gesamten Bevölkerung zu verhindern. Im Idealfall können einzelne Krankheitserreger durch Impfungen sogar weltweit ausgerottet werden. Dies kann aber nur bei hohen Impfquoten gelingen.

Beispiel Masern

Laut Robert-Koch-Institut waren zuletzt 92,8 Prozent der Schulanfänger ausreichend gegen Masern geschützt. Dafür sind zwei Impfungen nötig. Um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, müssten aber mindestens 95 Prozent geimpft sein. Der Impfschutz jedes Einzelnen ist wichtig, um diejenigen zu schützen, die aus körperlichen Gründen nicht geimpft werden können. Ist ihr Umfeld geschützt, bewahrt auch sie das vor einer Ausbreitung und Ansteckung mit der Krankheit. Diesen Schutz nennt man Herdenimmunität oder neuerdings auch Gemeinschaftsschutz.

Masern können lebensbedrohlich sein

Denn eine sogenannte "Kinderkrankheit" wie Masern ist nicht harmlos. Masern sind hochansteckend und können im Einzelfall lebensbedrohlich werden. Auch Erwachsene können sie bekommen, wenn ihr Impfschutz nicht ausreichend ist. Die charakteristischen Flecken sind bei weitem nicht das Schlimmste. Gerade bei Erwachsenen kann es häufig zu schweren Komplikationen kommen: von Lungenentzündungen bis zu gefährlichen Hirnschäden.

Diskussion

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