Bayern 2 - Nahaufnahme


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Die Zukunft des Bauens Hölzerne Wolkenkratzer und Häuser aus dem 3D-Drucker

Holz liegt auf alle Fälle im Trend. Ende dieses Jahres soll das Wiener Holz-Hochhaus "HoHo" fertiggestellt werden: 84 Meter und 24 Geschosse hoch. Das bisher höchste wurde im kanadischen Vancouver gebaut – es misst 53 Meter. Bereits seit 2011 steht das H8 im oberbayerischen Bad Aibling und gehört gemeinsam mit dem Berliner E8 zu den höchsten Holzgebäuden Deutschlands.

Von: Moritz Holfelder

Stand: 31.10.2018

Nicht mehr lange, denn es befinden sich andere Hochhäuser im Bau, die das H8/E8 übertreffen werden, so etwa in Würzburg und München. Moritz Holfelder macht sich in seiner Nahaufnahme auf den Weg, die Zukunft des Bauens zu erforschen.

Gemeinsam mit dem Allgäuer Spezialisten Josef Ambros besucht unser Autor Baustellen, auf denen gerade an modernen Holzbauten gearbeitet wird.

Holzbauprojekt in München Schwabing

"Das ist nicht ein Baustoff der Zukunft, das ist d e r Baustoff der Zukunft! Sagen Sie mir einen anderen nachwachsenden Baustoff, der das leisten kann, der auch am Schluss noch komplett CO2-neutral zu entsorgen ist, da gibt es keinen."

Josef Ambros, Holzbauexperte

Er trifft den japanischen Stararchitekten Kengo Kuma, der Holz als den ultimativen Baustoff der Zukunft ausgerufen hat – und er redet im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mit der Architektin Karin Sandeck, die dort die Abteilung Experimenteller Wohnungsbau leitet.

Kengo Kumas Meditationshaus zwischen Klais und Elmau

"Holz ist ein magisches Material. Holz prägt einen Raum ganz wesentlich, mehr als andere Materialien, weil es atmet und nach etwas riecht. Und wenn wir es nutzen, ist das im Gegensatz zu Beton oder Stahl auch hilfreich, um die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen. Holz absorbiert CO2 – wenn wir es vermehrt als Baumaterial verwenden, vermindern wir so die Risiken des Klimawandels."

Kengo Kuma, japanischer Architekt


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