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Münchner Schmuckwoche Gipfeltreffen der Goldschmiede

Jedes Jahr Anfang März ist die "Münchner Schmuckwoche" das Gipfeltreffen von Schmuckkünstlern und -interessierten aller Art: Künstler, Galeristen und Sammler aus aller Welt kommen nach München und haben die Qual der Wahl unter fast 80 Schmuck-Ausstellungen in der Stadt. München gilt als Welthauptstadt des sogenannten Autorenschmucks.

Von: Julie Metzdorf

Stand: 09.03.2018

Damit sind jene Schmuckstücke gemeint, die als Einzelstücke gefertigt werden und absolut tragbar sind, die in ihrer handwerklichen Perfektion und mit ihren komplexen philosophischen und ästhetischen Konzepten aber doch eher als Kunstwerk bezeichnet werden müssen.

Kern der Schmuckwoche ist die Ausstellung "SCHMUCK" auf der Internationalen Handwerksmesse in Riem. Seit 1959 findet diese Sonderschau der IHM in München statt. Sie ist die weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössischen Schmuck. Junge Goldschmiede und bekannte Schmuckgestalter setzen mit ihren dort gezeigten Exponaten Maßstäbe. Den Machern geht es dabei schon lange nicht mehr um den Materialwert ihrer Objekte, wie der Schweizer Schmuckkünstler David Bielander sagt:

"Man stellt eine Arbeit her, man entwickelt eine Arbeit aus der Diskussion mit sich selber und präsentiert das kompromisslos der Öffentlichkeit, so wie ein freier Maler ein Bild malt, so entwickle ich meinen Schmuck, ich mache keine Marktanalysen, es geht darum, dass ich dieses Ding machen muss."

David Bielander

BR-Autorin Julie Metzdorf hat sich ins Getümmel der Schmuckinteressierten gemischt, hat Künstlern über die Schulter geschaut und Sammlern aufs Handgelenk, hat Galeristen nach ihren Beweggründen und Kunsthistoriker nach ihrer Expertise gefragt und macht in ihrer Reportage deutlich, was München in der internationalen Schmuckszene für einen Sonderstatus hat.


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