Bayern 2 - Nachtmix


8

Neuerscheinungen der Woche Neue Alben von Jarvis Cocker, Nicolas Jaar und den Pretenders

Die Neuheiten der Woche im kompakten Überblick. Wir hören hinein in die frischen Werke von u. a. Nicolas Jaar, Genevieve Artadi, Zara McFarlane, Protomartyr, Jarvis Cocker, L.A. Salami, Lianne Le Havas, Joy Division, Fred & Luna, Jonathan Bree, den Pretenders und Art Blakey & The Jazz Messengers.

Von: Ralf Summer

Stand: 16.07.2020 23:05 Uhr

Joy Division - Closer  | Bild: Warner Music International

PRETENDERS – Hate For Sale

Chrissie Hynde ist zurück mit den Pretenders. Und dem ersten Album, das sie mit der Band eingespielt hat, mit der sie seit ihrem Comeback unterwegs ist. Die Pretenders waren Ende der 70er/Anfang der 80er stilprägend für den Pop der Post-Punk-Sound Englands und landete Charthits wie „Brass In Pocket“, „Kid“ oder „I Got You Babe“ - mit UB40. Ihr elftes Album trägt den Titel „Hate For Sale“ - als gebürtige US-Amerikanerin vermutet man bei ihr eine Anspielung auf Donald Trump, der Hass gilt aber ihren Ex-Männern.

Der Titelsong ist außerdem eine Widmung für die erste Punkband, The Damned. Alle Songs hat Chrissie Hynde mit ihrem Gitarristen James Walbourne geschrieben – hat gedauert, Walbourne ist ein gefragter Mann – u. a. spielt er auch für Jerry Lee Lewis und Dave Gahan. Hynde sagt, dass sich das Schreiben mit ihm so gut anfühlt, als würde man sein Lieblingspaar Stiefel anziehen. Musikalisch gibt’s einen Mix aus Rock, Punk und Reggae. Der Song „Lightning Man“ handelt von Richard Swift, ein Musiker, der beim letzten Album half – und der inzwischen verstorben ist – vermutlich an den Folgen seinen Tequila-Konsums, wie Hynde sagt. Alles in allem ein soldies Spätwerk der Band, die eigentlich alle Rockabillies sind, so Hynde – vielleicht sogar Hillbillies, wie sie scherzt. Das erste Lob für die Platte kam von einem ihrer größten Fans: dem Gitarre spielenden Ex-Tennisstar John McEnroe. Er sagt zu „Hate For Sale“: „Oldschool, I love it! Die Songs kurz und süss. Rock'n'Roll vom Feinsten!“ (7,0 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Pretenders - Hate For Sale (Official Video) | Bild: The Pretenders (via YouTube)

Pretenders - Hate For Sale (Official Video)

JARV IS … – Beyond The Pale

Jarvis Cocker ist eine der schillerndsten Figuren der britischen Popszene: als Sänger und Texter der Band, Schöpfer unsterblicher „Britpop“-Hymnen wie „Disco 2000“ oder „Common People“. „Britpop musste vernichtet werden, weil er nichts Interessantes hervorgebracht hat“, sagt er heute. Nach einem Klavieralbum mit Chilly Gonzalez nun also ein Soloalbum des Kassen-Gestell-Brillenträgers, der sich auch als Radiomoderator einen Namen machte („Sunday Service“/BBC 6 Music). „Muss ich älter werden? Muss ich mich weiterentwickeln?“ fragt er in „Must I Evolve“ und der Chor antwortet „Ja“! House-Music-Pionier Frankie Knuckles wird in dem Vorabstück auch erwähnt. Und mit „House Music All Night Long“ taucht dessen Dance-Genre gleich nochmal auf. Jarv Is … klingt denn auch elektronischer als Pulp. Und ernster „We´re living on the brick of extinction“ - „wir leben am Rande der Auslöschung“ singt er. Drei Frauen und drei Männer gehören zu Jarv Is... Sie haben sich gegründet, als Cocker gefragt wurde, ob er nicht in Island bei einem Festival spielen würde.

Geoff Barrows von Portishead hat die Band live gesehen und gesagt: ihr müsst ein Album machen! Wir sind froh, dass Jarvis nach elf Jahren Solopause und sieben Jahre nach dem Ende von Pulp wieder da ist. Auch wenn die neuen Lieder alle keine echten Hits sind. Aber trotzdem eigen und gut. „Must I Evolve?“ Aber sicher doch! Als nächstes kommt ein Buch von ihm – passender Titel „This Book Is A Song“. (8,0 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

JARV IS... SAVE THE WHALE | Bild: Jarvis Cocker (via YouTube)

JARV IS... SAVE THE WHALE

L.A. SALAMI – The Cause of Doubt & a Reason to Have Faith

Dieser Musiker wird mit Lob überschüttet: Kritiker vergleichen seine Lyrics mit denen von Joni Mitchell oder Neil Young. Und die Kollegen vom öffentlich-rechtlichen Radio in den USA, NPR bezeichnete ihn als Poeten vom Schlage Bob Dylans, der mit HipHop sozialisiert wurde. Ein Rapper wird im zweiten Song besungen: „vielleicht ist Kanye West wirklich verrückt, aber vielleicht hat er nicht immer Unrecht“. Hinter L.A. Salami. steckt der Afro-Brite Looman Adekunie Salami. Einige Lieder auf seinem dritten Album enden mit Radio-Frequenz-Suche - wenn das noch jemand kennt. Er vermisst das Chaos der alten Musik, wie er sagt: „Robert Johnson, Captain Beefheart, der Wu-Tang Clan. Mein neues Album könnte ein Liebesbrief an Lou Reed und The Velvet Underground sein“, so Salami. Mit sieben Liedern ist es ein leider kurzer Liebesbrief. Aber einen, den man gern vertont bekommt. Vor allem wenn er Mundharmonik spielt. Die Singles „The Cage“ und „Things Ain´t Changed“ erinnern an eine soulige Version von The Streets. Seine Karriere begann, als er 2012 die englische Musikerin Lianne La Havas begleitete. Auch sie bringt ein neues Album raus. (8 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

L.A. Salami - The Cage (Official Video) | Bild: L.A. Salami (via YouTube)

L.A. Salami - The Cage (Official Video)

LIANNE LA HAVAS – Lianne La Havas

Lianne Le Havas begann die Aufnahmen zu ihrer neuen Platte an einem besonderen Zeitpunkt: nach dem Auftritt beim Glastonbury OpenAir. Vor Corona spielte sie noch mit dem BBC Symphony Orchestra, doch ihre Tour musste wegen Covid abgesagt werden. Am Mittwoch spielte die Britin für ihre Fans ein exklusives Youtube-Konzert, für das man Tickets brauchte: sie stellte ihr drittes, unbetiteltes Album vor. Die Erlöse gingen an #BlackLivesMatter. Ebenso wie die Einnahmen, die ihr Radiohead-Cover „Weird Fishes“ einspielt. Die Single der Platte hatte bei Annie Mac auf BBC Radio 1 Premiere - als „Hottest Record“. Auf der neuen Single „Can´t Fight“ wirkte UK-Shooting Star Mura Masa mit. „Lianne La Havas ist wieder geboren“, jubeln die Kritiker auf der Insel: „Breitwand-Soul, der wie heisse Butter zerläuft.“ La Havas ist ein Talent: das Video zu „Paper Thin“ hat sie selbst gedreht. Und ist stolz auf die neuen Lieder „Das Beste daran ist, dass es meine sind und ich wirklich an sie glaube“, sagt sie. „Das bin wirklich ich. Daher kann ich gar keine Angst davor haben, zu tun, was ich tue, und zu sein, wer ich bin.“ (7 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Lianne La Havas - Can't Fight (Official Music Video) | Bild: Lianne La Havas (via YouTube)

Lianne La Havas - Can't Fight (Official Music Video)

ZARA McFARLANE – Songs of an Unknown Tongue

Zara McFarlane beleuchtet auf „Songs Of An Unknown Tongue“ weiter ihre britisch-jamaikanische Identität und führt das musikalische Erbe der Karibik fort – mitgeformt von der Jazzszene Londons. „Everything Is Connected“ ist sie sicher, sie hütet den „Black Treasure“, lauscht den „Future Echoes“, erforscht die „Roots Of Freedom“. Album Nummer 4 ist eine Erkundung der esoterischen Geschichte Jamaikas ist, so McFarlane, „eine Meditation über Geschichte und schwarzes Erbe“ - Folkrhythmen, unterlegt mit elektronischen Beats. Auf Jamaica entdeckte sie alte Rhythmen, die sie faszinierten. Auch die Trommelrituale zum Tod ihrer Großmutter kann sie nun verstehen. Dabei hätte es ein Musical werden sollen – über die jamaikanische Legende von der „White Witch of Rose Hall“-Spukgeschichte.

Nun also wurden Themen wie Imperialismus, Kolonialismus, race und Identität von ihr verhandelt. Von Stück zu Stück erwirbt sie mehr Wissen über schwarze Geschichte. Zara McFarlane ist eine Popmusikerin, die mit den Mitteln einer Kultursoziologin arbeitet. Fröhliche Wissenschaft! (7,5 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Zara McFarlane - Black Treasure | Bild: Brownswood Recordings (via YouTube)

Zara McFarlane - Black Treasure

GENEVIEVE ARTADI – Dizzy Strange Summer

Schöner Albumtitel! Genevieve Artadi hat für die Platte beim renommierten Flying Lotus-Label Brainfeeder in L.A. unterschrieben. Ihr zweites Album vermischt Jazz, Psychedlia, Bossa Nova und Electronica. Sie hat es selbst produziert – Erfahrung bringt sie genug mit: Artadi spielt ja auch mit Label-Kollege Louis Cole in anderen Gruppen (wie Knower, Expensive Magnets, Everything´s Under Control). Und auch in der improvisierten Musik ist sie zuhause. „Manchmal habe ich einfach dieses brennende Gefühl, etwas zu schaffen und es mit den Menschen zu teilen“, sagt Artadi. Entstanden ist eine freie Popmusik, manchmal angenehm spröde, gar mit Harfe, niemals langweilig oder gar einlullend-eindimensional. Zu einer Zeit persönlicher Umbrüche für sie. „Ich war ziemlich verloren... aber ich genoss es, mich verloren zu fühlen.“ Vielleicht singt sie deshalb in der Single „Living Like I Know I´m Gonna Die“: „so zu leben, als wäre ich ein kleiner Fleck.“ (7,5 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Genevieve Artadi - 'Godzillaaaa (feat. Real Bad Man)' (Official Video) | Bild: GenevieveArtadi (via YouTube)

Genevieve Artadi - 'Godzillaaaa (feat. Real Bad Man)' (Official Video)

JONATHAN BREE – After the Curtains Close

Mit „You´re So Cool“ landete der Neuseeländer 2019 das Popvideo des Jahres – according to The New York Times. Es zeigt eine Studioband unter einer einheitlichen Maske, einem einheitlichen Haarschnitt: Pilzfrisur mit schwarzer oder blonder Perücke. Augen, Nase, Mund nicht zu erkennen. Dieses gruselige Gesicht zeigt auch das Cover der neuen Platte von Jonathan Bree. Ein Album voller „Dark Disney“, wie sein Sound genannt wird. Bree hat ein Faible für die 50s - und die großen Franzosen der späten 60er mit dem orchestralen Pop. „After The Curtains Close“ ist ein Werk, das sich nach einer Beziehung mit den positiven Dingen beschäftigt. Auf freiwilligen Rückzug und Einsamkeit folgen erwachende Gefühle - indem er Sex und seinen 'sleaze' in die Musik einbezieht, so Jonathan Bree. Die Öffnung tut ihm gut: er schmachtet und kitscht und wird nostalgisch. Aber alles 'in gebrochen'. Dark Disney eben. Hinter der Maske der fröhlichen Unterhaltung lauert die meiste Gefahr. (8,0 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Jonathan Bree - Heavenly Vision | Bild: Lil' Chief Records (via YouTube)

Jonathan Bree - Heavenly Vision

PROTOMARTYR – Ultimate Success Today

Das fünfte Album der US-Rockband – aufgenommen in einem Studio bei New York, das früher eine Kirche war – mit hohen Gewölbedecken für ungewöhnlichen Hall. Wie schrieb unsere Kollegin Ann-Kathrin Mittelstrass gestern dazu in der Popkolumne der Süddeutschen: „Manchmal findet man den Sommer unerträglich. Den provozierend grellen Sonnenschein, den Druck, rausgehen und „das Leben geniessen“ zu müssen! Nee, lieber mal drinnen bleiben und das neue Album der Detroiter Post-Punk-Band Protomartyr anhören - „Ultimate Success Today“ ist die perfekte Sommerverweigerungsplatte.“ Ein anderer weiblicher Fan des Albums ist Ana Da Silva, früher The Raincoats: „in der Poesie dieser Platte herrscht Dunkelheit: das Thema vom Ende der Dinge, vor allem der menschlichen Existenz ist darauf omnipräsent.“ Und wie sieht es der Sänger der Band: „Ich musste diese Worte sprechen, solange ich noch den Atem habe, sie zu sagen.“ Hoffentlich geht er diesem Sänger noch lange nicht aus. (7,5 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Ultimate Success Today Visual Album Trailer | Bild: protomartyr (via YouTube)

Ultimate Success Today Visual Album Trailer

JOY DIVISION – Closer (40th Anniversary Edition) 

Am Samstag vor 40 Jahren erschien das zweite und letzte Album von Joy Division - nach dem Suizid von Sänger Ian Curtis. „Closer“ wurde Album des Jahres 1980 beim britischen New Melody Maker, ziert das Cover des aktuellen Musikexpress: es ist das Vermächtnis der Band, die sich bald in New Order umbenennen sollte. Zum runden Geburtstag der Platte erscheinen nun drei Hit-Singles, die auf keinem der beiden Alben waren: Atmosphere, Transmission und Love Will Tear Us Apart -  sowie der Zweitling „digital remastered“ als „40th Anniversary Edition“ - ohne Bonus-Material. Wie auch!? Kaum eine Band wurde so ausgeschlachtet wie diese Mancunians. Beliebtester Song und Schlussstück ist „Decades“. Am 15.8. gibt es im Zündfunk eine Stunde Joy Division. Darin sagt Drummer Stephen Morris: „Aus heutiger Sicht muss ich sagen: wir hätten damals eine Pause für unseren Sänger einlegen sollen. Aber die Stücke und Texte flossen aus ihm und uns nur so raus: Ian wollte uns nicht im Stich lassen, sogar im Studio schrieb er noch an den Lyrics. Und wir haben einfach nicht bemerkt, wie schlecht es ihm wirklich ging. Kurz nachdem „Closer“ fertig war, nahm er sich das Leben. Ich konnte „Closer“ jahrelang nicht in die Hand nehmen. Schau dir das Cover an: der tote, vom Kreuz genommene Christus, und dazu die drei trauernden Figuren neben dem Leichnam. Mein Gott, Ian hat das Motiv ja selbst ausgesucht und wir haben es ihm durchgehen lassen. Nach seinem Selbstmord war die Platte jahrelang tabu für mich. Lange, lange Zeit.“ (10 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Decades (2007 Remaster) | Bild: Joy Division - Topic (via YouTube)

Decades (2007 Remaster)

NICOLAS JAAR – Telas

Ein produktives Jahr für Jaar: nach seinem Against All Logic-Sampler „2017-2019“ und dem „Cenizas“-Album unter seinem Familiennamen, nun schon Platte Nummer 3 in 2020: „Telas“ („Schleier“) ist eine vierteilige Komposition – sie besteht aus „Telahora“, „Telencima“, „Telahumo“ und „Telallás“. Entstanden ist das Experimental-Werk mit Cellistin Milena Punzi, Sängerin Susanna Gonzo und den Instrumentenbauerinnen Anna Ippolito und Marzio Zorio. Zur Platte gibt es auch eine visuelle Begleitung – die verspielte Homepage namens www.telas.parts.

Sie klingt nicht nach Club. Pling, Plong, Scharren, Knarren – Nicolas folgt hier eher seinem Vater Alfredo, dem preisgekrönten chilenischen Künstler, als dem Weg zum Dancefloor. Track 3, Telahumo, erinnert an Ambient zwischen melodiöser Elektronik und spannender Filmmusik. Track 4 ist verspielte Klangkunst. Man sieht schon die visuelle Umsetzung vor sich: die sehenswerte, intuituv gestaltete Homepage namens www.telas.parts. (8 von 10 Punkten)

                       

FRED & LUNA – Im Weltenraum

Das Karlsruher Projekt bescherte uns 2019 mit „People Mambo“ einen sommerlichen Hit – vom Album „Im Tiefenrausch“. Nun geht es für Rainer Buchmüller aka Fred & Luna aufwärts: „Im Weltenraum“ heisst sein neues, drittes Werk (das Debüt trug den Titel „Im Klanggarten“). Natürlich sind Fred & Luna in Wahrheit zwei Mannequins aus einer Modeboutique in Karlsruhe. Auch 2020 erforschen sie die Schnittmenge aus Elektro & Krautrock.

Sanft wie einst L.A. Düsseldorf (bei „Vision 3“, „Thoré Magnetique“ oder „Monosong“) - dazu Swing wie in „Nonstop“ oder „Disco Nueve“ oder gleich Humor wie in „No Glashütte No Harksheide“. Den Track „Nonstop“ könnte man tatsächlich hören: nonstop! Selbst Acid-Sounds („Säure 5“) klingen hier freundlich. Da wirft man die Perücke in den Nacken und freut sich mit. (8,0 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Fred Und Luna - Thoré Magnétique (Official Video) | Bild: Compost Records (via YouTube)

Fred Und Luna - Thoré Magnétique (Official Video)

ART BLAKEY & THE JAZZ MESSENGERS – Just Coolin´

Blue Note Records bringt die unveröffentlichte Original-Aufnahme von 1959 heraus. Der Jazz-Drummer und seine Truppe nahm die Platte vor 61 Jahren auf, beim legendären Rudy Van Gelder im Studio in Hackensack/New Jersey. Doch sein Label zog damals die Live-Versionen der Just Coolin´-Session vor. Aufgenommen im swingenden Birdland Club in New York: „Art Blakey & The Jazz Messengers At The Jazz Corner Of The World Vol. 1 & 2“ - darauf waren bereits vier der sechs Titel enthalten, in Live-Versionen. Vermutlich war die Konzentration von Blue Note auf die Live-LPs der Grund dafür, dass man die Original-LP hint anstellte und schließlich vergass. Unerhört bisher: „Jimerick“ und „Quick Trick“. Toll, dass Jazz-Integrationsfigur Art Blakey, dazu Lee Morgan (Trompete), Hank Mobley (Tenorsax), Bobby Timmons (Piano) und Jymie Merritt (Drums) nun wieder für uns spielen. Er gilt als der Jazzer, der viele Berühmtheiten auf die Bühne holte, bevor sie internationale Anerkennung fanden. (9,0 von 10 Punkten)

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

Art Blakey & The Jazz Messengers  "Quick Trick" (Visualizer) | Bild: Blue Note Records (via YouTube)

Art Blakey & The Jazz Messengers "Quick Trick" (Visualizer)


8