Bayern 2 - Nachtmix

Artist der Woche

Nachtmix Artist der Woche

Jede Woche schaut sich der Nachtmix einen Künstler genauer an, der oder die gerade wieder von sich hören lässt. Sei es durch ein neues Album, eine neue Tour oder eine neue Beziehung.

Pressefoto Modeselektor | Bild: Birgit Kaulfuss zum Artikel So deutsch Modeselektor

Wenn man Gernot Bronsert oder Sebastian Szary heißt – wie die Beiden von Modeselektor – dann muss man sich einfach einen Künstlernamen geben. Dabei wird der Name des Berliner Electro-Projektes gerne falsch gegoogelt. Denn Modeselektor schreibt man ja mit „k“, also spricht man eigentlich auch das „Mode“ deutsch aus, so dass ein ganz und gar deutsches Wort zum Munde heraus kommt. Das konterkariert dann aufs Schönste mit dem Internationalen Rang, den das Duo längst errungen hat – die Wunder der Dialektik! Bald erscheint ein neues Mixtape von ihnen, schlicht (und englisch) betitelt: „Extended“. [mehr]

Pressefoto Godspeed You! Black Emperor | Bild: Yannick Grandmont  zum Artikel Kollektiv und multimedial Godspeed You! Black Emperor

Tatsächlich gibt es noch funktionierende Kollektive wie dieses seit 1994 funktionierende Multimedia-Projekt aus Montreal mit Schwerpunkt Musik. Dass an ihren Auftritten nicht nur Musiker mitwirken, macht sie so eindrucksvoll. Und auch die Songs selbst sind an keine Konventionen gebunden, sondern ufern gern auch einmal über die 20-Minuten-Grenze aus. Man darf gespannt sein auf „G_d's Pee AT STATE'S END!“, das neue Album. [mehr]

First Aid Kit | Bild: Olof Ringmar zum Artikel Schwedinnen im Herzen Amerikas First Aid Kit

Spätestens, als 2015 die Schwestern Johanna und Klara Söderberg live die anwesende Emmylou Harris mit ihrer Hommage „Emmylou“ zu Tränen rührte, war klar, dass es First Aid Kit geschafft haben: Sie sind ins Herz der amerikanischen Roots-Musik vorgedrungen und damit in einen illustren Kreis vorgedrungen. Nun dürfen sie auch noch die Songs vom Kanadier Leonard Cohen feiern, auf einem bald erscheinenden Live-Tribute-Album. [mehr]

Lana del Rey Pressefoto | Bild: Neil Krug / Universal zum Artikel Die verwunschenen Werbeplakate Lana del Rey

Kurz nach ihrem ersten Album und Durchbruch war Lana Del Rey überall (wirklich überall) auf Werbepostern zu sehen, auf denen sie für eine Billig-Mode-Kette warb. Das war so aufdringlich, dass ich mein anfängliches Fantum sofort wieder los wurde. Aber die heute 35jährige New Yorkerin hat es zurückerobert im Laufe ihrer ungewöhnlichen Karriere. Und wenn nun ihr siebtes Album „Chemtrails over the Country Club“ nennt, so kann man sie fast schon unter Genie-Verdacht stellen. [mehr]

Valerie June Pressefoto | Bild: Renata Raksha zum Artikel Von Dylan empfohlen Valerie June

Sie stammt aus Memphis, Tennessee und musste sich den Status als erstklassige Americana-Artistin hart erkämpfen. Aber jetzt sieht es so aus, als ob die inzwischen 39jährige dort landet, wo sie hingehört: In der Oberliga amerikanischer Roots-Musik. Bob Dylan jedenfalls meinte, Valerie June sei eine der wenigen aktuellen Künstler, denen er regelmäßig zuhöre. [mehr]

Arab Strap | Bild: Kat Gollack zum Artikel Still crazy after all these years Arab Strap

Aidan Moffat und Malcolm Middleton sind wieder vereint. Nach 16 Jahren Plattenpause bringen die beiden Schotten, die auch auf Solo-Pfaden immer wieder ihre Außergewöhnlichkeit unter Beweis gestellt haben, ein neues, gemeinsames Album heraus. Und aus kommerziellen Erwägungen heraus wird das kaum passiert sein: Arab Strap waren auch zu ihren besten Zeiten nur ein Geheimtipp, zu gut für diese Welt. [mehr]

Adrian Younge Pressefoto | Bild: Artform Studio zum Artikel Jazz is alive Adrian Younge

„Jazz is dead“ heißt die Reihe mit Alben diverser alter und junger Jazz-Helden und – Heldinnen, die der 42jährige Kalifornier zusammen mit Ali Shaheed Muhammad seit ein paar Jahren herausgibt. Young ist aber nicht nur Musiker und Kurator, sondern auch Plattenproduzent (Bilal, Souls of Mischief) und Betreiber eines Vinyl-Plattenladens in LA. Jetzt kommt sein multimediales Werk „The American Negro“ heraus, das neben Musik auch einen Podcast und einen Kurzfilm einschließt. [mehr]

Masha Qrella | Bild: Claudia Rorarius zum Artikel Der Durchbruch Masha Qrella

Sie ist schon eine gute Weile im Geschäft, hat in Bands gespielt (Mina, Contriva), und auch ihre Solo-Karriere dauert schon fast 20 Jahre. Aber erst jetzt – mit dem neuen Album „Woanders“ – hat man das Gefühl, dass Masha Qrella woanders als nur im üblichen Indie-Zirkel landet, nämlich weiter oben. Es wäre ihr zu wünschen. [mehr]

Django Django | Bild: Fiona Garden zum Artikel One Hit Wonders? Django Dango

2012 kam machen ihre Single „Default“ heraus, die sich für die damals noch neue Art-Rock-Band aus London als perfekter Startpunkt einer bemerkenswerten Karriere ausmachen ließ. Der Song war z.B. die Single des Jahres bei den Zündfunk- und Nachtmix-DJs. Neun Jahre später machen Django Django auch auf ihrem vierten Album immer noch sehr clevere, eckige Popmusik. Dass ihnen noch einmal so ein Coup wie „Default“ gelingen wird, ist fraglich, aber auch gar nicht im Businessplan dieser originellen Band. [mehr]

Femi Kuti | Bild: Pan African Music zum Artikel Afrobeat Dynasty Femi Kuti

Er ist der älteste Sohn von Fela Anikulapo Kuti (1938 – 1997), der der King des Afroneat und einer der wichtigsten, afrikanischen Musiker überhaupt war. Femi Kuti (geb. 1962) bringt in dieser Woche ein neues Album ganz i Stil seines Vaters heraus. Aber nicht nur er. Femis Sohn Made Kuti (geb. 1995) wird zeitgleich ein musikalisch moderneres Werk herausbringen. Der Afrobeat geht also in die dritte Generation. [mehr]

The Notwist | Bild: Morr Music zum Artikel Die Sieger im Democasssettentest The Notwist

1988 gewannen The Notwist (damals noch in Weilheim) den Zündfunk-Democassettentest. Das war ein Wettbewerb für neue Bands und Musiker*innen. Der erste Preis waren ein paar Tage in einem professionellen Tonstudio. 32 Jahre später kann man sagen: The Notwist haben etwas daraus gemacht. [mehr]

KREISKY - ADHS | Bild: Kreisky (via YouTube) zum Artikel Immer noch schon wieder Kreisky

Manchmal denkt man, die Wiener Band sei schon immer da gewesen. Tatsächlich gibt es die Kapelle um Sänger Austrofred aber erst seit 2005. Und dass der Name der Band an einen legendären Bundeskanzler der Republik Österreich (1970-1983) erinnert, dürfte vielen mit später Geburt gar nicht geläufig sein. Jedenfalls gibt es bald ein neues Kreisky-Album. [mehr]

Pinegrove | Bild: Beggars Group zum Artikel Die neuen REM? Pinegrove

Sie kommen aus New Jersey und es gibt sie seit gut zehn Jahren. Sie haben ihre ersten Alben auf Mini-Labels veröffentlicht und sind erst allmählich auch in Europa ins Bewusstsein getreten...genau wie REM, deren Mischung aus Indie-Rock und Americana sie teilen... [mehr]

zum Weltlinkshändertag: Linkshänder Paul McCartney | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Er lebt noch (lange) Paul McCartney

Auf einer Liste der größten noch lebenden Popstars wäre er vielleicht die Nummer 1, oder ist es doch Madonna? Oder doch Eminem, Beyoncé oder Drake? Whatever: Paule ist zwar 78, aber das sieht und hört man ihn nicht an. Bald erschent mit „III“ ein weiteres Solo-Album von ihm . Es ist natürlich nicht sein drittes Solo-Album, sondern wird von ihm selbst als Nachfolger von „McCartney“ (1970) und „McCartney II“ (1980) gesehen. Mit „McCartney IV“ ist voraussichtlich im Jahr 2090 zu rechnen. [mehr]

M. Ward | Bild: Holly Andres zum Artikel Der Wandelbare M. Ward

Obwohl er eigentlich der klassische Singer/Songwriter ist, hat sich M. Ward (Matthew Stephen Ward) in seiner gut 20jährigen Karriere immer wieder neu erfunden. Nach diversen Platten mit dem Duo "She and Him" folgt nun ein Album, auf dem er Songs covert, die Billie Holiday vor ihm gesungen hat - mutig, aber gelungenn. [mehr]

Sigur Rós | Bild: Eva Vermandl zum Artikel Zurück? Sigur Rós

Bis zum Jahr 2013 waren die Isländer mit ihrem einzigartigen Sound eine große Nummer im internationalen Geschäft. Dann verflüchtigte sich die Band und jedes Mitglied ging eigene Wege. Wenn nun das Album „Odin’s Raven Magic“ erscheint, bedeutet das aber vielleicht gar kein Comeback. Denn es handelt sich um eine Auftragsarbeit für ein Festival in Rejkjavik im Jahr 2002, die erst jetzt weltweit veröffentlicht wird. [mehr]

DJ Hell | Bild: Stacie zum Artikel Aus Altenmarkt für die Welt DJ Hell

Dass Helmut Gaier aus dem oberbayerischen Landkreis Traunstein und über München und Berlin die Welt erobert hat, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Dass er aber sein neues Album "Past Present No Future" nennt und damit auf Punk Rock und eine Nachtmix-Sendereihe anspielt, dürfte immer noch manchen überraschen. [mehr]

Lambchop | Bild: City Slang zum Artikel A Cowboy's work is never done Lambchop

Hat es eine Welt vor Lambchop gegeben? Nein! Wird es eine Welt nach Lambchop geben? Nein. Kurt Wagner macht einfach weiter, neben dem Zeitgeist, neben der Spur, immer kompetent und verstörend zugleich. "Trip" heißt das vierzehnte Album. [mehr]

Pole | Bild: Ben De Biel zum Artikel Der Impressionist Pole

Stefan Betke aus Berlin hat mit seinem sanften Electro-Sound schon Ende der 90er neue Akzente gesetzt. Daraufhin wurde er ein gut gebuchter Mastering-Experte, der nur noch selten eigene Platten machte. Jetzt aber ist sein musikalischer Impressionismus zurück auf dem Album „Fading“, mit der er die Fäden wieder aufnimmt. [mehr]

gorillaz | Bild: BR zum Artikel The Saga Continues Gorillaz

Damon Albarn und Jamie Hewlett sind zurück mit ihrer virtuellen Comic-Band. Das neue Album "Song Machine, Season One: Strange Timez" ist strenggenommen kein typische Album mehr, sondern eine Serie von Videos, die peu à peu auf den Markt kommen. Ob dies vielleicht das neue Modell einer Veröffentlichungsstrategie wirkt, bleibt abzuwarten. [mehr]

Kevin Morby | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Fleißiges Kerlchen Kevin Morby

Es gibt Künstler, die auch bei hohem Output ein gewisses Qualitätslevel beibehalten. Der 32jährige Kevin Morby gehört sicherllcih dazu. Der Folkrocker kann schon auf fünf Solo-Alben und sechs LP's mit diversen Bands zurückschauen. Das neue Werk "Sundowner" wird bestimmt schon bald einen Nachfolger finden. [mehr]

Future Islands | Bild: Justin Flythe zum Artikel Wolken ziehen vorüber Future Islands

Die Amerikaner sind eine typische band der Zehner Jahre: Irgendwie in der Rocktradition stehend aber mit Synthesizern arbeitend. Mit „Seasons Change“ hatten sie 2014 einen der beliebtesten Songs des vergangenen Jahrzehnts. Aber sind diese Zehner Jahre nicht schon unheimlich weit weg? Whatever. Die Future Islands machen weiter, mit ihrem auch schon sechsten Studuioalbum „As long as you are“. [mehr]

zum Artikel Younger than yesterday Jónsi

Sigur Rós war eine seltsam mächtige und geheimnisvolle Band. Ihr ehemaliger Frontmann Jon Thor Birgisson nannte sich für eine Solokarriere Jónsi, machte sich also kleiner und irgendwie auch jünger. Und seine Musik wurde leichter und zugänglicher als die seiner einstigen Band. Alter und Weisheit sind also nicht direkt proportional. Jetzt erscheint das neue Album „Shiver“. [mehr]

Sufjan Stevens | Bild: Sufjan Stevens/AKR zum Artikel Das geniale Enigma Sufjan Stevens

Das Besondere an diesem amerikanischen Universal-Genie ist seine Unberechenbarkeit. Manchmal legt er längere Pausen ein, manchmal ganz kurze. Manchmal überrascht er uns mit einem Album über die New Yorker U-Bahn, mal macht er Ambient-Musik mit seinem Stiefvater. Aber alles hat den Anschein, als ob „The Ascension“ ein relativ normales Sufjan-Stevens-Album werden wird (mit 16-Minuten-Tracks usw.). [mehr]

Alicia Keys | Bild: Sony Music Germany zum Artikel Comeback mit langem Anlauf Alicia Keys

Vier Jahre sind seit dem letzten Studio-Album der R&B-Queen vergangen. Und eigentlich sollte "Alicia" schon im Frühjahr erscheinen. Nun hat der Virus und die Zögerlichkeit der Plattenfirma dafür gesorgt, dass ihr Comeback in den September gefallen ist. [mehr]

The Flaming Lips | Bild: ©George Salisbury zum Artikel Lippen müssen weiterflammen The Flaming Lips

Während die Popgeschichte voranschreitet und viele Menschen und Namen am Wegesrand zurücklässt, gibt es auch Bands, die scheinbar ewig sind und wahrscheinlaich auch in 100 Jahren (besetzt dann mit den Urenkeln der Gründer) weitermachen werden: Zu diesen Bands zählen die Rolling Stones, die Toten Hosen, FSK und eben die Flaming Lips, die es immerhin auf wechselnde Besetzungen und nur eine Konstante bringen. Also lebt Wayne Coyne auch auf „American Head“ munter weiter und weiter und weiter…wir freuen uns darüber. [mehr]

Bill Callahan, Evergreen | Bild: denise@melodycat.de zum Artikel Evergreen Bill Callahan

Erst seit 2007 veröffentlicht der 54jährige Singer/Songwriter unter seinem Geburtsnamen. Aber schon seit Ende der 80er hat er Musik veröffentlicht, früher unter dem nebulösen Künstlernamen „Smog“. Erst heute, wo er endlich Vater geworden ist, will er alle Gefährlichkeit abstreifen und den netten Typen von nebenan markieren, auf seiner neuen Platte „Gold Record“, seiner ersten „Goldenen Schallplatte“. [mehr]

Angel Olsen | Bild: Factory 92 zum Artikel Miss Corona 2020 Angel Olsen

Jetzt kommen sie in immer höherer Frequenz: Die Corona-Alben. Anfang des Jahres spielte die Amerikanerin noch in den Münchner Kammerspielen und scherzte darüber, sich das Virus eingegangen zu haben. Längst hat sie inzwischen den neuen Schlamassel erkannt und zuhause in Album namens „Whole new Mess“ aufgenommen, das Ende August erscheint. [mehr]

Tocotronic | Bild: dpa-Bildfunk zum Artikel Legendenbildung Tocotronic

Wenn nun ein Album erscheint, das „Best of 1994 – 2020“ als Untertitel trägt, ist klar, dass wir es mit einer irgendwie abgeschlossenen Ära zu tun haben. Der Obertitel nämlich lautet „Sag alles ab“, will sagen: Konzerte, Tourneen und Festivals. Aber damit hatten Tocotronic – wie die meisten anderen Bands auch – ihren Unterhalt verdient. Corona beendet diese Ära nun. Was wird folgen? [mehr]

Son Lux | Bild: FACTORY 92 zum Artikel Traditionell modern Son Lux

Auch wenn alle Instrumente und Tonfolgen schon einmal gespielt wurden, so gelingt es doch Ryan Lott und seinem New Yorker Trio, seit mehr als zehn Jahren alles irgendwie neu und gegenwärtig klingen zu lassen. Früher hätte man Prog-Pop dazu gesagt, heute ist es der Aufschrei des modernen Mannes – und der wird bald fortgesetzt mit dem neuen Album „Tomorows I“. [mehr]