Bayern 2 - Nachtmix

Artist der Woche

Nachtmix Artist der Woche

Jede Woche schaut sich der Nachtmix einen Künstler genauer an, der oder die gerade wieder von sich hören lässt. Sei es durch ein neues Album, eine neue Tour oder eine neue Beziehung.

Torres | Bild: Shervin Lainez zum Artikel Die große Geste Torres

Torres, 1991 in Florida geboren als Mackenzie Scott, und aufgewachsen im konservativen Süden der USA, macht breitwandige, manchmal regelrecht überwältigende Rockmusik. Nachdem sie bereits acht Jahre im Geschäft ist, erfährt sie erst jetzt die Anerkennung, die ihr gebührt. Das bald erscheinende Album "Thirstier" wird wohl ihren Durchbruch bedeuten. [mehr]

Anika Pressefoto | Bild: Sven Gutjahr zum Artikel Coole Adressen Anika

Die deutsche Sängerin Anika hat ein Händchen für coole Labels. Nachdem ihr Debut 2011 noch bei Geoff Barrows` Invada-Label erschien, kommt das neue Album nun über Stones Throw Records aus der Bay Area in Kalifornien, eigentlich die Heimat für fortschrittlichsten Funk und HipHop. Das bringt Anika zwar kaum mehr Umsatz, aber jede Menge Credibility. [mehr]

Wavves Pressefoto | Bild: Jesse Lirola zum Artikel Jetzt kann er spielen Wavves

Als Nathan Williams aus San Diego (an der mexikanischen Grenze gelegen) vor 13 als „Wavves“ debütierte (Waves mit einem „v“ war schon vergeben), fragten sich manche, ob der Lärm nun aus Unvermögen oder aus künstlerischer Absicht erzeugt worden war. Jedenfalls erregte die Kompromisslosigkeit Aufsehen. Inzwischen kann Williams spielen, seine Songs sind eher perfekter Pop als Provokation. Davon kann man sich auf dem Album „Hideaway“ überzeugen. [mehr]

Vince Staples Pressefoto, Rosskilde, 2018 | Bild: picture alliance zum Artikel Sky’s the Limit Vince Staples

Wenn jemand schon diverse Alben veröffentlicht hat und erst später mit einem unbetitelten Album daherkommt, darf man immer Programmatisches vermuten. Dabei muss der kalifornische Rapper in Sachen Innovation und Kreativität niemandem mehr etwas beweisen. Wenn er nun sein viertes, reguläres Album „Vince Staples“ nennt, darf man also doppelt gespannt sein. [mehr]

The Go! Team | Bild: snowhite PR zum Artikel A bit of this, a bit of that The Go! Team

Seit mehr als 20 Jahren gibt es dieses multikulturelle Genre-übergreifende Musikprojekt aus der britischen Hafenstadt Brighton. Was als anarchisch-wildes Spektakel begann, ist inzwischen eine solide geordnete Band, die sogar darauf achtet, dass ihre Samples geklärt sind. Nun erscheint das neue Album "Get Up Sequences Part One". [mehr]

Modest Mouse Pressefoto | Bild: Modest Mouse zum Artikel Nach der Bedenkzeit Modest Mouse

Ziemlich überraschend landete die eher als eckig bekannte Band mit der Wahlheimat Portland, Oregon vor 14 Jahren auf Platz eins der amerikanischen Album-Charts. So viel Erfolg will von Punk-affinen Rockern erstmal verdaut werden! Nach einem Nachfolge-Album 2016 war fünf Jahre Bedenkzeit angesagt. Nun warten wir darauf, wie die Band auf dem Album „The Golden Casket“ mit der neuen Weltlage umgegangen ist. [mehr]

Kings of Convenience | Bild: Powerline Agency zum Artikel Together again Kings of Convenience

Erlend Øye and Eirik Glambek Bøe sind wieder vereint, zumindest für ein viertes Studio-Album, das „Peace of Love“ heißen wird. Nach 12 Jahren Pause versuchen sie es ein weiteres Mal. Øye war mit seiner Band „Whitest Boy Alive“ zwischenzeitlich recht erfolgreich, Bøes Band der letzten Jahre hieß Kommode und dürfte nur bei wenigen eine Glocke läuten. Nun gilt also erstmal wieder: „Quiet is the new Loud (again)“. [mehr]

Migos | Bild: Diwang Valdez zum Artikel Bad Innovators Migos

Man kann vortrefflich darüber streiten, ob dieses Rap-Trio als Vorbild taugt, denn nicht nur die Texte, sondern auch der Lebenswandel einzelner Mitglieder sind höchst bedenklich. Aber musikalisch haben die Migos aus Georgia allerhand bewegt. Ihr Call-and-Response-Stil ist längst ein allgemein verbreitetes Stilmittel im aktuellen HipHop geworden. Nun erscheint ihr neues Album „Culture III“. [mehr]

K.I.Z. 2018 beim Lollapalooza Festival | Bild: picture alliance/dpa | Britta Pedersen zum Artikel Die Welt steht noch K.I.Z.

Auch wenn sie ähnlich humorvoll zur Sache gehen wie die Antilopen Gang, sind K.I.Z. aus Berlin auch so etwas wie der Gegenentwurf. Denn K.I.Z. stammen aus dem Umfeld des Royal-Bunker-Labels, das eher für Gangsta Rap als für die Alternativ-Szene stand. Aber längst sind K.I.Z. im Mainstream zuhause und feiern auf ihrem neuen Album nicht mehr den Weltuntergang, sondern „Rap über Hass“. [mehr]

Jan Delay | Bild: Thomas Leidig zum Artikel Immer noch cool Jan Delay

Es gibt ja Musiker, die für den Zündfunk-Nachtmix-Kosmos irgendwann zu erfolgreich werden, um noch als passabel durchzugehen. Jan Delay hat seinen Hamburger Tagen mit den (Absoluten) Beginnern vom Hip-Hop-Underground aus den deutschen Mainstream als Soul-Sänger erobert. Aber ausverkauft hat Delay nie, auch wenn seine Musik für breite Massen akzeptabel geworden ist. Wir sind gespannt aufs neue Album, das tatsächlich "Earth, Wind & Feiern" heißt. [mehr]

Sons of Kemet Pressefoto | Bild: Udoma Janssen zum Artikel Swinging London Sons of Kemet

Shabaka Hutchings und sein Saxophon dürften einen beträchtlichen Anteil haben am Aufschwung einer neuer Jazz-Szene aus London. Neben anderen Engagements ist dieses Quartett aber wohl seine Hauptband. Und wer sie je live gesehen hat, weiß sofort, warum Jazz wieder sehr gut riecht. Bald erscheint das neue Album „Black to the Future“. [mehr]

Iceage Pressefoto | Bild: Fryd Frydendahl zum Artikel Aus Dänemark für die Welt Iceage

Mag auch der berühmteste Rockmusiker aus Dänemark der Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich sein, so hat es doch diese Band immerhin geschafft, aus der lokalen Begrenzung herauszutreten und eine Welt-Öffentlichkeit für sich zu begeistern. Seit mehr als zehn Jahren haben sich Iceage vom recht rohen Punkrock zu einem ganz eigenen Stil entwickelt, dessen Fortschritt man nun mit dem neuen Album „Seek Shelter“ weiter verfolgen kann. [mehr]

Danger Dan Pressefoto | Bild: Jaro Suffner zum Artikel Aufstieg in die A-Liga Danger Dan

Auch wenn die Antilopen Gang schon Nummer eins in den Charts war, so bringt erst der Song und das Album „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ Daniel Pongratz in die Oberliga der bundesdeutschen Prominenz. Denn die Antilopen – das ist immer noch HipHop und damit nicht ganz ernst zu nehmender Jugendkram. Aber ein Klavieralbum im Stile eines Georg Kreisler – da horchen auch die konservativsten Feuilletons erstmals richtig auf. [mehr]

Alan Vega Pressefoto | Bild: Ric Ocasek zum Artikel Neues aus dem Jenseits Alan Vega

Ende der 70er revolutionierte der New Yorker Sänger mit Martin Rev, seinem Partner an den Keyboards, die Popmusik. Denn Suicide war das allererste Modell Sänger plus Elektroniker, das in den kommenden Jahrzehnten zum Standardmodell werden sollte. Suicide jedoch standen noch ganz in der Tradition des Rock and Roll, was die späteren Solo-Alben Vegas beweisen. 2016 starb die von Drogen gebeutelte Legende, Bald gibt’s trotzdem neues, weil bislang Unveröffentlichtes von ihm auf dem Album „Mutator“. [mehr]

Pressefoto Modeselektor | Bild: Birgit Kaulfuss zum Artikel So deutsch Modeselektor

Wenn man Gernot Bronsert oder Sebastian Szary heißt – wie die Beiden von Modeselektor – dann muss man sich einfach einen Künstlernamen geben. Dabei wird der Name des Berliner Electro-Projektes gerne falsch gegoogelt. Denn Modeselektor schreibt man ja mit „k“, also spricht man eigentlich auch das „Mode“ deutsch aus, so dass ein ganz und gar deutsches Wort zum Munde heraus kommt. Das konterkariert dann aufs Schönste mit dem Internationalen Rang, den das Duo längst errungen hat – die Wunder der Dialektik! Bald erscheint ein neues Mixtape von ihnen, schlicht (und englisch) betitelt: „Extended“. [mehr]

Pressefoto Godspeed You! Black Emperor | Bild: Yannick Grandmont  zum Artikel Kollektiv und multimedial Godspeed You! Black Emperor

Tatsächlich gibt es noch funktionierende Kollektive wie dieses seit 1994 funktionierende Multimedia-Projekt aus Montreal mit Schwerpunkt Musik. Dass an ihren Auftritten nicht nur Musiker mitwirken, macht sie so eindrucksvoll. Und auch die Songs selbst sind an keine Konventionen gebunden, sondern ufern gern auch einmal über die 20-Minuten-Grenze aus. Man darf gespannt sein auf „G_d's Pee AT STATE'S END!“, das neue Album. [mehr]

First Aid Kit | Bild: Olof Ringmar zum Artikel Schwedinnen im Herzen Amerikas First Aid Kit

Spätestens, als 2015 die Schwestern Johanna und Klara Söderberg live die anwesende Emmylou Harris mit ihrer Hommage „Emmylou“ zu Tränen rührte, war klar, dass es First Aid Kit geschafft haben: Sie sind ins Herz der amerikanischen Roots-Musik vorgedrungen und damit in einen illustren Kreis vorgedrungen. Nun dürfen sie auch noch die Songs vom Kanadier Leonard Cohen feiern, auf einem bald erscheinenden Live-Tribute-Album. [mehr]

Lana del Rey Pressefoto | Bild: Neil Krug / Universal zum Artikel Die verwunschenen Werbeplakate Lana del Rey

Kurz nach ihrem ersten Album und Durchbruch war Lana Del Rey überall (wirklich überall) auf Werbepostern zu sehen, auf denen sie für eine Billig-Mode-Kette warb. Das war so aufdringlich, dass ich mein anfängliches Fantum sofort wieder los wurde. Aber die heute 35jährige New Yorkerin hat es zurückerobert im Laufe ihrer ungewöhnlichen Karriere. Und wenn nun ihr siebtes Album „Chemtrails over the Country Club“ nennt, so kann man sie fast schon unter Genie-Verdacht stellen. [mehr]

Valerie June Pressefoto | Bild: Renata Raksha zum Artikel Von Dylan empfohlen Valerie June

Sie stammt aus Memphis, Tennessee und musste sich den Status als erstklassige Americana-Artistin hart erkämpfen. Aber jetzt sieht es so aus, als ob die inzwischen 39jährige dort landet, wo sie hingehört: In der Oberliga amerikanischer Roots-Musik. Bob Dylan jedenfalls meinte, Valerie June sei eine der wenigen aktuellen Künstler, denen er regelmäßig zuhöre. [mehr]

Arab Strap | Bild: Kat Gollack zum Artikel Still crazy after all these years Arab Strap

Aidan Moffat und Malcolm Middleton sind wieder vereint. Nach 16 Jahren Plattenpause bringen die beiden Schotten, die auch auf Solo-Pfaden immer wieder ihre Außergewöhnlichkeit unter Beweis gestellt haben, ein neues, gemeinsames Album heraus. Und aus kommerziellen Erwägungen heraus wird das kaum passiert sein: Arab Strap waren auch zu ihren besten Zeiten nur ein Geheimtipp, zu gut für diese Welt. [mehr]

Adrian Younge Pressefoto | Bild: Artform Studio zum Artikel Jazz is alive Adrian Younge

„Jazz is dead“ heißt die Reihe mit Alben diverser alter und junger Jazz-Helden und – Heldinnen, die der 42jährige Kalifornier zusammen mit Ali Shaheed Muhammad seit ein paar Jahren herausgibt. Young ist aber nicht nur Musiker und Kurator, sondern auch Plattenproduzent (Bilal, Souls of Mischief) und Betreiber eines Vinyl-Plattenladens in LA. Jetzt kommt sein multimediales Werk „The American Negro“ heraus, das neben Musik auch einen Podcast und einen Kurzfilm einschließt. [mehr]

Masha Qrella | Bild: Claudia Rorarius zum Artikel Der Durchbruch Masha Qrella

Sie ist schon eine gute Weile im Geschäft, hat in Bands gespielt (Mina, Contriva), und auch ihre Solo-Karriere dauert schon fast 20 Jahre. Aber erst jetzt – mit dem neuen Album „Woanders“ – hat man das Gefühl, dass Masha Qrella woanders als nur im üblichen Indie-Zirkel landet, nämlich weiter oben. Es wäre ihr zu wünschen. [mehr]

Django Django | Bild: Fiona Garden zum Artikel One Hit Wonders? Django Dango

2012 kam machen ihre Single „Default“ heraus, die sich für die damals noch neue Art-Rock-Band aus London als perfekter Startpunkt einer bemerkenswerten Karriere ausmachen ließ. Der Song war z.B. die Single des Jahres bei den Zündfunk- und Nachtmix-DJs. Neun Jahre später machen Django Django auch auf ihrem vierten Album immer noch sehr clevere, eckige Popmusik. Dass ihnen noch einmal so ein Coup wie „Default“ gelingen wird, ist fraglich, aber auch gar nicht im Businessplan dieser originellen Band. [mehr]

Femi Kuti | Bild: Pan African Music zum Artikel Afrobeat Dynasty Femi Kuti

Er ist der älteste Sohn von Fela Anikulapo Kuti (1938 – 1997), der der King des Afroneat und einer der wichtigsten, afrikanischen Musiker überhaupt war. Femi Kuti (geb. 1962) bringt in dieser Woche ein neues Album ganz i Stil seines Vaters heraus. Aber nicht nur er. Femis Sohn Made Kuti (geb. 1995) wird zeitgleich ein musikalisch moderneres Werk herausbringen. Der Afrobeat geht also in die dritte Generation. [mehr]

The Notwist | Bild: Morr Music zum Artikel Die Sieger im Democasssettentest The Notwist

1988 gewannen The Notwist (damals noch in Weilheim) den Zündfunk-Democassettentest. Das war ein Wettbewerb für neue Bands und Musiker*innen. Der erste Preis waren ein paar Tage in einem professionellen Tonstudio. 32 Jahre später kann man sagen: The Notwist haben etwas daraus gemacht. [mehr]

KREISKY - ADHS | Bild: Kreisky (via YouTube) zum Artikel Immer noch schon wieder Kreisky

Manchmal denkt man, die Wiener Band sei schon immer da gewesen. Tatsächlich gibt es die Kapelle um Sänger Austrofred aber erst seit 2005. Und dass der Name der Band an einen legendären Bundeskanzler der Republik Österreich (1970-1983) erinnert, dürfte vielen mit später Geburt gar nicht geläufig sein. Jedenfalls gibt es bald ein neues Kreisky-Album. [mehr]

Pinegrove | Bild: Beggars Group zum Artikel Die neuen REM? Pinegrove

Sie kommen aus New Jersey und es gibt sie seit gut zehn Jahren. Sie haben ihre ersten Alben auf Mini-Labels veröffentlicht und sind erst allmählich auch in Europa ins Bewusstsein getreten...genau wie REM, deren Mischung aus Indie-Rock und Americana sie teilen... [mehr]

zum Weltlinkshändertag: Linkshänder Paul McCartney | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Er lebt noch (lange) Paul McCartney

Auf einer Liste der größten noch lebenden Popstars wäre er vielleicht die Nummer 1, oder ist es doch Madonna? Oder doch Eminem, Beyoncé oder Drake? Whatever: Paule ist zwar 78, aber das sieht und hört man ihn nicht an. Bald erschent mit „III“ ein weiteres Solo-Album von ihm . Es ist natürlich nicht sein drittes Solo-Album, sondern wird von ihm selbst als Nachfolger von „McCartney“ (1970) und „McCartney II“ (1980) gesehen. Mit „McCartney IV“ ist voraussichtlich im Jahr 2090 zu rechnen. [mehr]

M. Ward | Bild: Holly Andres zum Artikel Der Wandelbare M. Ward

Obwohl er eigentlich der klassische Singer/Songwriter ist, hat sich M. Ward (Matthew Stephen Ward) in seiner gut 20jährigen Karriere immer wieder neu erfunden. Nach diversen Platten mit dem Duo "She and Him" folgt nun ein Album, auf dem er Songs covert, die Billie Holiday vor ihm gesungen hat - mutig, aber gelungenn. [mehr]

Sigur Rós | Bild: Eva Vermandl zum Artikel Zurück? Sigur Rós

Bis zum Jahr 2013 waren die Isländer mit ihrem einzigartigen Sound eine große Nummer im internationalen Geschäft. Dann verflüchtigte sich die Band und jedes Mitglied ging eigene Wege. Wenn nun das Album „Odin’s Raven Magic“ erscheint, bedeutet das aber vielleicht gar kein Comeback. Denn es handelt sich um eine Auftragsarbeit für ein Festival in Rejkjavik im Jahr 2002, die erst jetzt weltweit veröffentlicht wird. [mehr]