Bayern 2 - Das Kalenderblatt


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26. Oktober 1984 "Terminator" kommt in die Kinos

Einer der einflussreichsten Science-Fiction-Filme der 1980er Jahre und zu ein Kultfilm: Terminator. Keine Frage: He’ll be back! Autorin: Anja Mösing

Stand: 26.10.2018 | Archiv

26 Oktober

Freitag, 26. Oktober 2018

Autor(in): Anja Mösing

Sprecher(in): Johannes Hitzelberger

Illustration: Tobias Kubald

Redaktion: Frank Halbach

Wie prickelnd! Wie unvorstellbar! Und wie unmöglich:

Den besten Kumpel nehmen und ihn einfach zurück schicken. In die Vergangenheit. Damit er nicht nur bester Kumpel ist, sondern auch noch der eigene Vater wird. Paradox.

So was geht nur im Kino.

Da aber verdammt gut. Besonders im Science Fiction!

Und klar: Im Science Fiction geht es natürlich immer um viel mehr als so ein Familien-Klein-Klein. Im Science Fiction geht es um alles: Um die Zukunft der Menschheit! Drunter macht es diese Film-Gattung nicht.

Zukunft ist für uns Menschen ja von Haus aus ein heikles Thema. Ganze Religionen bemühen sich, uns zu helfen, die Angst vor Leben und Tod zu überwinden und immer möglichst das Richtige zu tun. Faustregel: Je nachdem was man so anstellt geht es für uns später paradiesisch oder höllisch aus.

Apokalyptisch

Science Fiction Filme gehen da gern ins Detail. Sie gießen unsere Ängste vor der Zukunft gleich in richtig große Kinobilder. Mitte der 1980er Jahre hat James Cameron das mit wenig Geld so gut gemacht, dass ein Meilenstein entstand: "Terminator" – so heißt der Film und auch eine teuflische Maschine in Menschengestalt. Großartig  besetzt mit einem Bodybuilder aus Österreich, der zuvor sieben Mal den Titel "Mr. Universum" geholt hatte: Arnold Schwarzenegger. Als der "Terminator" am 26. Oktober 1984 in den USA in die Kinos kam, war eine Angst allgegenwärtig: ein zufällig ausgelöster Atomkrieg, der alles Leben auf der Erde zerstört. Damals so akut wie heute die weltweiten Folgen des Klimawandels.

Im "Terminator" ist der Atomkrieg bereits passiert. Ausgelöst mit Absicht: von computergesteuerten Maschinen. Die beherrschen in der Gegenwart des Jahres 2029 die Erde. Es herrscht ewiges Dunkel, Ödnis, nur sehr wenige Menschen haben überlebt und die hausen im schlammigen Untergrund.

Aber sie rebellieren gegen die Herrschaft der gigantischen Maschinen. Die sind vom hartnäckig Guerillakampf so gestört, dass sie den Rebellen-Anführer John Connor auf Science Fiction Art ausschalten wollen: sie schicken eine als Mensch getarnte Maschine in die Vergangenheit, programmiert nur darauf, seine Mutter Sarah Connor zu töten, bevor sie ihn überhaupt zur Welt bringt. Zeitreise kein Problem! Aber für die Menschen der Zukunft auch nicht mehr! Darum schickt der Rebellenführer kurzerhand seinen besten Kumpel und Kämpfer zurück in die Vergangenheit, als Beschützer seiner Mutter.

He’ll be back

Wie die zwei Kämpfer aus der Zukunft tatsächlich vom Himmel fallen und in den Alltag der Kellnerin Sarah Connor einbrechen, die noch nicht mal ahnt, dass sie je einen Sohn bekommen würde, schon gar keinen Retter der letzten Menschen, das traf den Nerv des 80er Jahre Publikums total. Wer den Film gesehen hat, kennt heute noch mindestens einen der 17 Sätze, die Schwarzenegger als Terminator zu sprechen hatte: "I’ll be back" – "Ich komme wieder". Und so war‘s! Als gute Maschine, programmiert quasi als kämpfender Engel, fällt Schwarzenegger in "Terminator 2" wieder auf die Erde: Dialog-Merksatz: "Hasta la vista, baby!"


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