Bayern 2 - Jazz & Politik


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Klimakatastrophen 2 Apokalypse gestern

Die Sommerreihe zu den Klimakatastrophen. Weil wir nichts besseres zu tun haben als uns zu sorgen. Teil zwei: Apokalypse gestern. Weil nicht nur die Antike Beben und Seuchen kannte, sondern auch das finstere Mittelalter.

Von: Lukas Hammerstein

Stand: 05.08.2019

Francis Ford Coppola hat gerade die dritte Fassung von "Apokalypse Now" vorgelegt. Wir schauen noch weiter zurück, zur Zeit der großen Seuchen, denen bis zu einem Drittel der Menschen Europas zum Opfer fielen. Pest und Cholera und mehr.

Pest

Letzte Woche die Sintflut, und jetzt gleich mehrfach die Pest - wenn das keine Steigerung ist. Im Schatten des Krieges und verheerender Unwetter breitete sich die Seuche der Seuchen leichthin aus. Wir lesen noch heute mit Schaudern davon, nicht nur bei Albert Camus.

Cholera

Den 30-jährigen Krieg begriffen die Menschen als Prüfung, als Geißel Gottes, als echte Heimsuchung. Angekündigt durch einen Kometen, vor dem man sich natürlich fürchtete - als Himmelszeichen für eine radikale Veränderung - des Klimas im allgemeinsten Sinn. Krieg zog ein, Landschaften wurden verwüstet, die Menschen hungerten.

Krieg

Zu keiner Zeit haben die Menschen keinen Krieg geführt. Immer wollten sie Raum gewinnen, den Hunger stillen, andere Völker unterwerfen. Mitunter waren die berüchtigten apokalyptischen Reiter allzu echte Krieger auf wirklichen Pferden - die mordeten und brandschatzten.

Jazz & Politik, Samstag, 10.08.2019, 17:05 Uhr, Bayern2

  • Plinius der Jüngere an Tacitus: Über den Untergang Pompejis (Sprecher: Andreas Neumann)
  • Noch einmal: Die Reiter der Apokalypse von Georg Schmidt (Sprecher Axel Wostry)
  • Der apokalytische Reiter auf der Kanzel. Alfred Döblins "Wallenstein" (Sprecher: Andreas Neumann)
  • Die Pest - Licht aus dem Osten. Peter Frankopans neue Geschichte der Welt (Sprecher: Axel Wostry)
  • Die Pest war keine literarische Krankheit - Albert Camus (Sprecher: Andreas Neumann)
  • Der Untergang - Amerika vor Kolumbus (Sprecher: Axel Wostry)

Redaktion und Moderation: Lukas Hammerstein
Musikauswahl: Roland Spiegel


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