Bayern 2 - Jazz & Politik


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Frauen regieren die Welt Female Power

Die SPD ist außer sich vor Wut - Ursula von der Leyen als Topfrau in Brüssel? Aber wir hatten doch den Martin Schulz. Vorbei das halbe Patriarchat. Frauen müssen an die Macht

Von: Lukas Hammerstein

Stand: 13.07.2019

Die Personalie von der Leyen hat viele aufgeschreckt und manchen elektrisiert. Natürlich hört man gleich wieder welche, die sagen: Die kann es doch gar nicht, die ist doch viel zu kalt, schroff, weiblich? Bitte ankreuzen. Frauen regieren bald die ganze Welt.

Macht

Die Macht heißt es schließlich, nicht der oder das Macht. Wahre Gestaltungsfähigkeit ist also weiblich. Martin Schulz würde natürlich wiedersprechen, aber der ist ja auch wie die ganze alte Tante SPD beleidigt, weil Frau von der Leyen jetzt den Tanker Europa lenken soll - und die ist keine Sozialdemokratin. Macht ist manchmal so gemein.

Mehr Macht

An Angela Merkel haben wir uns so sehr gewöhnt, dass wir sie nicht mal mehr so richtig als Frau empfinden - oder ihr allemal übel nehmen, dass sie von der CDU ist. Das sind jene pseudo "Sozialdemokraten"; die gerade nicht beleidigt sind. Weil eine der ihren was in Brüssel werden soll. Mehr Macht den Frauen, war mal Schlachtruf der Fortschrittlichen - und wird nun die Realität der Zukunft, immer noch mehr Macht.

Frauenpower

stellen wir Männer uns immer irgendwie angenehmer vor, wärmer, weicher, herzlicher. Wie blöd, wenn dann doch der Arm niedersaust und ein Handkantenschlag allzu Männliches von der Bühne fegt - schon weil wir Männer sind, weiß und alt obendrein. Frauenpower ist die logische Folge, seit wir sie wählen lassen, selbst in der Schweiz. Sogar Fußball spielen sie und retten Menschen das Leben.

Jazz & Politik, Samstag, 13.07.2019, 17:05 Uhr, Bayern2

  • Ursula von der Leyen (Birgit Schmeitzner)
  • Christine Lagarde (Christine Bergmann)
  • Merkel`s Schweigen und die beleidigte alte Tante SPD (Susanne Betz)
  • Thunberg, Rackete und das starke Geschlecht des Gewissens (Barbara Streidl)
  • Keine Männer braucht der Kontinent. Die letzten Tage des Patriarchats (M. Stokowski / Spr.: Katja Schild)
  • Lässigkeit und Härte - eine Ästhetik weiblicher Triumphe (Beate Meierfrankenfeld)

Redaktion und Moderation: Lukas Hammerstein
Musikauswahl: Roland Spiegel


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