Bayern 2 - IQ - Wissenschaft und Forschung

Zwischen Fakten und Träumen

Bernhard Schölkopf | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Pionier für Künstliche Intelligenz Der Informatiker Bernhard Schölkopf

Er hat den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2019 erhalten: der deutsche Physiker, Mathematiker und Informatiker Bernhard Schölkopf. Er hat u.a. raffinierte mathematische Verfahren entwickelt, die maßgeblich dazu beigetragen haben, der sogenannten "Künstlichen Intelligenz" zu ihren jüngsten Höhenflügen zu verhelfen. Wie die KI unseren Alltag positiv verändern kann - aber auch wo Bernhard Schölkopf selbst Bauchschmerzen hat, erzählt er im Interview. [mehr]

Nadia Harbeck | Bild: Nadia Harbeck zum Audio Zwischen Fakten und Träumen Die Onkologin Nadia Harbeck

Mehr als 190 Menschen bekommen in Deutschland die Diagnose: Brustkrebs - jeden Tag. Der überwiegende Teil sind Frauen. Darunter auch viele Prominente verlauten: Angelina Jolie, Manuela Schwesig oder der Vater der Sängerin Beyoncé. Eine der führenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet ist die Krebsforscherin Prof. Nadja Harbeck, sie leitet das Brustzentrum an der Frauenklinik der Universität München. Eine Frau, die den Kampf gegen die tückische Krankheit mit Leidenschaft führt und für alle Patientinnen immer ansprechbar sein will. [mehr]

Edzard Ernst | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Aufklärer und Kritiker der Homöopathie Der Mediziner Edzard Ernst

Edzard Ernst hat das Ziel, alternative Heilmethoden besser zu erforschen, und er ist ein erklärter Kritiker der Homöopathie, ein Aufklärer. Er hat an der Universität in Exeter einen der ersten Lehrstühle für Komplementärmedizin aufgebaut und mit seiner Arbeit nicht nur das britische Gesundheitssystem verändert, sondern auch Prince Charles ziemlich verärgert. Er erklärt, warum Homöopathie bei uns so ein Streit-Thema ist und warum Homöopathie eben nichts mit Naturheilkunde zu tun hat. [mehr]

Der Physik-Nobelpreisträger Wolfgang Ketterle | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio "Erstmal freut man sich, dass man was geschafft hat, was als unmöglich galt" Der Nobelpreisträger Wolfgang Ketterle

Bei Wolfgang Ketterle im Labor kann es kalt werden: Für seine Forschung nähert er sich bis auf ein paar Nano-Kelvin dem absoluten Nullpunkt, d.h. senkt die Temperatur in seinen Versuchsapparaten auf - 273 Grad Celsius. Er erforscht die vielfältigen Zustände, die Materialien annehmen können, zwischen fest, flüssig, gasförmig. 2011 hat er dafür den Physik-Nobelpreis bekommen. Im Interview erzählt er, was ihn bei seiner Forschung leitet und warum er sich als junger Wissenschaftler entschieden hat, in den USA zu forschen. [mehr]

Der Spinnenseideforscher Thomas Scheibel | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Spider-Man Der Biochemiker Thomas Scheibel

In Comics und Filmen aus Hollywood schwingen sich Helden wie "Spider-Man" an "Spinnendseide" durch die Hochhausschluchten oder halten fahrende Züge auf. Doch wie sieht es in der Wirklichkeit aus? Wie stabil und gleichzeitig flexibel sind Spinnenfäden tatsächlich? Könnte man sie nachbauen? Und wenn ja, was ließe sich damit alles anstellen? Solchen Fragen geht ein Forscher von der Universität Bayreuth nach. Er heißt Thomas Scheibel und ist Professor für Biochemie. [mehr]

Stefan Rahmstorf | Bild: Astrid Eckert zum Audio "Wissenschaftler sollten sich öffentlich einmischen" Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf

Stefan Rahmstorf ist Physiker, Ozeanograf und Klimaforscher. Seit über 20 Jahren forscht er am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und ist überzeugt: Wir haben zu lange debattiert, bis wir das Pariser Abkommen hatten - jetzt müssen wir massiv auf die Bremse treten. Um deutlich zu machen, wie wenig Zeit uns bleibt, sucht er die Öffentlichkeit: Er twittert, hält Vorträge, gibt Interviews, trat sogar schon auf den Schülerdemonstrationen Fridays4Future auf. Was ihn dabei antreibt, erzählt er im Interview. [mehr]

Der Forstwissenschaftler Henrik Hartmann | Bild: Henrik Hartmann zum Audio Aus dem Wald an die Uni Der Forstwissenschaftler Henrik Hartmann

Nach dem Abitur zur Bundeswehr, dann ein paar Jahre jobben, feiern, reisen - und schließlich als Aussteiger in den Wäldern Kanadas leben. Der Forstwissenschaftler Henrik Hartmann könnte das alles in seine Biographie schreiben, inzwischen aber macht er das, was er schon als kleiner Junge ankündigte: als Wissenschaftler dem Geheimnis des Lebens auf den Grund gehen. Am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena erforscht er, warum Bäume sterben - oder trotz widriger Umweltbedingungen doch überleben. [mehr]

Gerhard Haszprunar  | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Zwischen Fakten und Träumen Der Zoologe Gehard Haszprunar

Nesseltiere, Stachelhäuter, Tausendfüßler, Schmetterlinge, Fische, Lurche, Vögel... mit fast 25 Millionen Objekten, ist die Zoologische Staatssammlung München eine der größten naturkundlichen Forschungssammlungen der Welt. Gesammelt und konserviert wird dort seit über 200 Jahren. Das Ziel so einer Sammlung: Herausfinden, wie einzelne Arten sich entwickeln, verändern und unterscheiden. "Herr" dieser unzähligen Sammlungsstücke ist der Zoologe Gerhard Haszprunar. Seit über 20 Jahren ist der aus Wien stammende Biologe Direktor der Sammlung und gleichzeitig Professor an der Universität München. Was ihn bei seiner Arbeit an- und umtreibt, wollte meine Kollegin Ingeborg Hain herausfinden - und hat ihn zum Gespräch getroffen. [mehr]

Claus Reinsberger | Bild: Universität Paderborn, Simon Ratmann zum Audio Was macht der Ball mit dem Kopf? Der Sportneurologe Claus Reinsberger

England köpfte sich ins Halbfinale, Frankreich zieht dank Kopfballtor ins Finale ein - Im Fußball ist der Kopf mindestens so spielentscheidend wie ein geschickter Fuß. Kann das auf Dauer gesund sein? Der Neurologe und Sportwissenschaftler Claus Reinsberger von der Universität Paderborn ist einer, der sich mit dieser Frage wissenschaftlich beschäftigt. Der ganz grundsätzlich wissen will, wie Sport aufs Gehirn wirkt - und dabei selber auch noch im Sportbetrieb steckt, als Co-Trainer einer Basketballmannschaft. [mehr]

Ottmar Edenhofer auf dem Global Solutions Summit 2018 | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Nüchterne Vernunft statt Klimakitsch Der Klimaökonom Ottmar Edenhofer

Wenn wir den Klimawandel nicht bremsen, bekommen wir auch Gewalt, ethnische Konflikte und weltweite Ungerechtigkeit nicht in den Griff. Das ist das Credo des Ökonomen und Klimapolitikexperten Ottmar Edenhofer. In München hat er jetzt den Romano Guardini Preis der Katholischen Akademie in Bayern bekommen. Im Interview erzählt er, warum er auf Klimakitsch-Reden verzichtet und lieber auf nüchternen Pragmatismus und den Sieg der Vernunft setzt. [mehr]