Bayern 2 - Hörspiel


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Die Quellen sprechen - Eine dokumentarische Höredition Auszeichnungen

Stand: 03.03.2016 | Archiv

Deutscher Hörbuchpreis 2016: "Beste verlegerische Leistung"

Die Hörbuch-Edition Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 –1945 (Teil 1-4) wird in der Kategorie Beste verlegerische Leistung mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2016 prämiert. Ausgezeichnet werden der Hörverlag und die Redaktion Hörspiel- und Medienkunst des Bayerischen Rundfunks.

"Diese Höredition ist ein Mahnmal. Sie versammelt enzyklopädisch Quellentexte und Zeitzeugenberichte zur Verfolgung der europäischen Juden: Unter der Regie von Ulrich Gerhardt kommt Geschichte nahe in Gestalt derer, die sie erlebt haben – und sie wird durchdrungen durch die analytisch strenge Interpretation der Quellen durch Bibiana Beglau und Matthias Brandt. Dass der Hörverlag das Projekt des BR und des Instituts für Zeitgeschichte als Hörbuch zugänglich und verfügbar macht, ist eine mutige Leistung."

Preisträgerjury Deutscher Hörbuchpreis

"Für die Höredition wurden aus dem großen Quellenbestand Dokumente ausgewählt und von gut gewählten Sprechern gelesen. Der Verzicht auf kommentierende Zwischentexte macht die Quellen beklemmend authentisch. Das Booklet bietet eine Einführung in das zu Grunde liegende Forschungsprojekt, eine Übersicht über die Dokumente sowie Kurzbiografien der Zeitzeugen. Das Potenzial des Mediums Hörbuch wird voll ausgeschöpft."

Nominierungsjury Deutscher Hörbuchpreis

Deutscher Hörbuchpreis

Mit dem „Deutschen Hörbuchpreis“ werden deutschsprachige Hörbuchproduktionen ausgezeichnet, die in besonderer Weise die Stärken und Möglichkeiten des akustischen Mediums vorführen und damit beispielhaft wirken. Träger des Preises ist der 2006 gegründete Verein Deutscher Hörbuchpreis, dem der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Hessische Rundfunk, die lit.COLOGNE, der Norddeutsche Rundfunk, Studio Hamburg, der Westdeutsche Rundfunk und die WDR mediagroup angehören. Die Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises werden jährlich im März im Rahmen der lit.COLOGNE in insgesamt sieben Kategorien ausgezeichnet.

1. Platz Hörbuchbestenliste Juni 2015

"In Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte schuf der Bayerische Rundfunk (Regie: Ulrich Gerhardt) dieses akustische Mahnmal. Auf CD 1-8 lesen Bibiana Beglau und Matthias Brandt Dokumente aus der NS-Zeit von 1933 bis 1941, auf CD 9-14 erinnern die Zeitzeugen Anita Lasker-Wallfisch, Max Mannheimer, Ruth Klüger und viele andere daran, welche Schrecken diese Zeit für sie und ihre Familien brachte."

Jurybegründung Hörbuchbestenliste hr2-Kultur

Hörspiel des Monats Mai 2015

"Innerhalb der vielseitigen Palette an Hörspielgenres überzeugt das Hördokument 'Die Quellen sprechen (7/16)' durch seine Schlichtheit und Eindringlichkeit in der Komposition außergewöhnlicher Zeitzeugnisse. Berichte von Wehrmachtsangehörigen über die Massenerschießung von Juden stehen neben Propagandaanweisungen und Tagebucheintragungen Betroffener. Die Texte berichten in plastischer und vielschichtiger Weise von der Judenverfolgung in den ab 1941 besetzten sowjetischen Gebieten unter deutscher Militärverwaltung. Dabei liegt etwas Unausweichliches in der Detailliertheit der Quellen, besonders unterstützt durch die rein akustische Form, die keine Ablenkung und kein Entkommen von der direkten Konfrontation mit dem Grauen erlaubt. Besonders bemerkenswert ist die Inszenierung der Texte durch Schauspieler und Zeitzeugen, die hier anders als sonst üblich, nicht nur die eigenen Geschichten erzählen, sondern auch fremde Zeitdokumente lesen. Die Stimmen der Überlebenden mit ihrer ganz eigenen Klangfarbe und Sprechmelodie erinnern an die Sprache der Ermordeten und lassen das historische Geschehen auf ganz eindringliche Weise lebendig werden. Dem Bayerischen Rundfunk ist zusammen mit dem Institut für Zeitgeschichte ein monumentales mehrteiliges Audiowerk gelungen – es erinnert in seinem zeitlichen Ausmaß daran, dass sich diese dunkle Episode deutscher Geschichte nicht in 45 Minuten abhandeln lässt."

Jurybegründung der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste

Wilhelm-Freiherr-von-Pechmann-Preis

"Den Wilhelm-Freiherr-von-Pechmann-Preis 2013 erhalten Katharina Agathos, Michael Farin und Susanne Heim für die dokumentarische Höredition 'Die Quellen sprechen'. Schauspieler und Zeitzeugen lesen Hunderte von ausgewählten Dokumenten zur Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten. Historiker erläutern die politischen Hintergründe und diskutieren Forschungsfragen. Die neutrale und emotionsfreie Vortragsweise der Quellen eröffnet dem Hörer Raum für die eigene Positionierung und Emotionalisierung. Durch die Veröffentlichung der Quellen und der Hintergrundinformationen auf der Internetseite leistet die Edition einen wertvollen Beitrag für die Bildungsarbeit in Erwachsenenbildung und Schule."

Jurybegründung Wilhelm-Freiherr-von-Pechmann-Preis


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