Bayern 2 - Hörspiel


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O wie Osten "Abschied von Gülsary (1/2)" von Tschingis Aitmatow

Ein Beitrag von: Tschingis Aitmatow

Published at: 1-9-2022

Um Videos oder Audios abzuspielen, benötigen Sie einen Browser, der HTML5-Video abspielen kann oder eine aktuelle Version des kostenlosen Adobe Flash Players sowie aktiviertes JavaScript. Zu sehen ist ein Reiter in traditioneller Kleidung vor einer malerischen Bergkette. | Bild: picture-alliance/dpa / Igor Kovalenko; Montage: BR

Romanadaption · Gülsary, der alte Passgänger-Hengst und Tanabei, der müde Parteigänger und Kolchosengründer. Einst waren sie jung, stark und bereit, ihr Leben zu geben. Hörspiel über Anspruch, Zweifel und Desillusionierung beim Aufbau der Sowjetmacht in Kirgisistan nach dem 2. Weltkrieg. // Mit Valery Tscheplanowa, Felix Goeser, Christian Redl, Julika Jenkins, Nathalie Thiede, Winfried Glatzeder, Ulrich Gerhardt, Janus Torp, Nils Andre Brünnig, Tristan Becker/ Komposition: Andre Matthias/ Bearbeitung und Regie: Heike Tauch/ MDR 2021 // Zur Sendereihe "O wie Osten": Anfang des Jahres warfen uns überwunden geglaubte Gegensätze auf den harten Boden der Konfrontationspolitik zurück. Es wird wieder vom "Westen" und vom "Osten" gesprochen. Was bezeichnen diese Worte? Geografische und geopolitische Sichtweisen oder gar Ideologien? Stärker als andere weiterhin aktuelle Kriege, wie in Syrien und im Jemen, sorgt der Ukraine-Krieg im von uns aus betrachtet sehr nahen Osten für große mediale Aufmerksamkeit. Auch der Kulturbetrieb äußert sich in öffentlichen Stellungnahmen, die teilweise in Kultur-Boykotten eskalieren. Die Öffentlichkeit sucht nach 'Orientierung‘, ein Wort, das übrigens von der Hinwendung nach Osten abgeleitet ist. "Ob West, ob Ost, auf Kanonen muss Rost", sang einst Joseph Beuys. Wir treten einen Schritt zurück, atmen tief durch und entdecken in unserem Schwerpunkt "O wie Osten" einen ganzen Monat lang Hörspiele aus Ländern, von denen "wir" im "Westen" möglicherweise selten hören.


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