Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Vorbeugung Wie man für guten Schlaf sorgt

Wer Schlafstörungen vorbeugen will, sollte tagsüber bei der Bewältigung des alltäglichen Pensums immer wieder Pausen einlegen.

Stand: 11.07.2016

Frau mit Tasse entspannt vor dem Kamin | Bild: colourbox.com

Auch sollte man unbedingt darauf achten, dass es am Ende des Tages auch einen Feierabend gibt, an dem echte Entspannung gewährleistet ist – zum Beispiel mit Unternehmungen mit Freunden oder Hobbies.

Leicht essen

Für einen erholsamen Schlaf ist es auch wichtig, frühzeitig und leicht zu Abend zu essen. Ist das Verdauungssystem belastet, wird der Schlaf unruhig.

Entspannen

Die Frage, welche Form der Entspannung die richtige ist, ist dagegen sehr individuell:

  • Ruhige Musik kann helfen, aber auch Entspannungsübungen oder lesen.
  • Auch Sport kann nützlich sein, um uns körperlich zu ermüden. Das Sportprogramm sollte allerdings spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen erledigt sein.

Spätes Fernsehen oder vor dem Computer sitzen beeinträchtigt den Schlaf eher negativ.

Entspannungsort Schlafzimmer

Das Schlafzimmer sollte ein Raum sein, in dem man sich wohlfühlt und in den man gerne hineingeht. Außerdem sollte dort im Idealfall nichts an Arbeit erinnern.

Das richtige Bett

Für jemanden, der Schlafprobleme hat, ist es äußerst wichtig, auf welcher Unterlage er schläft:

  • Eine Matratze sollte vor allem punktelastisch sein, d.h. sie sollte bei Druck nachgeben.
  • Außerdem ist es wichtig, möglichst im Trockenen zu schlafen. Das Oberbett sollte also die nachts produzierte Feuchtigkeit gut abführen.

Die passende Schlafposition

Ob man auf dem Bauch, dem Rücken oder der Seite schläft, ist häufig reine Gewohnheitssache. Die objektiv günstigste Position ist die eingerollte Seitenlage auf der rechten Seite. Liegt man auf der linken Seite, ist die Wahrnehmung des eigenen Herzschlags oft störend. Die meisten schlafen dennoch in Rückenlage, obwohl das nicht die optimale Position ist. Auf dem Rücken liegt man meist etwas zu gerade und gespannt und die Atmung wird leicht behindert. Das begünstigt das Schnarchen. Am ungünstigsten ist die Bauchlage: Durch die Verdrehung des Kopfes ist das Atmen schwierig und der Bauch wird eingedrückt.

"Im Endeffekt sollte sich aber jeder in Sachen Schlafposition seiner Gewohnheit überlassen."

Prof. Jürgen Zulley, Schlafforscher Universität Regensburg

Schlafräuber Schichtarbeit

Schichtarbeit – vor allem Nachtarbeit und Wechselschichten – führt häufig zu Schlafproblemen. Ältere Menschen werden dadurch stärker belastet als jüngere. Sind solche Arbeitsbedingungen der Anlass für Schlafstörungen, ist die Bekämpfung der Ursache schwierig. Wenn ein Jobwechsel nicht möglich ist, kann unter Umständen ein verändertes Schichtsystem helfen, das mehr Rücksicht auf die biologischen Rhythmen der Einzelnen nimmt. Ideal wäre es natürlich, wenn solche Faktoren - etwa ob man eher ein Morgen- oder Abendtyp ist – bereits bei der Berufswahl berücksichtigt werden könnten.


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