Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Schlafvorgang Wie man in tiefen Schlaf fällt

Grundsätzlich wird der Schlaf grob in drei Phasen eingeteilt: Phasen mit leichtem Schlaf, Tiefschlaf und Traumschlaf, wegen der ruckartigen Augenbewegungen in dieser Phase auch REM (Rapid Eye Movement)-Schlaf genannt.

Stand: 11.07.2016

Kleinkind schläft mit Daumen im Mund | Bild: colourbox.com

Leichter Schlaf

Die Phasen des leichten Schlafes machen den größten Teil aus. In diesen Zeiten hat das Gehirn des Schlafenden seine Aktivität noch nicht so weit heruntergefahren und er ist deshalb leicht weckbar.

"Der Tiefschlaf ist die wahrscheinlich bedeutendste Schlafphase. Es handelt sich immer nur um kurze Abschnitte, unterbrochen von Zeiten leichteren Schlafs. Im Tiefschlaf finden wichtige Erholungsprozesse statt. Unter anderem werden Wachstumshormone ausgeschüttet und das Immunsystem regeneriert sich."

Prof. Jürgen Zulley, Schlafforscher Universität Regensburg

Traumschlaf

Während es Tiefschlafphasen nur in der ersten Nachthälfte gibt, spielt sich der Traumschlaf überwiegend im zweiten Teil der Nacht ab. In der Phase des Traumschlafes ist das Gehirn vergleichsweise wach. Sie beginnt etwa eine Stunde nach dem Einschlafen. Circa alle 90 Minuten treten weitere Phasen des Traumschlafes auf.

Das Einschlafen

Um einschlafen zu können, braucht man eine gewisse Entspannung. Diese kann aktiv herbeigeführt werden, etwa durch entspannende Tätigkeiten wie z.B. lesen. Bei großer Übermüdung fährt der Körper aber auch von sich aus seine Aktivität herunter. Dann nimmt man die Umgebung nicht mehr so intensiv wahr und die Muskelspannung lässt nach. Das Einschlafen ist kein plötzlicher Vorgang, sondern ein in Wellen verlaufender Prozess.

Das Hormon Melatonin

Melatonin bildet die Schnittstelle zwischen dem Körper und den äußeren Bedingungen. Dieser Botenstoff vermeldet sozusagen an den Organismus, dass es Nacht wird. Melatonin wird nur ausgeschüttet, wenn wenig oder kein Licht ins Auge fällt (deshalb ist  auch im Winter mehr davon im Körper als im Sommer). Es verstärkt die Müdigkeit und sorgt dafür, dass die Körpertemperatur sinkt. Gleichzeitig führt es dazu, dass die Stimmung abfällt: Man durchlebt also nachts regelmäßig eine Art kleiner Depression.


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