Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Therapie Hypo-Sensibilisierung als Behandlung

Medikamente gegen Allergien gibt es so nicht, die einzig bekannte wirksame Therapie läuft über Weglassen von Nahrungsmitteln. Allerdings versuchen Mediziner, ähnlich wie beim Heuschnupfen, das Immunsystem der Patienten zu programmieren. Dabei erhalten Allergiker kleinste Mengen der Allergene in steigender Dosierung.

Stand: 22.05.2017

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können mit bestimmten Substanzen gemildert werden - im Bild: Frau zieht Spritze mit Medikament auf | Bild: picture-alliance/dpa

Hypo-Sensibilisierung kann wirken

Bei einer Hypo-Sensibilisierung wird der Patient bewusst und unter ärztlicher Aufsicht dem allergieauslösenden Stoff ausgesetzt. Manche Patienten reagieren dabei schon beim Verzehr kleinster Mengen heftig, dann muss man die Hypo-Sensibilisierung sofort abbrechen. Andere vertragen nach einer Weile z.B. eine ganze Erdnuss und nicht nur ein kleines Stückchen. Das Problem dabei ist, die Behandlung darf nicht unterbrochen werden, sonst muss man wieder von vorne anfangen.

Wichtig: Zum Spezialisten gehen

Diese Therapie darf nur von sehr erfahrenen Ärzten durchgeführt werden – von Laien angewandt, kann sie gefährlich sein.

Säuglinge mit Proteinallergie

Um Säuglinge mit Verdacht auf Kuhmilchproteinallergie (KMPA) zu behandeln, raten Wissenschaftler zu ärztlich verordneter Diätnahrung, die normales Wachstum möglich macht. Die Prognose für solche Säuglinge ist gut: Etwa 75 Prozent der betroffenen Kinder entwickeln bereits mit zwei Jahren eine Toleranz, 90 Prozent bis zum Schulalter. Derzeit werden auch vielversprechende Studien mit Ei und Milch in gebackener Form durchgeführt.


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