Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Wenn Jugendlichen der Kopf schmerzt

Von: Holger Kiesel

Stand: 07.04.2017

Die Zahl junger Migräne-Patienten nimmt stetig zu - im Bild: Jugendliche mit Kofschmerzen | Bild: picture-alliance/dpa

Experte:

Prof. Florian Heinen, Leiter der Kinderneurologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München | Bild: privat

Prof. Florian Heinen, Leiter der Kinderneurologie und Kopfschmerzklinik am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die unter Migräne leiden nimmt – vor allem in der Gruppe der Schüler – zu. Woran liegt das, wo Migräne doch in erster Linie eine Sache der genetischen Veranlagung ist?

Expertin:

Hanne Seemann, Dipl.-Psychologin und Autorin des Buches "Kopfschmerzkinder" | Bild: Schmerzzentrum Bodensee Oberschwaben

Hanne Seemann, Dipl.-Psychologin und Autorin des Buches "Kopfschmerzkinder"

Sind es negative Einflussfaktoren wie Schulstress oder mediale Reizüberflutung, die die Zunahme dieser Erkrankung befördern? Und wie kann man betroffenen Kindern und Jugendlichen ihren Alltag mit Migräne erleichtern und ihnen die Rückzugsräume verschaffen, die sie brauchen, wenn der Anfall sich ankündigt? Oder gibt es Wege, die Attacke abzuwenden, bevor sie kommt? Tipps von einem Neurologen und einer Psychologin.

Der Text beruht auf Gesprächen von Holger Kiesel mit Hanne Seemann, Dipl.-Psychologin und Autorin des Buches "Kopfschmerzkinder" und Prof. Florian Heinen, Leiter der Kinderneurologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München.

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