Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Risikofaktoren Auslöser des Herzinfarktes

Grundlage für einen Herzinfarkt ist meistens eine Ablagerung oder ein Plaque im Herzkranzgefäß, er besteht aus Cholesterin, Muskelzellen und Entzündungszellen. Für die Entstehung gibt es verschiedene Auslöser.

Stand: 30.01.2018

Ein Risikofaktor für einen Herzinfarkt ist das Rauchen. Im Bild: Raucherin mit Zigarette. | Bild: colourbox.com

Wichtige Faktoren

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin und Diabetes (Zuckerkrankheit). Riskant ist auch, wenn  Patienten familiär vorbelastet sind, das heißt, bei Familienmitgliedern sind bereits vor dem 60. Lebensjahr Gefäßerkrankungen aufgetreten. Eine große Rolle spielt auch das Übergewicht, dabei kommt es auf die Fettverteilung an, riskant ist vor allem das tiefe Bauchfett.

Rauchen macht Gefäße unelastisch

Rauchen ist deswegen so gefährlich, weil es auf die innere Schicht der Herzkranzgefäße wirkt, die sorgt für die Elastizität des Gefäßes (Endothel) und bildet dafür Stickstoffmonoxyd. Rauchen wirkt dem entgegen und macht die Gefäße unelastisch. 

Körperliche Inaktivität

Wer zwar ein paar Kilo Übergewicht hat, aber körperlich aktiv ist, der hat größere Chancen, einem Herzinfarkt zu entgehen. Man kann viele Risikofaktoren dadurch wettmachen, dass man körperlich aktiv ist.

"Der Tipp lautet also, Hintern hoch, inneren Schweinehund an die Leine nehmen und regelmäßig vor die Tür gehen."

Dr. med. Christa Bongarth, Ärztliche Direktorin der Klinik Höhenried

Alter und Geschlecht

Generell gilt, je älter man wird, desto höher ist das Risiko für einen Herzinfarkt, die Ursache dafür ist der normale Alterungsprozess der Gefäße. Allerdings sind Männer häufiger betroffen als Frauen, weil sie früher Arteriosklerose bekommen. Dafür gibt es zwei Ursachen:

- Einmal haben Männer generell mehr der Risikofaktoren, und
- zweitens sind Frauen bis zum Eintritt in die Wechseljahre durch Hormone (Östrogene) in gewisser Weise geschützt. 

Psychosoziale Belastungsfaktoren

Depression und Depressivität haben mittlerweile denselben Stellenwert wie die anderen Risikofaktoren erreicht. Stress als Auslöser eines Herzinfarktes ist ein mittelbarer Faktor, ausschlaggebend ist, wie man mit ihm umgeht und ob man ihn sehr negativ bewertet oder nicht. Wer dazu neigt, sich oft und über Vieles zu ärgern, ist eher gefährdet als andere.


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